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"Den Urlaub überleben" (neues E-Buch)

26.03.201308:04 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: "Den Urlaub überleben" (neues E-Buch)
neues E-Buch ?Sicher und gut   Reisen ? 1001 Tipps für Weltreisende?
neues E-Buch ?Sicher und gut Reisen ? 1001 Tipps für Weltreisende?

(openPR) Nach dem erfolgreichen gedruckten Buch mit über tausend Reisetipps im Münchner Beck Verlag von 1763 (erste Auflage war in 7 Monaten vergriffen; auch die zweite Auflage ist jetzt nicht mehr im Handel) erschien jetzt der aktualisierte und erweiterte Text als E-Buch ´´Sicher und gut Reisen – 1001 Tipps für Weltreisende´´




Thema

Sie finden in dem E-Buch (fast) alle Tricks der internationalen Gangster, Rasierklingen-Schlitzer, Räuber, Taschendiebe in Flughafen, Zug, Hotel, auf der Straße, am Geldautomaten und Insider-Tipps zur Vermeidung. Was tun bei Entführungen, Hotelbränden, Katastrophen? Wie machen Sie Ihr Hotelzimmer einbruchssicher? Wie verhalten Sie sich in gefährlichen Situationen im Ausland, wenn korrupte oder falsche Amtsträger zudringlich werden? Wie finden Sie den sichersten Platz im Flugzeug, Bus, in der U-Bahn? Überlebens-Techniken für den Großstadt-Dschungel. Tipps für Gepäck und Souvenirs. Sichere Verstecke für die große Reisekasse? Schwarzmarkt-Tricks. Missverständnisse, Benimm, Probleme. Religionen und Gefahren durch Unkenntnis. Reisen für Frauen allein, für Senioren, für Behinderte, mit Kindern, mit Haustieren. Reisen mit eigenem und fremden Fahrzeug. Do-it-yourself-Ausbau eines Wohnmobils. Im Ausland leben. Car-Sharing. Auto-Stopp. Unterwegs zu Fuß. Erste Hilfe und Sanitätsmaßnahmen bis zur Notfall-Geburtshilfe. Auf all das und vieles mehr gibt dieser no-nonsense Ratgeber eine Antwort. Viel Wissen für die große weite Welt in einem einzigen Buch!

Media-Kritiken über das gedruckte Buch

Praxisbewährte und unterhaltsam präsentierte Tipps ... (Spiegel Spezial), Wirklich alles rund ums Reisen ... wärmstens zu empfehlen ... (Hessischer Rundfunk), Die Tipps sind unbezahlbar ... spannend wie Krimis ... (Radio Hundert, 6), Gut lesbar, amüsant, informativ, unterhaltsam ... (Süddeutscher Rundfunk), Packend und kompetent geschrieben ... (Südwest Presse), Das unentbehrliche Reisebuch ... (Funk Uhr), Locker und flockig geschrieben, viel Lesespaß ... (Dates), Zu jeder nur erdenklichen Situation Ratschläge und Tipps ... eine wertvolle Fundgrube an Informationen und Anregungen... (Amazon.de), Der ehemalige Bankjurist Müller hat ein unterhaltsames Buch geschrieben, nicht nur für Traveller, sondern auch für zaudernde Nichtreisende. Mit drastischen Fällen steht das Buch auch jenen Rede und Antwort, die stets mit sorgenvoller Miene fragen: “Ja, ist Reisen denn nicht gefährlich?” Keine Sorge, nach dieser Lektüre fragen die nicht mehr ... ´´ (Die Zeit)

Religionen

Ein besonders interessantes Kapitel beschreibt die großen Religionen und ihre Empfindlichkeiten. Wohl die meisten Missverständnisse unterwegs entstehen aus religiösen Verschiedenheiten, besonders in Ländern, deren Leben weitgehend von der Religion bestimmt wird. Ein Globetrotter-Alptraum: Ohne es zu wissen, haben Sie die religiösen Gefühle von Gastgebern oder Unbekannten verletzt und werden höflich – sagen wir mal – aus einer Einladung hinauskomplimentiert ... wenn Sie Glück haben. Es mögen auch Messerklingen blitzen. Daher sollten Sie sich einige Kenntnisse von den Religionen Ihres Reiseziels aneignen. Sie können Ihnen auch faszinierende Gespräche vermitteln.

