(openPR) - Nachwuchsförderung statt Oberliga
- Identität statt finanzielle Anreize
Bei der Neuausrichtung der Fußballabteilung setzt der Sport Club Langenhagen e.V. zukünftig konsequent auf die Nachwuchsförderung und die regionale Identität. Für den Einsatz der knapp bemessenen finanziellen Mittel erhält die Förderung der 18 Jugendteams eine höhere Priorität als die Oberliga.
Die regionale Verwurzelung und die Verbundenheit mit dem Club soll zukünftig der Treiber für das Engagement sein, anstatt bezahlte Spieler ohne speziellen Bezug zum Verein. Auch wenn das in letzter Konsequenz die Verabschiedung aus der Oberliga bzw. Landesliga bedeutet, steht der Verein geschlossen hinter dieser Entscheidung.
Das erst seit knapp zwei Monaten im Amt befindliche Führungsteam der Fußballabteilung, Holger Kunze und Jugendleiter Frank Schultheiss, hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Es ist klar, dass sich viele Fans davon hart getroffen fühlen müssen. Doch nach der Bestandsaufnahme wurde deutlich, dass der Betrieb der gesamten Fußballabteilung mit einem Oberliga- oder Landesligateam mit dem vorhandenen Etat nicht seriös zu stemmen ist. „Die Gesamtkosten der Ober- oder Landesliga zu großen Teilen aus Mitgliedsbeiträgen zu finanzieren ist auf Dauer nicht zumutbar und erklärbar.“, so Holger Kunze, Vorstand Fußball beim SC Langenhagen. „So kann zudem auch nicht mit den sechsstelligen Etats anderer Vereine mitgehalten werden. Dafür sind Sponsoren notwendig, die kurzfristig leider nicht am Start sind.“
Die Entscheidung für den Fokus auf die Nachwuchsförderung ist auch deswegen gefallen, da hier die Spieler und Familien aktiv sind, die durch ihre regionale Verwurzelung und die Verbundenheit mit dem Verein das Rückgrat und die Zukunft der Fußballabteilung sind.
Fußballakademie: Perspektiven durch Kooperationen
Damit den ausgebildeten Spielerinnen und Spielern auch eine Perspektive über die A-Jugend hinaus geboten werden kann, sind Kooperationen mit den Nachwuchsleistungszentren der umliegenden Bundesligavereine geplant. Die Austragung von Bundesliga-Vergleichsturnieren, bei denen Teams der SCL-Fußballakademie auf Augenhöhe mitspielen, sind bereits jetzt erste Erfolge der neuen Strategie. Weitere Kooperation mit regionalen Vereinen, die im Erwachsenenbereich in höheren Klassen spielen, sind ebenfalls ein wichtiger Baustein für die Perspektiven der Spieler.
Vision und Herausforderungen
„Unsere Vision ist, ein optimales Umfeld für die persönliche, sportliche und fußballspezifische Entwicklung der Kinder zu schaffen,“ so Frank Schultheiss, Leiter der Nachwuchsförderung. „Die Herausforderung ist dabei, permanent an der Verbesserung der Prozesse zur Spielerentwicklung zu arbeiten und die besten Leute dafür zu gewinnen.“ Mit José Portoles, ehemals Leiter der Jugendakademie des Valencia CF und Dozent im Studiengang “Master in Strength & Conditioning in Football”, des spanischen Fußballverbandes (RFEF) an der Castilla La Mancha Universität, hat der SCL einen erfahrenen Berater im Boot. Jürgen Danielec, der neue Koordinator für den Bereich U14 bis U19, hat lanjährige Erfahrungen in verschiedenen Bundesligaleistungszentren, ist im Beirat des Lehrausschusses des NFV und hat 3 Jahre die A-Jugend von Hannover 96 trainiert.
So bleibt am Ende des Oberligafußballs die Chance für den Nachwuchs, um wieder nach oben aufzuschließen.









