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Higgs hatte Recht

25.03.201307:44 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Higgs hatte Recht
Gefunden: Das Higgs Boson
Gefunden: Das Higgs Boson

(openPR) CERN bestätigt Fund des Higgs Bosons

CERN bestätigt Fund des Higgs Bosons

Beinahe 40 Jahre nachdem der englische Physiker Peter Higgs die Existenz eines Elementarteilchens vorhergesagt hatte, das als "Higgs Boson" seinen Namen trägt, scheinen Higgs' Voraussagen experimentell bestätigt. In der zurückhaltenden Sprache, die am CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire = Europäische Kernforschungs-Organisation) dankenswerter Weise gepflegt wird, klang das - nach der ursprünglichen, noch vorsichtigeren Fundmeldung 2012 - nun so: "... [die Forschungsgruppen] finden, dass das neue Teilchen mehr und mehr nach einem Higgs Boson aussieht, dem Teilchen, das mit dem Mechanismus verknüpft ist, der Elementarteilchen ihre Masse verleiht.“



Das Higgs Boson und das Higgs-Feld existieren

Sie hätten auch sagen können: Nichts von dem, was wir sind und sehen, ist ohne das mit dem Higgs Boson verknüpften Mechanismus (dem sog. Higgs-Feld) erklärbar. Denn das Standardmodell der Teilchenphysik besaß bis zu den Theorien von Peter Higgs den bedauernswerten Nachteil, dass gemäß seiner Voraussagen keines der Elementarteilchen Masse hätte besitzen dürfen. Was wiederum die Welt um uns herum - streng naturwissenschaftlich betrachtet - etwa auf das Wahrheitsniveau einer Halluzination stellte. Nicht, dass die Kernphysik nun die sichtbare Welt komplett erklärt hätte. So ist etwa die uns vertrauteste der vier physikalischen Grundkräfte, die Gravitation, (noch) nicht Teil des Modells und von den unsichtbaren Teilen des Universums wollen wir an dieser Stelle einmal ganz schweigen.

Die Nachricht des Jahrhunderts

Trotzdem ist die experimentelle Bestätigung, dass Peter Higgs mit seinen Voraussagen richtig lag, nichts weniger als die Nachricht des Jahres, wenn nicht des Jahrzehnts oder des noch jungen Jahrhunderts. Würde man Nachrichten nach ihrer "tatsächlichen Bedeutung für die menschliche Existenz im Ganzen" (ohne "" trauen wir uns das nicht zu schreiben, zugegeben) bewerten. Wir erinnern uns noch gut, wie wir in grauer Vorzeit an Joachim Bublaths Lippen hingen, wenn er in "Abenteuer Forschung" von der "Weltformel" erzählte (nichts anderes als eben dieses kernphysikalische Standardmodell). Dabei wurde uns die Jagd nach diesem besonders flüchtigen, beinahe phantomhaften Higgs-Teilchen immer als der nächste große Schritt dargestellt, als eine Entdeckung aus der Einstein-Planck-Darwin-Liga.

Der Horizont bleibt der gleiche

Und nun? Da haben wir alle, Sie und ich mit dem Teilchenbeschleuniger am CERN mal ein Projekt finanziert, das tatsächlich epochale, ja existentielle Ergebnisse liefert und nicht nur gegen Zeitgewinn Geld verbrennt, wie Rettungspakete oder öffentliche Großbaustellen, und kein Schwein interessiert es. Soll man sich darüber aufregen? Soll man fordern, dass der Entdeckung des Higgs Bosons die gleiche Aufmerksamkeit zuteilwird, wie der Papstwahl oder der Posse um die europäische Bananenrepublik alias Zypern? Nein, soll man nicht. Alles Schwadronieren über Horizontveränderungen und "in-die Perspektive-rücken", die "bedeutende" Ereignisse bewirken könnten, ist Unsinn. Oder haben Sie nach der letzten Dürrekatastrophe in Ostafrika den Außenminister sagen hören, man wolle den Hunger in der Welt jetzt doch mal angehen? Sehen Sie. Und bei der Entdeckung des Higgs Bosons waren nicht einmal Kinder oder Hundebabies beteiligt.

Andreas Kellner

http://www.zeit-und-wahrheit.de/higgs-hatte-recht-52211/
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