Autor

Der Verfasser Dr. Klaus G. Müller war – in einer früheren Inkarnation – als Volljurist im internationalen Bankgeschäft in Düsseldorf, New York, Brüssel, Luxemburg und Rom tätig. Bei Geschäfts- und Urlaubsreisen verfiel er der "Droge Reisen". Daher durchstreift er seit langen Jahren die fünf Kontinente.
Weitere Bücher von ihm: "Hilfe, Hochwasser! Was tun?" im Droste Verlag, später E-Buch in der Bertelsmann Gruppe. Es erscheint demnächst als Gratisausgabe, ein Geschenk an Leidensgenossen. Und da er ein chinesisches Herz hat "Eine Prise China. Schnupftabakflaschen - Spiegel der chinesischen Seele", eine kulturgeschichtliche Plauderei über das Reich der Mitte in deutsch und englisch bei Böhlau Wien.
In Vorbereitung ist ein Geschäftsreise-
Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

Vorwort - Reisevorbereitung - Reiseplanung - Das liebe Geld - Diebe, Betrüger, Räuber - Sicherheit - Gesundheit - Gepäck - Abreise - Ankunft - Erreichbarkeit - Info unterwegs - Reisemöglichkeiten im fremden Land - Missverständnisse - Benimm - Probleme - Souvenirs, Souvenirs - Wege zum Himmelreich (Religionen) - organisiert Reisen - ökologisch Reisen - Reisen als Frau allein - Reisen für Best-ager der Generation 50 plus - Reisen Behinderter - Reisen mit Kindern - Reisen mit Haustieren - Im Ausland leben - Reisen mit eigenem Fahrzeug – Car-sharing - Mitfahr-Zentralen - Autostopp - Unterwegs zu Fuß - Nachwort - Anhang

Einige Medienkritiken zur Originalausgabe

Wirklich alles rund ums Reisen ... wärmstens zu empfehlen ... (Hessischer Rundfunk)
Die Tipps sind unbezahlbar ... spannend wie Krimis ... (Radio Hundert, 6)
Gut lesbar, amüsant, informativ, unterhaltsam ... (Süddeutscher Rundfunk)
Eine Fülle von Ratschlägen ... unterhaltsam und kompetent geschrieben ... (Südwest Presse)
Das unentbehrliche Reisebuch ... (Funk Uhr)
Praxisbewährte und unterhaltsam präsentierte Tipps ... (Spiegel Spezial)
Locker und flockig geschrieben, viel Lesespaß ... (Dates)
Der Autor hat die unglaublichsten Dinge erlebt ... Das Buch nennt Tricks, die sich noch nicht weltweit herumgesprochen haben ... (Westd. Allg. Zeitung)
Der ehemalige Bankjurist Müller hat ein unterhaltsames Buch geschrieben, nicht nur für Traveller, sondern auch für zaudernde Nichtreisende. Mit drastischen Fällen steht das Buch auch jenen Rede und Antwort, die stets mit sorgenvoller Miene fragen, "Ja, ist Reisen denn nicht gefährlich?" Keine Sorge, nach dieser Lektüre fragen die nicht mehr … (Die Zeit)

Keywords

Reisen, Tipps, Gesundheit, Gefahren, Sicherheit, Gangstertricks, Diebstahl, Betrug, Raub,
Religionen

Bestellung

an ebozon.de durch Banküberweisung, Bank-, Kreditkarte, Paypal zum Preis von 9.50 €: bit.ly/AeATSz. Dort auch weitere Leseprobe.
Demnächst erscheint auch das gedruckte Buch für ca. 32 €.
Englisches E-Buch: http://bit.ly/16g986G and http://bit.ly/UkzvVi.
Französisches gedrucktes Buch: Éditions Bachari, Paris.


