(openPR) Ab 2014 fließt kein Geld mehr aus öffentlichen Kassen – Leistungsanbieter des Tourismus finanziell mehr gefordert
Niederrhein – Im Jahre 2008 war die Marketingkampagne „typisch Niederrhein“ von der Niederrhein Tourismus GmbH, der die Stadt Krefeld und die drei Kreise Kleve, Viersen und Wesel angehören, ins Leben gerufen worden. Ziel der Kampagne war es, den Niederrhein bekannter zu machen, die touristische Nachfrage zu stärken, Neukunden zu gewinnen und Kundenbindung zu betreiben. Viel ist erreicht worden: Allein die Zahl der Übernachtungen im Gebiet der Niederrhein Tourismus GmbH stieg von 1,8 Millionen im Jahre 2007 auf 2,2 Millionen im Jahre 2012. Auch der gestützte Bekanntheitsgrad ist von 38 % im Jahr 2005 auf 58 % im Jahr 2012 gestiegen.
Die Gesellschafter zahlten in den letzten sechs Jahren insgesamt 1,8 Millionen Euro für die Umsetzung der Kampagne. Hinzu kamen weitere knapp 7 Millionen Euro aus EU-Förderprojekten, die in den Tourismus am Niederrhein geflossen sind. Der touristische Bruttoumsatz ist in diesem Zeitraum von 1,35 Milliarden Euro auf 1,52 Milliarden Euro gestiegen. Dabei betraf die Wertschöpfung nicht allein die Gastronomie und Beherbergung, sondern auch den Einzelhandel, den Bereich Unterhaltung, Transport und Dienstleistungen. Der Mitteleinsatz aus öffentlichen Kassen hat sich also für die Region gelohnt.
Vom Start der Marketingkampagne an war allerdings klar, dass deren Finanzierung keine Daueraufgabe der öffentlichen Hand sein könnte, sondern die vom Aufblühen des Tourismus profitierenden Leistungsanbieter ab dem kommenden Jahr auch finanziell mehr in die Pflicht genommen werden müssen.
Die Niederrhein Tourismus GmbH lud jetzt an vier Terminen die Kommunen und Leistungsanbieter aus der Tourismusbranche am Niederrhein zu Strategiegesprächen ein, darunter auch die TOP-Hotels und Premium-Partner, die die Marketingkampagne besonders intensiv unterstützen, aber auch diejenigen, die sich bisher noch nicht finanziell beteiligen.
NT-Geschäftsführer Rolf Adolphs stellte die bisherigen Erfolge der Gesellschaft dar und verwies auf die finanziellen Erfordernisse ab 2014, damit die bewährte Arbeit auch zukünftig fortgesetzt werden kann. Er appellierte vor allem an diejenigen Leistungsträger, die sich bisher noch nicht an den Marketingmaßnahmen und NT-Katalogen beteiligt haben, die Imagekampagne der Niederrhein-Touristiker zu unterstützen.
Man kam mit den Vertretern der Tourismusbranche in einen regen Meinungsaustausch über die zukünftige Strategie. Gute Vorschläge aus den Reihen der Leistungsanbieter sollen auf eine eventuelle Realisierungschance hin geprüft werden.












