(openPR) Verbände rufen zum Aktionstag Biogas am 19. März 2013 in Berlin auf
Berlin, den 18.03.2013. Unter dem Motto „Unterm Strich am günstigsten: Erneuerbare Energien“ rufen die Verbände der Erneuerbaren-Energien-Branche zu einer Protestaktion am morgigen Dienstag in Berlin auf. Die Demonstration beginnt um 12.00 Uhr am Potsdamer Platz und wird neben einem Protestzug auch eine Kundgebung vor dem Bundesumweltministerium beinhalten.
Motiviert ist die Aktion durch die jüngsten Pläne der Bundesregierung und die aktuelle Debatte um die so genannte Strompreisbremse. „Diese Pläne sind unvernünftig und kurzsichtig“, erklärt Reinhard Schultz, Geschäftsführer des Biogasrat+ e.V. „Wer nicht nur an die bevorstehende Bundestagswahl, sondern an die kommenden 20-50 Jahre denkt wird schnell einsehen, dass an Erneuerbaren langfristig kein Weg vorbei führt“, so Schultz weiter. „Statt aber den Weg in eine saubere Zukunft freizumachen, wird die so genannte Strompreisbremse den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung vollständig zum Erliegen bringen.“ Letztlich seien sogar bestehende Anlagen gefährdet, zeigt sich Schultz besorgt. „Viele, die noch vor kurzem investiert haben, könnten schon bald vor dem wirtschaftlichen Abgrund stehen – Energiewende geht anders!“ Vertrauensschutz und Investitionssicherheit seien als die tragenden Säulen einer jeden langfristigen gesellschaftlichen Entwicklung unverzichtbar. „Gerade bei Großprojekten wie der Energiewende brauchen Unternehmen und Investoren Sicherheit. Das muss auch die Politik einsehen – deshalb gehen wir auf die Straße.“
Dabei verspiele die Bundesregierung durch Ihr Vorgehen gleich eine ganze Reihe von Chancen. „Dezentrale und nachhaltige Erzeugung ist nicht nur gut für die Umwelt, sie macht uns auch unabhängig von immer teurer werdenden Importen“, erklärt Schultz. Mit einer wirklichen Energiewende und einem klaren Bekenntnis zu Erneuerbaren könnten erstmals die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, um eine eigenständige und klimafreundliche Versorgung in allen Bereichen – Strom, Wärme und Kraftstoff – zu realisieren. Als Vorreiter habe sich Deutschland außerdem mit innovativen Technologien und kosteneffizienten Lösungen längst einen festen Platz als Technologieführer erkämpft. „Diese Position jetzt leichtfertig aufzugeben, wäre für Deutschland auch als Wirtschaftsstandort fatal, denn wir gefährden auf lange Sicht unsere Konkurrenzfähigkeit“, so Schultz.
Generell sei bislang der ganzen Debatte um die Weiterentwicklung der Energiewende wenig Konstruktives zu entnehmen. „Intelligente und kostengünstige Lösungen, wie sie mit Biogas und Biomethan möglich sind, werden seitens der Politik völlig unberücksichtigt gelassen“, kritisiert Schultz. „Das erklärte Ziel war von vornherein eine Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, die nicht auf Subventionen angewiesen ist. Dabei sind wir auf dem besten Weg. Intelligente Systemlösungen, neue Technologien und bahnbrechende Innovationen führen dazu, dass die Kostendifferenz zwischen Erneuerbaren und fossilen immer kleiner wird. Statt nervös auf die Bremse zu steigen und alles wieder auf Anfang zu stellen, sollten wir uns gemeinsam darüber Gedanken machen, wie wir den faszinierenden Entwicklungsprozess der unter dem Stichwort ‚Energiewende’ ins Rollen gekommen ist, richtig in Schwung bringen – für eine nachhaltige und ressourcenschonende Zukunft.“