Leseprobe

Gefährlicher Flughafen-Trick
Bei Ihrer Ankunft im Flughafen steht ein Mann mit einem Schild. Darauf steht Ihr Name und Ihr gebuchtes Hotel. Der Mann stellt sich als Fahrer des Hotels vor. Damit hatten Sie eigentlich nicht gerechnet. Aber mit Namen und Hotel wird es wohl seine Richtigkeit haben. Was Sie nicht wissen, ist, dass die Information telefonisch von einem Flughafenangestellten durchgegeben wurde, der Ihre Eintragungen auf Ihrer Einreisekarte sah. Nun kann der Ganove Sie auf sehr teuren Umwegen, mit einem Taxameter mit zwei- bis zehnfachem Tarif-Umlauf ins Hotel fahren oder Sie an eine stille Stelle bringen, wo ein paar Gangster mit einer schönen Messer-Sammlung warten. Auch eine Entführung droht. Rufen Sie besser zur Vorsicht im Hotel an, um sich zu vergewissern, ehe Sie einsteigen.

Flughafen-Trick II
Einige kriminelle Phantasie steckt auch hinter dem neuesten Flughafen-Trick: Sie legen Ihre Reisetasche, Koffer, Computertasche oder Handy, Portemonnaie, Kamera auf das Transportband der Durchleuchtungsanlage und wollen durch den Metalldetektor schreiten. Da drängelt sich ein Mann vor Sie, der allerlei metallenen Krimskrams in verschiedenen Taschen hat und daher mehrmals durch die Schranke gehen muss. Wenn er endlich fertig ist und Sie durchkommen, hat ein Komplize am anderen Ende des Tunnels längst Ihre Siebensachen vom Band genommen und ist in der Menge verschwunden. Versuchen Sie, Ihren "Vorgänger" festzuhalten. Der Komplize wird ihn wahrscheinlich mit Ihrem Gepäckstück freikaufen. Wenn Sie zu zweit reisen, kann einer vorausgehen und vorn die Ankunft des Gepäcks erwarten. Sonst stellen sie erst etwas auf das Band, wenn niemand vor Ihnen in einer Reihe ist, und protestieren Sie laut, wenn sich jemand vordrängt. Natürlich können Sie auf die gleiche Weise Ihr Gepäck verlieren, wenn Sie selbst ein paar Mal durch die Schranke müssen. Denken Sie daher rechtzeitig an alle Metallgegenstände auf Ihrem Körper und verlieren Sie keine Zeit.

Lebensgefahr?
Touristen wurde im Bus in der Nähe von Agra gesagt, zum Taj Mahal müssten sie hier aussteigen. Es war in der Mitte von Nirgendwo, von den Mitreisenden war keine Bestätigung zu erhalten. Sie hatten vermutlich Angst oder sprachen kein Englisch. Zum Glück hatten die erfahrenen Globetrotter die Route auf einer Landkarte verfolgt. Da sie eine dort eingezeichnete Eisenbahnlinie noch nicht überquert hatten, blieben sie zur Vorsicht sitzen. Wer weiß, wer draußen auf sie wartete?
Auch in Lateinamerika ist der Hinweis: "Letzte Station - Sie müssen hier aussteigen!" ein beliebter Trick. Um dem wartenden befreundeten Taxifahrer Kunden zu verschaffen oder für Schlimmeres. Gute Methoden reisen schnell in der Ganovenwelt, auch über Kontinente!

Gefahr im Hotel
Seien Sie auf der Hut vor dem "Gesundheits-Team", das im Hotel in Ärztemantel und Schwesterntracht vor Ihrer Zimmertür steht: "Ich bin Dr. Eisenbart, das ist Schwester Julia. Hier im Hotel ist eine Infektion aufgetreten. Nichts Beunruhigendes! Aber schlucken Sie doch zur Vorsicht diese Tablette. Am besten holen wir dafür ein Glas Wasser aus Ihrem Badezimmer." Hotelgäste, die ein solches Pärchen hereinließen, erwachten Stunden später aus tiefer Betäubung, ohne Brieftasche, Kreditkarten, Portemonnaie, goldene Uhr etc. Sie hatten Glück, dass ihnen nichts Schlimmeres passierte.

