(openPR) ein Projekt von Claudio Pieroni und Gruppo Radici in Zusammenarbeit mit der Jugenstrafanstalt Ferranti Aporti in Turin
Vernissage am 24. April, 19 Uhr
25.4. – 10.5.2013, Mo – Sa 12 – 20 Uhr
Koloss - Saal, Akademie der Bildenden Künste, München, Akademiestraße 2-4
Künstlergespräch am 25.04. um 19.30 Koloss – Saal
Teilnehmer: Prof. Dr. Johannes Kirschenmann, Gruppo Radici und die Studenten von der AdBK.
Das Projekt wird gemeinsam von der GEDOK München und der Akademie der Bildenden Künste in München präsentiert als klassenübergreifendes Projekt, Organisation Prof. Senta Connert.
http://www.gedok-muc.de
Kuratorin Emily Barsi
Das interdisziplinäre Projekt Black Box beruht auf einer didaktischen Idee von Prof. Claudio Pieroni und entsteht aus der Interaktion zwischen Künstlern von Gruppo Radici und jungen Häftlingen der Jugendstrafanstalt Ferrante Aporti in Turin in Zusammenarbeit mit der Accademia Albertina di Belle Arti di Torino.
Ziel des Projektes ist ein Kunstprojekt als Ergebnis einer direkten und aktiven Auseinandersetzung mit einer bestimmten Problematik zu gestalten. Die Interaktion und der Austausch zwischen den beiden Gruppen wird ermöglicht durch die Kunst und die Mittel und Methoden, die sie anbietet. Die Zusammenarbeit von Häftlingen und Künstlern führt für beide Seiten zu neuen Erfahrungen, die sich dank der Fusion der gemeinsamen Energien in ein facettenreiches Kunstprojekt verwandeln.
Bisher führte dies zu zwei experimentellen Kunst-Workshops, die im Oktober 2011 und April-Juni 2012 in der Jugendstrafanstalt Ferrante Aporti in Turin stattfanden. Das nächste Seminar ist für Mai 2013 geplant. Aus den Seminaren sind bisher Kunstvideos entstanden, die ein Bestandteil der Ausstellung sind.
Gruppo Radici ist eine Gruppe junger Künstler, einige von ihnen noch Studenten, die innerhalb der Schule für Malerei von Claudio Pieroni an der Akademie der Bildenden Künste in Turin entstanden ist. Die Gruppe arbeitet seit zweieinhalb Jahren an Projekten, die als umfassende/übergreifende Interventionen im sozialen Umfeld konzipiert wurden.
Aber was bedeutet es über “soziale Themen” zu arbeiten? Über “soziale Themen” zu arbeiten bedeutet nicht ein Werk zu schaffen, das sich vorzugsweise mit Problematiken aus dem sozialen Umfeld befasst, sondern es bedeutet vor allem wirklich in die Problematik einzutauchen. Was die Kunst betrifft, ist es sehr schwierig einen rein hypothetischen Gedankengang mit einer sozialen Fragestellung zu verbinden ohne sich in der Mittelmäßigkeit einer Arbeit zu verlieren, die nur sich selbst mit dieser Thematik erhöht. Für Professor Claudio Pieroni „Black Box ist eine Vorgehensweise, die es der Kunst ermöglicht, aufzuhören von außerhalb über Dinge zu sprechen, die sie nicht kennt und nicht kennen kann, und stattdessen eine Frage von Innen anzugehen, sich dabei ihrer Grenzen und ihrer Unerfahrenheit bewusst zu sein, auf einem Gebiet, das unbekannt aber gerade deswegen zu erforschen ist. “Claudio Pieroni, 2012












