(openPR) Deutsche Großstädte verbessern sich deutlich, verschenken aber weiterhin Chancen.
Die Initiative eParticipation stellt ab 2.12.05 ihre zweite Studie "Bürgerbeteiligung im Internet" vor. Spitzenreiter aller Städte über 100.000 Einwohnern ist wie im Jahr zuvor Berlin, gefolgt von Essen, München, Augsburg, Frankfurt am Main und Hamburg. Wesentlich aufgeholt haben die Städte Freiburg und München. Das Schlusslicht bilden dieses Jahr Bergisch-Gladbach und Gera.
Die Studie untersucht, welche Formen der internetgestützten Bürgerbeteiligung die Kommunen über ihr Stadtportal anbieten. Punkten können die Städte, wenn sie umfangreiche, klare politische Informationen vermitteln und ihre Bürger zur inhaltlichen Diskussion z.B. in Foren oder Chats einladen. Wichtiges Kriterium dabei ist, ob die Beteiligungsverfahren übersichtlich erklärt werden und der Einfluss auf den Entscheidungsprozess deutlich wird.
Die Ergebnisse zeigen: Die Möglichkeiten für Bürger sich im Internet über Stadtpolitik zu informieren, mit Entscheidungsträgern in Dialog zu treten und an Entscheidungen teilzunehmen, sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser geworden. Dies ist ein Indiz, dass sich in den Kommunen ein neuer, bürgernaher Politikstil entwickelt.
Gleichzeitig verdeutlichen die sehr guten Projekte einzelner Kommunen, dass die breite Masse der Städte noch weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Sie verschenken Chancen, wenn es darum geht wichtige
politische Themen transparent aufzubereiten und den Rat der Bürger für Entscheidungen einzuholen.
Die Studie wurde im Auftrag der "Initiative eParticipation" erstellt und von folgenden Mitgliedern der Initiative finanziell unterstützt: TuTech Innovation (Hamburg), binary objects (Berlin), Ingenieurgesellschaft entera (Hannover), Fraunhofer E-Government-Zentrum und Fraunhofer Institut AIS (Sankt Augustin), politik-digital.de (Berlin), wegewerk (Berlin) und Zebralog (Berlin).
Die Initiative e-Participation will Politik und Verwaltung ermutigen, weitreichende Entscheidungen durch internetgestützte Partizipationsverfahren zu begleiten. Die Initiative ist überzeugt, dass Methodik, Technik und gesellschaftliche Nachfrage vorhanden sind - oft fehlt nur noch die Überzeugung innerhalb der Politik, dass diese Werkzeuge gewinnbringend angewandt werden können.
Die Studie kann unter http://www.Initiative-eParticipation.de kostenlos
heruntergeladen werden.
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