Diebstahl im Hotel
Sehr überzeugend ist im Hotel das "Zimmermädchen" in schwarz mit weißem Schürzchen. Es klopft diskret an: "Kann ich bitte das Zimmer machen?" Bekannte ließen es herein und zogen sich diskret auf den Balkon zurück, um nicht bei der Arbeit zu stören. Kamera und Schmuck weg! So ärgerlich Sie auch über einen Diebstahl sein mögen – seien Sie in der Islamischen Welt vorsichtig mit Beschuldigungen bestimmter verdächtiger Personen. In manchen Ländern wird einem Dieb auch heute noch die rechte Hand abgehackt.

Diebstahl bei Abfahrt
Eine klassische Situation ergibt sich immer wieder in kleinen Hotels. Jeder weiß, dass der Gast um 23 Uhr das Hotel verlässt und nach Hause abfliegt. Die Abschiedsfeier dauert bis 22.50 Uhr. Beim Aufladen des Gepäcks stellt sich heraus, dass Kamera, eine Reisetasche oder sonstige Wertgegenstände fehlen. Es ist zu spät, die 8 km entfernte Polizei herbeizuholen. Also riskieren die Diebe wenig. Klüger ist es, vorab zu verkünden: "Wir machen nur eine Rundreise und kommen in ein paar Tagen wieder."

Vorlage eines Rück- oder Weiterflugscheins
Vielfach wird – wie in Australien, Indonesien, im mittelamerikanischen Raum, besonders für einige Karibikinseln – die Vorlage eines Rück- oder Weiterflugscheins zur Visa-Erteilung oder bei der Einreise verlangt, dies gelegentlich sogar schon beim Einchecken für den Anflug (damit die Fluggesellschaft nicht riskiert, den Passagier umsonst wieder mit zurücknehmen zu müssen). Oft wird dabei ein Zug-, Bus- oder Fähre-Fahrschein ins Nachbarland oder auch der Nachweis ausreichender Zahlungsmittel für einen Flugschein akzeptiert (z. B. in Form einer Kreditkarte, von Reiseschecks oder einer MCO = Miscellaneous Charge Order = ein bei IATA-Agenturen eintauschbarer Gutschein ohne sonderliche sonstige Nützlichkeit. IATA bedeutet International Air Traffic Association. Sie ist ein Zusammenschluss von 230 Fluglinien, die gegenseitig meist die Flugscheine der angeschlossenen Gesellschaften anerkennen. Sie bestreiten 94% des internationalen Flugverkehrs.)
Wenn Vorlage eines Rückflugscheins verlangt wird, verkaufen gelegentlich Reisende ihren später. Da meist der Name des Passagiers auf dem Ticket beim Einchecken mit dem Pass verglichen wird, checkt gelegentlich der Verkäufer mit den Gepäck des Käufers ein und übergibt anschließend dann seine Bordkarte dem Käufer. Das ist natürlich unzulässig und wird mit ständiger Verbesserung der Kontrollen immer schwieriger. Versuchen Sie besser rechtzeitig eine offizielle Umschreibung.

Bus blockieren
In günstiger Verhandlungsposition sind Sie, wenn Sie einen Bus blockieren können. Ich hatte mit französischen Reisebekannten in Puerto Ayora auf den Galapagos-Inseln einen Ausflug zu einer Nachbarinsel per Boot gebucht. Ein Minibus holte uns von Hotel ab und brachte uns zum Hafen, wo leider kein Boot erschien. Also fuhr uns der Bus zum Hotel zurück. Dort bat man uns, auszusteigen und uns mit dem Reisebüro im gleichen Gebäude wegen der Erstattung auseinander zu setzen. Wir ahnten die Fortsetzung. Einer von uns ging hinein und schaute nach. Natürlich war das Büro nicht besetzt. Wir weigerten uns, auszusteigen, und bestanden auf eine Rückzahlung des Buchungsbetrages sofort im Bus. Erregtes Telefonieren. Der Chef von det Janze meldete sich nicht. Also fuhr man uns zu seiner Privatvilla. Wir stiegen immer noch nicht aus. Nun kam er heraus, versprach uns sofortige Erstattung im Reisebüro. Das war wundersamerweise plötzlich besetzt. "Bitte kommen Sie doch alle herein!" – "Nein, wir möchten unser Geld hier im Bus zurückgezahlt haben." Sieh da, das gelang mit ganz und gar unlateinischer Eile ohne mañana. Denn der Minibus wurde an anderer Stelle dringend benötigt.

