(openPR) Ludger Vollmer wird als neuer Musikalischer Botschafter die Ziele und Beweggründe des internationalen Netzwerks unterstützen. Hierzu wird ihm am 15. April 2013 bei einem Treffen an der Oper Karlsruhe vom 2. Vorstand des Vereins, Martina Mackamul, die Urkunde als Botschafter überreicht werden.
Seine künstlerische Ausbildung als Musiker (Violine, Viola) und Diplompädagoge für Improvisation kombiniert er auf frappierende Art: Als einer der produktivsten und bekanntesten zeitgenössischen Komponisten verbindet er derzeit vorzugsweise Hochkultur und Jugendkultur in dem Spezialgebiet Jugendoper, indem er etwa Lola rennt von Tom Tykwer oder Gegen die Wand von Fatih Akin vertont und auf die Opernbühne bringt.
Für Ludger Vollmer ist die Musik eine nonverbale Sprache, die er intensiv und emotional mit dem Publikum kommuniziert. Die kompositorischen Arbeitsfelder Ludger Vollmers sind thematisch äußerst vielfältig. So schuf er Werke aller Genres, von der Großen Oper bis zur solistischen Kammermusik, von Tanztheater bis Schauspielmusik, Chormusik und Sinfonisches Blasorchester sowie elektroakustische Arbeiten für Film und CD-Rom. Angesprochen auf die Bedeutung der Musik in seinem Leben, stellt Ludger Vollmer fest: „Ich selber wäre todunglücklich ohne die Musik; ein Leben ohne Musik wäre unvorstellbar und die Hölle für mich.“
Das Singen hat in seinem Leben früh eine große Rolle gespielt und die familiären Bindungen untereinander begleitet und gestärkt. In seiner Funktion als Botschafter des Netzwerks kann er dazu beitragen, gesundheitsfördernde Singangebote für kranke Menschen aufzubauen. Ludger Vollmer:
„Singen ist für mich der stärkste und zugleich sublimierteste Ausdruck von Emotionalität, von Kommunikation in Emotionalität. Wenn ich mit Freunden und meiner Familie singen kann, bin ich sehr glücklich. Zugleich glaube ich, daß es kaum einen authentischeren und genaueren Ausdruck für menschliche Emotionalität als den Gesang gibt. Gesang, der immer nicht nur Text, sondern zugleich die Interpretation des Textes enthält, transportiert auch ganz stark körpersprachliche Signale, die durch andere Medien überhaupt nicht oder nur schwach fließen können. Die emotionale Botschaft an die Mitwelt potenziert sich somit. - Sicher wird das einer der Gründe sein, die die Wahl meines Kommunikationsmittels als Künstler auf die Oper fallen ließen.“
Ludger Vollmer hat selbst erlebt, wie heilsam in Krisen- und Grenzsituationen der gemeinsame Gesang sein kann: „Eines der wichtigsten Bilder meiner Jugend hatte sich mir am Sterbebett meiner Großmutter eingeprägt: Der Großvater, selber todkrank, holte eine Gitarre hervor- ich wußte bis dahin gar nicht, dass er Gitarre spielen konnte- und sang mit ihr, an ihrem Bett, die Lieder ihrer Jugendzeit, Liebes- und Wanderlieder. Das hatte einen Frieden, ein Glück, eine Liebe und vor Allem eine Würde, die ich nie vergessen werde.
Auch meinen Vater haben wir vor einem Jahr im Kreis unserer Familie mit auf diese Weise hinübergeleiten können, und ich glaube, dass er auf seinem letzten Weg glücklich war, dass wir so bei ihm sein konnten. Wir waren es auch.“












