(openPR) Ursula Puslfort Bilder abstrakt – konstruktiv
Linde Burkhardt Schutzgöttinnen
Eroeffnung der Ausstellung: Samstag, 27. April 18 - 01 Uhr
27. April bis 25. Mai 2013
issuu.com/artcenterbielefeld
Galerie David freut sich ihnen in einer gemeinsamen Ausstellung die Malerin Ursula Pulsfort und die Gestalterin und Keramikerin Linde Burkhardt vorstellen zu dürfen.
Beide Künstlerinnen, lange Jahre Professorinnen an der Fachhochschule für Grafik und Design in Bielefeld, haben im Besonderen auch nach ihrer Erimitierung ein umfangreiches künstlerisches Werk erarbeitet
Ursula Pulsfort, geboren 1935 in Paderborn zeigt einen spannenden Querschnitt Ihrer abstrakt – konstruktiven Bilder. Ein wichtiges Hilfsmittel für Pulsforts Malerei ist der Computer. So entstehen die Grundlagen Ihrer Bilder am Computer (Fotografien oder grafische Gestaltungen mit Hilfe eines besonderen Programms).
„…. Die Vorzüge computergestützten Entwerfens sind angesichts solcher Operationsmöglichkeiten unübersehbar. Eine minimale Verschiebung einer Bildfigur kann über das Gelingen eines Bildes entscheiden, nach einer geringen Farbmodulation schlägt das Bild vielleicht in eine andere Ausdrucksqualität um. Vom widrigen Widerstand der Welt befreit, der sich sonst durch Zeichenkarton, Tusche und Papiermesser manifestiert, der sich aber vor dem Computer auf den Federwiderstand der Schreibtastatur reduziert, lässt sich am Bildschirm mühelos eine Folge von Bildmetamorphosen organisieren und das experimentelle Durchprobieren kompositorischer Ideen auf bisher nicht bekannte Weise beschleunigen….…Die am Computer gewonnenen Bilder haben für Ursula Pulsfort den Wert von Skizzen, ihre Farbigkeit – festgehalten im Dia – Erinnerungscharakter. Mit deren Umarbeitung ins Gemälde beginnt der Prozess der eigentlichen künstlerischen Entscheidungen. So sehr ihre Gemälde die konstruktivistische Anonymität unterstreichen, so wenig die Faktur sich und damit eine Stellungnahme des Künstlersubjekts verrät – die Bilder benötigen die Erfahrungen der Malerin. In der Umsetzung auf Leinwand und mit Acryl-Farben wird der Computer-Entwurf überprüft und an die bildnerischen Gesetzt der Malerei angepasst. Schon das Gemäldeformat erlaubt in der Regel keine naive Proportionsvergrößerung der elektronischen Vorzeichnung….“
(Zitat: Manfred Strecker über Ursula Pulsfort, 1991)
Linde Burkhardt, geboren 1937 in Berlin zeigt Ihre Schutzgöttinnen - Skulpturen aus Keramik, Holz und über die Horst Wiegand sagt: „Die Keramiken der Magierin Linde Burkhardt stehen im Raum wie jene beneidenswerten Menschen, denen man manchmal in Gesellschaft begegnet: Sie brauchen niemals zu erklären, was sie hier tun, denn sie passen zu jeder Umgebung und werden überall sofort akzeptiert. Sie verfügen über eine Art natürliche Autorität. Sie wird nicht erworben, sondern ist von Anfang an da. Sie verschwindet nie, sie wird überall hin mitgenommen. Sie gehört zu Linde Burkhardts Keramiken so selbstverständlich dazu, ist so sehr Teil ihres Wesens, wie sie zur Persönlichkeit jener beneidenswert glücklichen Menschen gehört, deren Selbstbewusstsein überall akzeptiert wird. Linde Burkhards Keramiken sind wie selbstbewusste Personen. Unaufdringlich, aber kraftvoll stehen sie uns gegenüber. Wo sie sich befinden, scheint das Zentrum zu sein. Der Raum, mit dem sie sich Respekt schaffen, gehört zu ihnen dazu, sie haben ihn mitgebracht.“
Linde Burkhardt sagt: „Ob es ein göttliches Wesen gibt ist aus meiner Sicht nicht zu klären. Ich schließe es aber auch nicht aus, weil ich überzeugt bin, dass unser heutiges Wissen noch nicht ausreicht entsprechende Fragen zu beantworten, so wie das auch in anderen Lebensbereichen der Fall ist. Trotzdem: Schutzgöttinnen.
… Die religiösen und künstlerischen Überlieferungen aller alten Kulturen weisen eine Überfülle an göttlichen Wesen, Halbgöttern, Göttern, Schutzgöttern, Ortsgöttern auf. Sichtbar wird, dass sich in allen Weltgegenden Menschen immer Auswege gesucht haben: Angesichts erlebter eigener Schwächen, den vielfachen Verletzbarkeiten, aber auch zum Schutz wichtiger gesellschaftlicher Zusammenhänge oder Lebensbereiche war die Sehnsucht nach Zuwendung, Hilfe von Stärkeren, Klügeren, Mächtigeren, Vorausblickenden, Wohlwollenden, Strafenden groß. Menschen suchten in vielen Situationen nach Hilfe von Aussen und haben sich sehr spezifische „göttliche“ Ansprechpartner geschaffen. ….. Menschen schufen sich also vielerlei solcher Wesen zu denen sie intensive Beziehungen aufbauten von denen sie in vielfachen Nöten Hilfe erwarteten. Das fasziniert mich. Ich habe mich in vielen alten Kulturen nach deren Göttern umgesehen und für mich Erstaunliches entdeckt:
In Indien gibt es zum Beispiel die Göttin LAKSHMI, die neben anderen segensreichen Eigenschaften sich darum bemüht geistiges Wohlbefinden zu bescheren. Wer spricht bei uns schon von geistigem Wohlbefinden?
Ich habe nur ein paar wenige, dieser zum Teil auch heute in anderen Gesellschaften sehr gegenwärtigen, Schutzgöttinnen ausgewählt. Sie spiegeln hier zunächst meine eigenen Bedürfnisse wider. Weitere Schutzgottheiten sind bereits angedacht.“
im
ArtCenter-Bielefeld.de