Raubüberfall
Wenn Sie kaltblütig sagen: "Schon wieder? Ich bin gerade vor fünf Minuten schon ausgeraubt worden und habe alles Wertvolle verloren," kommen Sie vielleicht ganz ungeschoren davon. Oder Sie behaupten: "Nur meine eiserne Reserve von 20 $ haben sie nicht gefunden. Hier für Sie!". Dann suchen Sie möglichst sofort das Weite. Wenn sie dabei im Weglaufen laut um Hilfe rufen, vermeiden Sie damit wahrscheinlich weitere Angriffe. Ein Räuber, der seine Hauptbeute schon zu haben glaubt, wird selten hinter Ihnen herlaufen.

Weihnachtszeit - Diebstahlzeit
Ganz allgemein sind Sie in der vorweihnachtlichen Zeit besonders Diebstahl-gefährdet. Auch Kriminelle haben Kinder, denen Sie etwas unter den Christbaum legen wollen. Das gilt in vielen lateinischen Ländern auch für die Tage vor dem Fest der Heiligen Drei Könige, die dort die Geschenke bringen.

Uhrentrick
Apropos Kinder: In einem Land, das ich zu sehr liebe, um einen Schatten darauf fallen zu lassen, hingen sich drei bettelnde Kinder an meine Arme. Nun, ich mag Kinder und das störte mich nicht. Leider hat mir eine der Gören offenbar dabei die Armbanduhr vom Handgelenk gedreht. Zum Glück war es nur eine wertlose Reiseuhr. Auf Ihre Rolex sollten Sie besser aufpassen.

Falscher Detektiv
Anruf im Hotel: “Hier ist der Hausdetektiv. Wir haben hier im Hotel ein besonderes Schutzprogramm mit Zimmerüberwachung. Werden Sie in den nächsten Stunden das Hotel verlassen und ausgehen? Von wann bis wann etwa?“ Es ist nicht der Hausdetektiv. Es gibt kein Überwachungsprogramm. Ein Einbrecher will nur herausfinden, wann er ungestört arbeiten kann. Das mag er auch als Beamter des Polizeireviers in der Ferienwohnung oder zu Hause versuchen.

