(openPR) Wo kommen die Binären Optionen auf einmal her?
Im Internet finden sich unzählige Webseiten, auf denen Internetmakler, sogenannte Online Broker, den Handel mit Binären Optionen anbieten. Dabei sollen angeblich überdurchschnittlich hohe Gewinne erzielt werden, auf die außer-internetliche Börsianer nur neidvoll blicken.
Aktive Online Händler berichten, wie sie einen recht ansehnlichen Nebenverdienst von 300 Euro in nur wenigen Tagen realisieren.
Was ist an dieser neuen Handelsvariante mit den besonderen Finanzderivaten aber wirklich dran?
Der Begriff Binäre Optionen, taucht oft auch als Digitale Optionen auf und ist aus der Mathematik bekannt. Binär bedeutet, dass für ein bestimmtes Ergebnis lediglich zwei Zustände existieren: in der Mathematik beispielsweise 1 und 0, in der Physik "ein" und "aus". Beim Trading mit einer Binäroption bedeutet dies, der Handel ist dann erfolgreich, wenn die Option "im Geld" ausläuft, endet sie "aus dem Geld", dann konnte kein Gewinn verzeichnet werden. So simpel ist das Prinzip einer Binären Optionen. Zu Handelsbeginn entscheidet sich der Anleger für einen zugrunde liegenden Basiswert, mit dem er oder sie handeln möchte. Zu den entsprechenden Vermögenswerten, die zur Verfügung stehen zählen, Aktien, Indizes, Rohstoffe sowie Währungspaare. Anschließend muss der Trader seine Wahl treffen: Wird der Wert der gekauften Option bis zu ihrem Verfallszeitpunkt steigen (Call Option) oder wird dieser fallen (Put Option). Das Besondere daran ist, dass auch bei einem fallenden Kurs Profite erzielt werden können. Dabei liegt die Rendite je nach Anbieter zwischen 70 Prozent und 95 Prozent, was im Vorfeld bereits festgelegt wird.
Die meisten Online Broker haben diesselben oder zumindest sehr ähnliche Handelsmodalitäten im Angebot. Darunter findet sich die klassische Binäre Option (Call und Put) sowie sogenannte Touch-, Range- und Pair-Optionen. Hier dreht es sich entweder darum, ob der Kurs des Basiswerts, innerhalb einer festgelegten Zeitspanne einen bestimmten Kursbereich berührt, innerhalb einer gewissen Kursspanne liegt oder bei Paar-Optionen, welcher von zwei Basiswerten besser abschneidet.
Neu im Trend sind die 60-Sekunden-Optionen, deren Verfallszeitpunkt, wie der Name schon sagt, nach nur 60 Sekunden eintritt, wohingegen die regulären Optionen normalerweise nach mehreren Minuten bis zu einigen Tagen oder Wochen auslaufen.
Risikobegrenzung
Ein Vorteil dieser Handelsart ist die Möglichkeit der Risikobegrenzung. Bei vielen Brokern nennt sich diese Verlustabsicherung, die eine Rückzahlung von in der Regel 15 Prozent der Investitionssumme garantiert und an den Händler ausgezahlt wird, wenn die Binäre Option aus dem Geld läuft.
Um online zu handeln benötigt man als Voraussetzung ein Handelskonto. Hier wird eine Kontoeröffnungsgebühr verlangt, die von Broker zu Broker variiert und in der Regel zwischen 100 und 200 Euro liegt. Bei jedem Handel ist außerdem ein Mindesteinsatz notwendig, der wiederum je nach Anbieter zwischen 1 bis 25 Euro schwankt.
Anfänger sollten nach einem Demokonto zum Üben Ausschau halten, dass leider nicht von jedem Broker angeboten wird. Darüber hinaus sollte sich jeder, der den Handel mit Binären Optionen in Erwägung zieht, einen Broker Vergleich durchführen, der die Vor- und Nachteile der verschiedenen Anbieter auf einen Blick vor Augen führt. Auch in Foren finden sich immer wieder wertvolle Tipps, mit deren Hilfe vermieden werden kann, auf nicht seriöse Anbieter reinzufallen, die es leider auf den hiesigen Märkten immer wieder gibt. Besondere Vorsicht ist bei Bonuszahlungen geboten, die häufig mit zusätzlichen Einzahlungen verbunden sind.
Für manche haben Binäre Optionen mehr Glücksspielcharakter als alles andere, was allerdings nicht in jedem Fall stimmt. Das sogenannte schnelle Geld kann von demjenigen realisiert werden, der sich mit den Marktbegebenheiten vertraut macht und die Kursentwicklungen der verschiedenen Basiswerte beobachtet und zu deuten weiß. Für den Anfang gilt: sich auf einige wenige Vermögenswerte zu konzentrieren und nicht den Überblick zu verlieren. Außerdem hat auch hier die allgemein bekannte Faustregel ihre Gültigkeit: pro Handel nicht mehr als 5 Prozent des zur Verfügung stehenden Anlagekapitals zu investieren und geduldig zu bleiben.




