(openPR) Für den internationalen Wettbewerb des Fassadenprojektionsfestivals Genius Loci Weimar haben sich fast 100 Künstler und Künstlergruppen aus Deutschland, Dänemark, Ukraine, Türkei, USA, Frankreich, China u. a. beworben. Die über 90 eingereichten Videoclips geben einen Eindruck, wie die Geister der Orte den Innenhof des Residenzschlosses, das Wittumspalais und das Hauptgebäude der Bauhaus Universität Weimar mittels Videoprojektionen auf den historischen Fassaden lebendig werden.
Die internationalen Künstler erzählen Weimars Geschichte, wie sie noch nie erzählt wurde. So wird zum Beispiel die Zeit der Freimaurer auf dem Wittumspalais lebendig, gehütete Geheimnisse dringen nach außen, während Anna Amalia alle zum Tanz bittet. Projektleiterin Anke von der Heide: „Wir sind sehr zufrieden mit der Bewerberzahl und der Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Die Arbeiten verlieren sich nicht in einer historischen Nacherzählung oder in klischeehaften Weimarmotiven, sondern die Wettbewerbsteilnehmer haben durchweg eine eigenständige Bildsprache entwickelt – frei nach dem Leitgedanken des „Genius Loci“, dem Geist des Ortes.“ Ab dem 10. Mai 2013 zeigt eine Wanderausstellung in den Schaufenstern der Weimarer Innenstadt und im Internet eine Vorauswahl der besten künstlerischen Einreichungen.
Die Jury setzt sich aus Experten für Fassadenprojektionen und den Besuchern der Ausstellung in Weimar und auf www.genius-loci-weimar.org zusammen.
Die Experten sind:
John Jaspers, Kurator Zentrum für internationale Lichtkunst Unna
Ercument Gorgul, Professor für Stadtplanung Tongji University Shanghai
Thorsten Bauer, Creative Director Urbanscreen
Prof. Bernd Rudolf, Dekan der Fakultät Architektur der Bauhaus Universität
Ingo Dietzel, Geschäftsführer Panirama
Hendrik Wendler, Geschäftsführer Fassadenprojektionssoftware MXWendler
Anke von der Heide, Dipl. Designer, Master of Architecture
Vom 10. Mai bis zum 25. Mai 2013 können die Juroren ihre Favoriten wählen. Abgestimmt werden, kann online auf www.genius-loci-weimar.org und ab 10. Mai an den verschiedensten Ausstellungsorten in der Weimarer Innenstadt direkt mit dem Mobiltelefon über einen QR-Code. Die Preisverleihung findet am 31. Mai 3013 im Russischen Hof im Beisein der Künstler, Jurymitglieder und des Projektteams statt.
Die drei Gewinnerprojekte werden mit einem Preisgeld von 45.000 Euro realisiert und im Rahmen des Festivals vom 9. bis zum 11. August 2013 in abendlichen Parcours durch die Weimarer Innenstadt präsentiert.
Mehr Informationen zum Wettbewerb und dem Abstimmungsverfahren unter: www.genius-loci-weimar.org
Das Festival:
Genius Loci Weimar ist ein jährlich stattfindendes Festival für ortspezifisch entwickelte audiovisuelle Kunst, insbesondere (interaktive) Fassaden-, Raum- und Objektprojektionen. Das Festival verbindet den historischen Geist Weimars und die zeitgenössischen Technik des Videomappings, eine Projektionstechnik, die die Projektionsfläche in die Bildgestaltung einbezieht und so unbewegten Objekten eine zusätzliche Dimension verleiht und optische Illusionen schafft.
Genius Loci Weimar bietet in einem international ausgeschriebenen Wettbewerb, einer Ausstellung, einem Symposium und dem Genius Loci Club eine Bestandsaufnahme aktueller Videomapping-Produktionen weltweit und lädt das Publikum zu prämierten Projektionsshows auf historischen Fassaden in der Weimarer Innenstadt ein. Das Festival entwickelt sich zu einem einzigartigen Treffpunkt der inter-/nationalen Videomappingszene sowie des interessierten (Fach-) Publikums aus Architektur, Medienkunst, Design, Performing Arts und Bildende Künste.
Zu den Höhepunkten von Genius Loci Weimar zählen am zweiten Augustwochenende die nächtlichen Parcours durch Weimar von einer Fassadenshow zur nächsten. Die Produktionen feiern Weltpremiere. Nach Einbruch der Dunkelheit erwecken Großbildprojektoren das Stadtschloss, das Hauptgebäude der Bauhaus Universität Weimar und das Wittumspalais zum Leben. Die allabendlichen Shows beschwören den Geist des Ortes stets aufs Neue herauf und verwandeln die statische Architektur in ein narratives Medium. Durch die millimetergenau an die Fassade angepassten Projektionen und die Verschmelzung mit audiovisuellen Elementen scheint das Gebäude selbst lebendig zu werden und seine Geschichte zu erzählen.