Falscher Detektiv II
Eine – übrigens bezaubernde – deutsche Studentin erzählte mir in La Paz ihre Geschichte. Als sie kurz vorher bei der Ankunft im Busbahnhof ihren Rucksack schultert, spricht sie ein anderer Reisender an. "Touristin? Ich auch. Woher? Ich bin aus Argentinien." Da steht plötzlich ein gutgekleideter Herr vor ihnen und zeigt einen Polizeiausweis. "Ich ermittle wegen Falschgelds. Was ist Ihre Nationalität?" – "Argentinier." – "Deutsche." – "Kann ich bitte Ihre Pässe sehen?" Der Argentinier überreicht sofort respektvoll seinen Pass. Die Deutsche folgt wohl oder übel. Die Pässe werden zunächst einmal eingesteckt. "Haben Sie US-Dollars bei sich?" – "Jawohl, Herr Kommissar, ich habe 600 $," antwortet der Argentinier. "Kann ich sie sehen?" – "Ja, natürlich." Der Polizist blättert sie durch und betrachtet sie einzeln. "Die sind möglicherweise gefälscht. Bringen Sie sie bitte morgen früh um 10 Uhr zur Untersuchung ins Polizeipräsidium, Zimmer 38. Ich werde dort sein. Inzwischen stecke ich sie zur Vermeidung eines Austausches in diesen amtlichen Briefumschlag, klebe ihn zu und unterschreibe ihn über der Verschlussklappe." Er tut das alles und übergibt dem Argentinier den Geldumschlag. "Öffnen Sie den Umschlag nicht vor der Untersuchung. Ihren Pass bekommen sie morgen zurück." – "Vielen Dank. Ich bin morgen um 10 Uhr im Präsidium." Der Polizist zur Deutschen: "Wie viel Dollar haben Sie bei sich?" – "320 $." – "Kann ich sie sehen?" – "Ja." Gleicher Dialog und Ablauf mit einem anderen Briefumschlag. Auf ihren Protest mit Tränen in den Augen erhält sie entgegenkommenderweise wenigstens ihren Pass zurück, den sie für die Hoteleinschreibung braucht. – Wir überlegen, wir diskutieren, sie öffnet auf meine Verantwortung den Briefumschlag. Es ist ein "Paquete Chileno", wie man das in Südamerika nennt, gefüllt mit Zeitungspapier. Die psychologische Beeinflussung durch den anderen, angeblichen Touristen war gut überlegt. Wie man den Umschlagaustausch bewerkstelligt, kann ihnen jeder Zauberkünstler zeigen, es sei denn, er ist Mitglied des Magischen Zirkels und darf seine Geheimnisse nicht an Uneingeweihte preisgeben.
Ein paar Wochen später fragte mich in Copacabana ein junger Mann nach dem Fremdenverkehrsamt. "Auch Ausländer? Woher? Ich bin aus Venezuela." Dann baute sich plötzlich ein großer Mann mit Schnurrbart vor uns auf und zeigte uns einen Ausweis: "Policia Federal, ich ermittle wegen Falschgelds. Kann ich Ihre Pässe sehen?" Ich klopfte ihm auf die Schulter, sagte: "Ich kenne den Trick, mein Freund," und ging weiter. Die beiden sahen mir etwas erstaunt nach. Leider sah ich keinen echten Polizisten in der Nähe. Moral: Reden Sie mit anderen Travellern! Man kann aus dem Erfahrungsaustausch viel lernen.

Unsichere Zimmer-Tresore
Zimmer-Tresore in Hotels für Geld, Reiseschecks, Pass, Schmuck, wertvolle Fotoausrüstung sind selten sicher. Abgesehen von Nachschlüsseln genügt oft schon ein kräftiger Schraubendreher, um die Tür aufzubrechen oder das ganze Schränkchen aus der Wand zu hebeln. Auch der größere und stabilere Typ mit elektronischen Schlössern lässt sich knacken. Wenn auf die Zahlentasten eine dünne Wachsschicht gesprüht ist oder ein staubiges Tuch darüber ausgeschüttelt wurde, kann ein Bösewicht erkennen, welche Nummern als Code benutzt wurden. Die Reihenfolge hat er dann schnell durchprobiert. Wischen Sie die ganze Tastatur mit einem Lappen ab oder berühren Sie bei der Nummerneingabe zur Vorsicht anschließend ein paar zusätzliche Tasten.

Gefährliche Zugreservierung
In Ländern wie Indien werden die Namen der Passagiere und ihre reservierten Plätze außen an den Schlafwagen angebracht. Diebe wissen dann gleich, wo sie reiche Beute finden und erwarten Sie schon im Zug. Seien Sie besonders auf der Hut! Versuchen Sie, unter einem einheimischen Namen zu reservieren.

Ausgenutzte Hilfsbereitschaft
Eine widerliche Methode haben neuerdings Taschendiebe erfunden, die an die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer appellieren. Vor Ihnen stolpert plötzlich ein Mann und fällt der Länge nach hin. Sie helfen ihm auf die Beine und merken erst später, dass Ihre Brieftasche fehlt. Vielleicht hat der Herr auch beim Fallen seine Papiere um sich herum auf der Straße verstreut. Während Sie beim Einsammeln helfen, ergreift ein Komplize Ihr Gepäck und läuft damit weg. Auch ein falscher "Blinder" mag Sie anstoßen und bestehlen, während Sie ihn in die richtige Richtung lenken.

