(openPR) Gerade nach einem so langen, kalten Winter wie diesem, ist für viele der Frühling die schönste Zeit des Jahres. „Nicht so für Allergiker“, weiß Christoph Daffner, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Lungenfacharzt und Allergologe, mit Praxisstandorten in Nürnberg und Fürth. „Während bei den meisten Menschen die typischen Erkältungskrankheiten gerade abklingen, fängt für sie die Zeit von Dauerschnupfen und Triefnase dann erst richtig an.“ Auch wenn in diesem Jahr der Frühling besonders lange auf sich warten lässt, so sind die ersten Pollen bereits jetzt unterwegs. Neben Hasel und Erle, fangen nun auch Birke und Buche langsam an zu blühen und Allergikern das Leben schwer zu machen.
Typische Symptome
Neben dem allergischen Asthma und der Neurodermitis ist Heuschnupfen mittlerweile die weltweit häufigste Allergieform. Besonders oft sind Kinder betroffen. „Allein in Deutschland leidet inzwischen jedes sechste Kind an Heuschnupfen“, so Christoph Daffner. Typische Symptome sind Niesattacken, eine laufende oder verstopfte Nase sowie brennende, tränende Augen. Nicht selten fühlen sich die betroffenen Kinder auch müde und schlapp und können sich schlecht konzentrieren. Klarheit verschafft ein Allergietest.
Behandlungsmöglichkeiten
„Gegen die akuten Beschwerden helfen sogenannte Antihistaminika“, erklärt Christoph Daffner. „Sie blockieren die Ausschüttung des körpereigenen Botenstoffes Histamin, der für die allergische Reaktion verantwortlich ist.“ Für Kinder gibt es die Antihistaminika je nach Alter als Saft, Tropfen oder Tabletten. Gegen rote, tränende Augen und eine laufende Nase gibt es zudem Nasen- und Augentropfen. „Allerdings unterdrücken die Medikamente die Symptome nur, heilen können sie den Heuschnupfen nicht“, so der Kinderarzt und Allergologe.
Um den Heuschnupfen langfristig zu lindern oder gar dauerhaft los zu werden, empfiehlt Christoph Daffner die sogenannte Hyposensibilisierung. Dabei wird dem Patienten über eine längere Zeit regelmäßig eine kleine Dosis des allergieauslösenden Stoffes gegeben. Ziel dabei ist, dass sich der kleine Körper ganz langsam an den jeweiligen Stoff gewöhnt und lernt, nicht mehr mit einer Allergie auf ihn zu reagieren. „Vor allem bei Kindern, die über viele Jahre von Heuschnupfen geplagt sind, ist die Hyposensibilisierung wichtig, da die Gefahr groß ist, dass sie mit der Zeit ansonsten auch noch Asthma entwickeln“, so der Experte.
Weitere Maßnahmen
„In der Sprechstunde fragen mich Eltern häufig, welche Maßnahmen sie darüber hinaus ergreifen können, um ihrem Kind die Heuschnupfenzeit so angenehm wie möglich zu gestalten“, erzählt Christoph Daffner. „Man kann den Pollen zwar leider nicht entkommen – es sei denn, man flieht in dieser Zeit an die See oder ins Hochgebirge“, so der Experte augenzwinkernd, „doch es gibt tatsächlich ein paar Dinge, die Eltern zusätzlich tun können. Beispielsweise sollten sie ihren Kindern abends vor dem Schlafengehen die Haare waschen und die getragene Kleidung aus dem Kinderzimmer entfernen. Auch ist es hilfreich, die Pollenflugzeiten im Auge zu behalten. Während auf dem Land der Pollenflug morgens besonders stark ist, fliegen sie in der Stadt vor allem abends. In dieser Zeit sollten sie aufs Lüften verzichten und auch das Spielen draußen entsprechend anpassen.“
Vorsicht vor Kreuzallergien
Häufig vertragen Kinder, die an Heuschnupfen erkrankt sind, auch bestimmte Lebensmittel nicht. „Im Falle von Allergien gegen Birken- oder Haselpollen, sind dies meist Äpfel, Birnen oder Nüsse“, so Christoph Daffner. „Man spricht dann von einer sogenannten Kreuzallergie. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Kinderarzt beraten, bei welchen Lebensmitteln Ihr Kind aufpassen sollte.“











