(openPR) Turin, den 08.04.2013 // Seit dem 01. März nun schon ist die Finanztransaktionssteuer (FTT) in Italien in Kraft und bald sollen auch die anderen EU-Länder folgen. In Deutschland liegt eine solche Steuer noch fern. Dennoch sind bereits viele Privatanleger beunruhigt, da sie nicht wissen, welche Kosten auf sie zukommen könnten. Der italienische Online-Broker Directa S.I.M.p.A. gibt heute als erster Finanzmarkt-Akteur seine Erfahrungsdaten bekannt.
Über 18 % Volumen-Rückgang und 43 % Mehrkosten pro Transaktion
Die italienische Variante der Anfang des Jahres von den EU-Finanzministern beschlossenen FTT besteuert zu 0,12 Prozent alle italienischen Assets, die Overnight gehandelt werden. Intraday-Geschäfte und ausländische Aktien werden nicht besteuert. Verglichen mit Januar und Februar sind diese zu besteuernden Trades im März von 8.529 am Tag auf 7.330 um 14 Prozent zurückgegangen. Das tägliche Ordervolumen ist sogar um insgesamt 18,6 Prozent gefallen (siehe Tabelle 1). Wenn man die Transaktionskosten vergleicht, so hat der Directa-Kunde im Januar und Februar pro Transaktion 3,22 Euro an Kommissionen bezahlt. Ab dem 1. März sind die Kosten auf 4,58 Euro gestiegen. Das sind Mehrkosten von über 43 Prozent (siehe Tabelle 2).
Weniger Steuereinnahmen als vom Staat erwartet
Directa macht als einer der größten Online-Broker Italiens rund 25 Prozent des Online-Trading-Marktes an der italienischen Börse aus, drei Prozent betreffen den zu besteuernden Overnight-Handel. „Täglich werden von unseren Kunden durchschnittlich 10.000 Euro an Steuern abgeführt“, erklärt Fabbri. „Wenn man das hochrechnet, kommt man bis Ende des Jahres auf rund 3 Millionen Euro. Bedenkt man aber, dass der italienische Staat sich aus den Einnahmen der Steuer rund eine Milliarde errechnet hat, frage ich mich, wo er die restlichen 997 Millionen hernehmen will.“








