(openPR) Die Green IT hat seit jeher zwei Zweige: 'Green in IT' und 'Green through IT'. Der Fokus liegt in der Regel auf der Optimierung von Rechenzentren und von Server-Farmen. Die Nachhaltigkeitseffekte, die sich mit Hilfe optimierter Digitaltechnik rings um die Rechenanlagen herum erzielen lassen, geraten demgegenüber manchmal aus dem Blick.
So hat bspw. die Universität von Kantabrien die mondäne nordspanische Kurstadt Santander mit Hilfe von 20.000 Sensoren in eine 'Smart City' verwandelt. Ob Verkehrsaufkommen, Umweltbelastung, Parkraum oder Lärmentwicklung - diese vernetzten Meldepunkte erfassen alle Daten und fügen sie im Rechenzentrum zu einem virtuellen Bild der Stadt zusammen. In Echtzeit. Mit durchaus ökonomischer Wirkung: So erfasst diese 'Smart City' nachts beispielsweise, wo noch Menschen unterwegs sind. Ist alles menschenleer, dann dimmt sie bspw. selbsttätig die Straßenbeleuchtung herab, was der Kommune viel Geld erspart.
Aber auch die Pläne zu einer 'City-Maut', die regelmäßig immer wieder aus irgendeinem Nachrichtenloch emporsteigen, zumeist von interessierten Verkehrsbehörden lanciert, die sind ohne 'Green through IT' überhaupt nicht denkbar. Eine solche Maut ist dabei weit mehr als bloß eine 'Abzocke': In London ging das innerstädtische Verkehrsaufkommen um 20 Prozent zurück, die Zahl der Staus nahm um ein Drittel ab, die Schadstoffbelastung für die Bevölkerung sank und - last not least - werden dann eben auch die kommunalen Etats erheblich entlastet.
In Zeiten, wo deutsche Städte und Gemeinden nicht mehr wissen, mit welchen Mitteln sie Schlaglöcher stopfen und Frostschäden beseitigen sollen, ist auch dies ein wirksames Argument. Hierzu - und für viele andere Zwecke - müsste aber mehr GreenIT zum Einsatz kommen, an den Stadtgrenzen mit Mauterfassungssystemen, und in den Fahrzeugen mit Identifizierungs-Sendern, was eine Zurechnung erst möglich machen würde.










