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Sechs Braunbären aus katastrophaler Zirkushaltung spurlos verschwunden

27.03.201312:57 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: Sechs Braunbären aus katastrophaler Zirkushaltung spurlos verschwunden
In diesem Zirkuswagen leiden sechs Braunbären (C) VIER PFOTEN
In diesem Zirkuswagen leiden sechs Braunbären (C) VIER PFOTEN

(openPR) VIER PFOTEN bittet Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche

Brandenburg/Hamburg, 27. März 2013 – Sechs Braunbären, die unter katastrophalen Bedingungen gehalten und seit über vier Wochen in einem kleinen Zirkuswagen in Medewitz (Landkreis Potsdam-Mittelmark) abgestellt waren, sind verschwunden. Die Tiere, denen es in ihrer engen Behausung an allem mangelte, sind offenbar in der Nacht zum 26. März an einen unbekannten Ort verbracht worden. VIER PFOTEN hatte die Bären vor wenigen Tagen entdeckt. Die Tierschutzorganisation hat dem zuständigen Veterinäramt Potsdam-Mittelmark angeboten, erste Hilfe zu leisten und es bei der Suche nach einer bärengerechten Unterkunft für die Tiere zu unterstützen. Zu einem gemeinsamen Besuch bei den Bären kam es jedoch nicht mehr: Der Transportwagen samt Bären ist in einer Nacht-und-Nebel-Aktion untergetaucht. Die Veterinärbehörde sucht nun die verschwundenen Bären. Auch VIER PFOTEN bittet dringend um Mithilfe.



„Die für die Tierhaltung verantwortlichen Personen sind sich des Vorwurfs der Tierquälerei offenbar bewusst und wollen sich dem Zugriff der Behörden entziehen. Wir suchen nun dringend den roten, vermutlich geschlossenen Käfigwagen von circa 7,5 Metern Länge mit dem Kennzeichen MS-LC-90“, bittet Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN um Hinweise aus der Bevölkerung.
Eingepfercht in einen etwa 18 Quadratmeter engen Zirkuswagen ohne Außengehege standen die sechs Tiere bereits seit mindestens einem Monat im Winterquartier des Zirkus Aramannt. Aktuelle Videoaufnahmen, die VIER PFOTEN heute veröffentlicht hat, zeigen, dass die Bären dort kaum Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, Rückzugsräume oder eine angemessene Versorgung hatten. Im Zirkuswagen befanden sich Kot- und Futterreste, die Einstreu wirkte verdreckt. Die Haltung ignorierte geltende Mindestvorgaben völlig und verstieß aus Sicht von VIER PFOTEN klar gegen das Tierschutzgesetz.

Die Braunbären waren zwar im Winterquartier des Zirkus Aramannt untergestellt, sie sind jedoch Eigentum von Tierlehrer Henry S. Warum dieser die Tiere einfach in Medewitz abgestellt und in der Obhut von Personen gelassen hat, die offenbar im Umgang mit den Bären überfordert waren, bleibt unklar. Henry S. ist für Tierschützer kein unbeschriebenes Blatt: Schon 2003 wurde er wegen unzureichender Haltungsbedingungen von neun Braunbären im Winterquartier des Zirkus Proscho vom Hagener Amtsgericht zu 500 Euro Strafe verurteilt. Damals fehlte es den Bären an Freilauf, sie hatten kein Badebecken und nur ungenügendes Futter. Eine Genehmigung nach dem Tierschutzgesetz zur gewerblichen Haltung der Bären lag Henry S. nach Auskunft des Veterinäramtes bereits seit 2009 nicht mehr vor.

Besonders traurig ist die Situation vor dem Hintergrund, dass die Braunbären von Henry S. unter anderem in vielen Fernsehproduktionen mitgewirkt haben und wilde Bären spielten. Jetzt zeigt sich, dass ihr Alltag als dressiertes Wildtier hinter Zirkus- und Filmkulissen nichts mit der Filmidylle gemein hatte. Die Bären von Henry S. traten neben diversen Zirkus-Engagements auch bei „Der Bär“ (1988) von Jean Jaques Annaud, „Der Bär ist los“ (ORF/BR, 2008), „Eine bärenstarke Liebe“ (Sat.1, ebenfalls 2008) und „Die Bergwacht“ (ZDF, 2011) auf. Das Elend dieser sechs Bären macht erneut deutlich, dass in Deutschland ein konsequentes Wildtierverbot in Zirkussen überfällig ist.

Hinweise zum möglichen Standort des Käfigwagens bitte an: E-Mail

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Videomaterial von der katastrophalen Haltung der sechs Braunbären stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage honorarfrei zur Verfügung. Weitere Informationen und Fotos auf www.vier-pfoten.de.

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