(openPR) Der Baustoff Beton ist heute unverzichtbar beim Bau moderner Gebäude und fester Bestandteil des Erscheinungsbildes unserer Städte. Auch auf dem Dach, denn dort schützt er als Dachstein vor Wind und Wetter.
Dachsteine sind eine funktionale und zugleich umweltfreundliche Lösung mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Es gibt sie heute in den verschiedensten Varianten, passend zu den unterschiedlichsten Architekturstilen: Profiliert oder flach, mit anspruchsvollen Oberflächen, die die Ablagerung von Schmutz verhindern oder durch erhöhte Reflektion von Sonnenlicht helfen, das Innenraumklima zu verbessern. Sie zeichnen sich durch besondere Langlebigkeit aus und erlangen im Laufe der Jahre eine immer größere Festigkeit. In Deutschland zum Beispiel verfügen die Monier Dachsteine der Marke Braas über eine Materialgarantie von 30 Jahren.
Auch wenn der Dachstein heute ein moderner Baustoff ist, gehen seine Anfänge zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts als die ersten sogenannten Cement-Dachplatten von Adolph Kroher in Staudach am Chiemsee entwickelt wurden. Sie waren damals in Rauten- oder S-Form jedoch erst vereinzelt auf Häusern zu sehen. 1891 wurde in England die Dachsteinproduktion automatisiert, doch nennenswerte Stückzahlen wurden erst später, in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts, industriell produziert. Federführend war hier die englische Firma Redland, ein Vorgängerunternehmen von Monier, das schon in den frühen 30er Jahren mehr als 230 Millionen Dachsteine herstellte. In Deutschland ist der Erfolg des Dachsteins eng mit dem erhöhten Bedarf an Baumaterialien in den Nachkriegsjahren verbunden. Dort lief nach Gründung des Braas Stammwerks in Heusenstamm bei Frankfurt im Jahr 1953 – also vor genau 60 Jahren – die erste Frankfurter Pfanne vom Band; sie ist noch heute das meist verkaufte Dachsteinmodel Deutschlands.
Umweltfreundlicher Produktionsprozess
Auch wenn bei vielen Bauherren traditionelle Formate weiterhin beliebt sind, der Produktionsprozess in den Werken der Monier Gruppe wurde über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und stellt sicher, dass Dachsteine heute ein innovatives und zeitgemäßes Baumaterial sind. „Nach speziell auf die jeweiligen Rohstoffe und Produktanforderungen abgestimmten Rezepturen werden Zement, unterschiedliche Sande, Verarbeitungshilfsstoffe und Farbpigmente mit Wasser vermischt und die erdfeuchte Mischung dann durch eine Dachsteinmaschine in die spätere Form extrudiert. Vollautomatisch und bei sehr hoher Geschwindigkeit wird der Betonstrang anschließend geschnitten sowie direkt beschichtet. In speziellen Härtekammern ruhen die Steine bei rund 60 Grad Celsius für ca. acht Stunden bevor sie eine zweite Oberflächenveredelung erhalten“, berichtet Dr. Christian Pohl, Geschäftsführer des für die zentrale Forschung und Entwicklung zuständigen Monier Technical Center. „Nach der automatisierten Qualitätskontrolle werden die Dachsteine verpackt und in unseren Werken gelagert, bis sie ihre Auslieferungsfestigkeit erreicht haben. Dieser Produktionsprozess mit vergleichsweise geringem Energieaufwand ist ein Grund für die gute Ökobilanz von Dachsteinen. Die Herstellung erfolgt zumeist lokal, so dass die Umweltbelastung durch den Transport ebenfalls gering ist.“
Intelligente Oberflächen
Eine besondere Rolle bei der Produktion in den Werken der Monier Gruppe spielt zudem beispielsweise die kontinuierliche Verbesserung der Dachsteinoberflächen. Bei rauen und porigen Oberflächen etwa können sich Schmutzpartikel festsetzen, Feuchte hält sich länger in Vertiefungen und begünstigt somit die Grünbildung. „Innovative Oberflächen mit porenverschließender Mikromörtelschicht sorgen beispielsweise dafür, dass die Rauigkeit deutlich reduziert wird. Staub und Pollen können sich weniger festsetzen und Nässe fließt oder trocknet schneller ab. Auf die Mikromörtelschicht wird zudem eine Oberflächenveredelung aufgebracht, die einen gleichmäßigen Schutz bietet“, erläutert Dr. Pohl.
Diese speziellen Oberflächenfunktionen, zu denen auch die von der Monier Gruppe entwickelte Auranox-Technologie zur Reduzierung von Stickoxiden in der Luft gehört, machen den Dachstein zu einem intelligenten Baustoff, dessen Qualitäten oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Das gilt auch für die in Deutschland neu eingeführte Protegon-Generation von Dachsteinen, deren Oberfläche mit reflektierenden Farbpigmenten ausgestattet ist und die bei Sonneneinstrahlung nahezu 20° C kühler bleiben als gleichfarbige Dachsteine mit Standardbeschichtungen. Diese geringere Wärme bewirkt ein besseres Raumklima an heißen Tagen, und einen niedrigeren Stromverbrauch für Klimaanlagen.
Die unterschiedlichen baurechtlichen Anforderungen in den Ländern, aber auch die regional sehr verschiedenen Vorstellungen eines ansprechenden Dachs sorgen wiederum dafür, dass Dachsteine oft von Land zu Land sehr unterschiedlich sind. Doch eines haben Sie gemeinsam – egal, ob in Berlin oder Mumbai: Regen, Sturm oder Sonnenhitze können ihnen wenig anhaben.
Zeichen mit Leerzeichen: 5.290











