(openPR) Zahlen überzeugen vor allem durch Objektivität: Nach Aussagen der meisten Experten wird der Strompreis erheblich steigen, bis 2020 wohl um 40 bis 50 Prozent, zumindest dann, wenn sich der Trend steigender Preise ungebremst fortsetzt. Auch das ist ein 'Fortschritt', wiewohl ein negativer. Viele Rechenzentren, die sich einer 'Ökologisierung' weiterhin verweigern, dürften dann schlicht schließen müssen. Schließlich sind die Margen in dieser Branche für die reine 'Rechen-Power' nicht gerade üppig. Nur ein 'grünes Rechenzentrum' weist einen raschen Weg aus der Misere.
Im Mai 2012 lag der Strompreis für Einzelverbraucher und Haushalte bei 25,7 Cent je kWh. Zwar bezahlen Kunden aus Industrie und Gewerbe nur etwa die Hälfte dieses Preises, trotzdem sind die resultierenden Kühlkosten gigantisch. Angenommen, eine Server-Farm müsste ihre Kunden mit 1.000 Watt an Rechenleistung in der Stunde versorgen, dann fielen für eine konventionelle (direktexpansive) Kühlung parallell - grob geschätzt - 600 kWh an Energiebedarf an. Bei einem Strompreis von nur 0,12 Euro je kWh entspräche dies dann einer Jahressumme von ungefähr 630.000 Euro im Jahr - nur für die Kühlleistung (0,12 Euro x 24 x 365 x 600). Ein Betrag, über den sich einzig und allein der Energieversorger freut ... und der bis 2020 noch auf eine satte Million Euro im Jahr steigen könnte.
Würden von dieser gigantischen Summe - für eine Sekundär-Energie, die zumeist anschließend ungenutzt in die Landschaft geblasen wird - mindestens die Hälfte, oft sogar zwei Drittel, sich mit Hilfe von Green-IT-Maßnahmen problemlos einsparen lassen, dann kann jeder Rechenzentrumsbetreiber, der den Dreisatz beherrscht, sich ausrechnen, wieviel Spielraum er für eine rasche Amortisation dank neuer IT-Energieeffizienz finanziell hat. Sinnvolle Investitionen, die in jedem Jahr 300.000 und mehr Euro bei ansonsten gleicher Leistung des Rechenzentrums sparen, rentieren sich gelegentlich schon innerhalb eines Geschäftsjahres.
Dieses Verfahren nennt sich übrigens angewandte GreenIT, das Resultat heißt Nachhaltigkeit im digitalen Bereich, das restrukturierte Rechenzentrum hieße dann 'Green Data Center', ein klangvoller Name, der auch die Kunden erfreut ...