Trickreiche Taschendiebe
Eine Frau ist in einer lauten Diskussion mit einem Händler. Er bezichtigt sie des Diebstahls. Sie zieht ihre Kleider aus, um ihre Unschuld zu beweisen. "Hier, sehen Sie, kein Diebesgut!" Jeder drängelt, um möglichst viel zu sehen. Dabei machen Komplizen die Runde, um in dem Gedränge Portemonnaies und Brieftaschen zu stehlen. Vielleicht machen auch zwei Frauen hintereinander Striptease, damit die Genossen mehr Zeit zum Arbeiten haben.

Schreckensnachricht
Ihr ganzes Gepäck kann jemand in Ruhe wegschleppen, wenn man Ihnen sagt, Ihre Frau sei in der Toilette oder sonst wo in Ohnmacht gefallen, werde von Verbrechern belästigt oder habe einen Unfall gehabt, und Sie in Panik weg stürzen. Bitten Sie jemand, ein paar Minuten auf Ihre Siebensachen aufzupassen, am besten einen Uniformierten.

Anruf bei Großeltern
Leute, deren Vornamen im Telefonbuch in der Mode der Mitte des vorigen Jahrhunderts auf ein höheres Alter deutet (wie Martha, Mathilde, Lina, Ludwig, Theodor), werden schon mal angerufen: "Guten Tag, liebe Oma! Weißt Du, wer hier spricht?" - "Markus?" - "Ja. Ich bin's. Du, ich bin unterwegs und muss eine hohe Polizeistrafe bezahlen. Kannst Du mir helfen? Sag aber bitte nichts den Eltern, sonst bekomme ich Strafe." Und das Unheil mag seinen Lauf nehmen. Wenn die Oma aber sagt: "Nein, ich weiß nicht, wer spricht." - "Dein Enkel!" - "Welcher von meinen Enkeln?" – dann wird sie bald einen Klick in der Leitung hören. Sagen Sie das bitte Ihren Großeltern!

Raffinierter Trick
Ein hässlicher Trick, der Ihre Lieben zu Hause in Panik stürzt, wurde in Mittelamerika erfunden: In einer angeblichen Befragungs-Aktion von Regierung, Universität, einer Fluglinie, eines Reiseverlages oder was auch immer werden Touristen über ihre Reise, über ihren Eindruck von Land und Leuten, ihre Zufriedenheit mit Dienstleistungen etc. und schließlich nach ihrem Namen und ihrer Adresse und Telefonnummer in der Heimat gefragt (damit sie vom Gewinn bei einer Verlosung verständigt werden können). Dann wird zu Hause bei der Familie angerufen und mitgeteilt, dass Sie einen Unfall erlitten haben, entführt wurden oder wegen Drogenbesitzes verhaftet wurden. Der Anrufer, angeblich Rechtsanwalt, Beamter eines Ministeriums, Polizist, Hotelier oder Mitarbeiter einer Tourismusbehörde, fordert telegrafische Überweisung einer hohen Geldsumme über Western Union (die keinen Ausweis bei der Auszahlung verlangt), damit Ihnen schnell geholfen werden kann. Denken Sie einmal darüber nach, ob derlei vielleicht auch mit Ihren Eintragungen auf Hotel-Meldezetteln, unvorsichtig weggeworfenen Bank-, Kreditkarten- oder Versicherungsauszügen und Briefen, zu großer Offenherzigkeit im Internet + der Auslands-Telefonauskunft des Reiselandes oder Internets bewerkstelligt werden kann.
In besonders raffinierten Fällen wurde vorher das Handy des Reisenden angeblich von der Telefongesellschaft angerufen: "Wir haben eine technische Panne. Schalten Sie bitte während der Reparatur Ihr Gerät für ein paar Stunden ab, damit kein Schaden daran entsteht." Dadurch konnte der Wahrheitsgehalt nicht durch einen Kontrollanruf von zu Hause festgestellt werden.
Besprechen Sie vor der Abfahrt zu Hause, dass vor einer Überweisung stets ein telefonischer Kontakt zu Ihnen, Freunden am Platz, Ihrem Konsulat, notfalls einem Fremdenverkehrsamt oder einem renommierten Hotel versucht wird und vereinbaren Sie in jedem Fall die Benutzung des oben erwähnten Codeworts.
Begriffen? Na gut, dann eben nicht ... schrieb Jostein Gaarder.

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