(openPR) Wer sind die bekanntesten Schlagerstars, wer sind die heißesten Newcomer? Von Beatrice Egli bis Udo Jürgens, von DJ Ötzi bis Andreas Gabalier stellen wir die beliebtesten Schlagerstars vor.
„Wer will nicht mit Gammlern verwechselt werden? Wir!
Wer sorgt sich um den Frieden auf Erden? Wir!
Ihr lungert herum in Parks und in Gassen,
wer kann eure sinnlose Faulheit nicht fassen? Wir! Wir! Wir!“ (Freddy Quinn „Wir“ 1966)
Als Freddy Quinn mit seinem Titel „Wir“ im Jahr 1966 die Jugend zu Anstand und Moral aufrief und vor langen Haaren und Bärten warnte, schien es fast, als sei der Schlager auf dem besten Wege im Nachkriegsmief zu ersticken. Die Beatmusik und der Pop waren auf dem Vormarsch, der Schlager drohte für die Jugend unattraktiv zu werden. Das Stück Quinns erscheint wie ein verzweifeltes letztes Aufbäumen gegen den Zeitgeist. Überraschenderweise erlebte das Genre in den 70er Jahren jedoch mit Künstlern wie Michael Holm und Peter Maffay ein Revival und erfreut sich seitdem, mit einigen Höhen und Tiefen, bis heute großer Beliebtheit.
Was macht ihn nach all den Jahren noch so reizvoll, den Schlager? Es sind gerade heute, mehr denn je, seine Stars – nicht nur diejenigen, die seit Jahren erfolgreich auf der Bühne stehen, und immer noch begeistern können wie etwa Roland Kaiser und Udo Jürgens, sondern auch die jungen extrem Erfolgreichen, egal ob Helene Fischer oder Showmaster Florian Silbereisen, sie alle sorgen dafür, dass sich das Genre stetig verjüngt und erneuert.
Und stetig kommen neue Talente nach, junge Künstler die begierig sind, sich vor dem schlagerbegeisterten Publikum zu beweisen, wie etwa jüngst die DSDS-Kandidatin Beatrice Egli, oder die A-cappella-Formation voXXclub.
Und wo von Schlagerstars die Rede ist, darf selbstverständlich Andrea Berg, zweifellos die Erfolgreichste unter ihnen, nicht fehlen. Laut der offiziellen Media-Control Schlager Charts hatte Andrea mit acht Alben nicht nur die meisten Nummer 1-Alben, sondern auch den erfolgreichsten Dauerbrenner auf Position 1 – ihre Kompilation „Best of“ stand insgesamt 16 Monate lang an der Chartspitze, und mit insgesamt 35 Wochen auf Position 1 der Charts kann Andrea damit auch die meisten Wochen auf der Pole Position für sich verbuchen.
Während die heimischen Schlagerstars sich seit der Jahrhundertwende immer wieder neu und zeitgemäß zu positionieren verstehen, ist die deutsche Teilnahme bei dem internationalen Wettbewerb „Eurovision Song Contest“ insgesamt leider mit herzlich wenig Erfolg gekrönt. Die etwas betuliche Nummer „Ein bisschen Frieden“ von Nicole und Lenas „Satellite“ waren seit 1956 die einzigen deutschen Beiträge, die sich bei der internationalen Jury durchsetzen konnten.
Ob die Dance-Pop-Gruppe Cascada dieses Jahr in Malmö überzeugen kann, wird sich erst noch zeigen.
Doch die heimische Schlagerszene braucht sich davon nicht verunsichern zu lassen – jüngst schaffte es sogar einer, der eher zu dem alten Eisen gehörte mit einer Reihe ungewöhnlicher Coverversionen an die Spitze der deutschen Charts: Heinos Album „Mit freundlichen Grüßen“ war wochenlang Gesprächsthema in den deutschen Medien. Der Künstler hatte beliebte deutschsprachige Titel, die nicht unbedingt mit dem Thema „Schlager“ in Verbindung stehen, zusammengestellt und gecovert.
Ob man sich jetzt im volkstümlichen Schlager mit den Kastelruther Spatzen und den Wildecker Herzbuben wiederfindet, die schmissigen Titel der Österreicher Andreas Gabalier, Nik P. und DJ Ötzi, oder Semino Rossi und Patrick Lindner bevorzugt, die Stars sorgen beständig dafür, dass der Schlager lebendig bleibt.











