(openPR) Spendenaktion erfolgreich: Fahrdorfer Wehr erhält Eisrettungsgerät.
Die Freiwillige Feuerwehr Fahrdorf (FF Fahrdorf) übernahm am 18. März 2013 ein neues Eisrettungsgerät. Der Eisretter Typ ERS1 ermöglicht schnelle Hilfe bei gleichzeitig höhe-rer Sicherheit für die eingesetzten Kräfte. Das rund 2.700 Euro teure Gerät wurde zum 100 Prozent aus Spendengeldern beschafft. Fahrdorfer Unternehmer, die Rotary Clubs Schleswig-Gottorf und Schleswig sowie die Eissegler der Region Nord trugen wesentlich zur Anschaffung des Rettungsgeräts bei. Das Gerät wird bei der FF Fahrdorf stationiert und steht so dem gesamten Amt Haddeby und angrenzenden Gemeinden zur Verfügung. Das Amt Haddeby gibt zeitgleich Mittel zur Beschaffung von ergänzendem Gerät zur Eis-rettung frei.
Mit dem Eisretter Typ ERS 1 erhält die Freiwillige Feuerwehr Fahrdorf ein Gerät zur schnellen und sicheren Rettung von Personen, die im Eis eingebrochen sind. Der Retter kann sich mit dem Eisschlitten – der einer überdimensionalen Luftmatratze ähnelt – sowohl über Eis als auch über freies Wasser bewegen. Eine spezielle Schürze zwischen den gabelförmigen Auslegern an der Vorderseite dient dem Schutz der zu bergenden Person beim Ziehen über die Kante der Einbruchstelle. Der ERS 1 ist mit rund zehn Kilogramm ein Leichtgewicht unter den Eisrettern. Zudem ist er in seiner Transporttasche sehr klein. Das Geheimnis: Der Eisretter wird vor Ort in wenigen Sekunden mit Pressluft aufgeblasen. So lässt sich das Gerät auch über längere un-wegsame Strecken zum Unglücksort tragen und dennoch schnell einsatzbereit machen. Es gibt zudem doppelten Grund zur Freude: Ausgelöst durch die Spendenaktion und die Beschaffung des ERS1 hat das Amt Haddeby Haushaltsmittel zum Kauf eines umfangreichen ergänzenden Rettungspaketes bewilligt. Zusätzlich zum Eisretter werden in der nächsten Saison Schwimm-leinen, weiteres Sicherheitsequipment und zwei neue Überlebensanzüge bereit stehen.
„Das Gerät macht uns schneller und unsere Arbeit viel sicherer. Wir können zukünftig die Zeit besser nutzen, bis Hubschrauber, schweres Eisrettungsgerät und Taucher an der Einsatzstelle sind“, freut sich Wehrführer Erwin Strahl. Der ERS1 wird während der Wintermonate auf ein Einsatzfahrzeug verladen und zusammen mit dem Boot der FF Fahrdorf ausrücken. „Der Eisret-ter steht im Notfall dem gesamten Amt Haddeby zur Verfügung. Wenn man überlegt, wie viele kleine und große Wasserflächen es bei uns gibt, dann ist so ein Gerät wirklich Gold wert“, kom-mentiert Amtswehrführer Malte Simonsen.
Die Spendenaktion, die zur Anschaffung des Eisretters führte, wurde durch den Unfall mehrerer Eissegler am 15. Dezember 2012 auf der Schlei ausgelöst. Die eingesetzten Feuerwehren mussten querfeldein zu Fuß eine lange Strecke bis zur Einbruchstelle überwinden. Zudem war das Eis sehr dünn und die Helfer selbst großer Gefahr ausgesetzt.
Ein Fahrdorfer Unternehmer, der selber Mitglieder der FF Fahrdorf ist, sprach daraufhin eine Vielzahl potentieller Spender an, um die rund 2.700 Euro für einen ERS1 einzuwerben. Schnell gelang es, den Verein Unternehmer pro Fahrdorf e.V. sowie weitere Unternehmer für die Idee zu gewinnen und so rund 800 Euro an Spenden einzusammeln. „Sicherheit ist ein Standortfaktor. Und dazu zählt auch die Sicherheit von unseren Mitarbeitern und deren Familien. Wir freuen uns, dass wir unserer Feuerwehr so helfen können, ihre wichtige Aufgabe noch besser wahrzu-nehmen“, erklärt Kai Haupthoff, Vorsitzender des Vereins.
Der Verein der Eissegler Region Nord sowie weitere einzelne Eissegler aus der Schleiregion steuerten einen ähnlich hohen Betrag bei. „Wir wissen nicht welcher Hund die Verunglückten geritten hat. Unsere Sicherheitsbestimmungen sind ganz klar: Alle organisierten Eissegler müs-sen mit Sicherheitsausrüstung segeln und das nur auf gründlich geprüften Flächen. Dafür haben wir sogar Eisscouts. Gern stelle ich bei der nächsten Eisrettungs-Ausbildung der FF Fahrdorf mein Wissen zur Beurteilung von Eisflächen zur Verfügung“, sagt Henning Schillert, Eissegler und Eisscout.
Dritter großer Spender sind die Rotary Clubs Schleswig und Schleswig Gottorf, die zusammen 900 Euro dazu gaben. „Die Sicherheit der Retter lag uns besonders am Herzen. Und die schnel-lere Hilfe für die Verunglückten. Insbesondere für das innere Schleibecken liegt die Feuerwehr Fahrdorf sehr zentral“, erklärt Kai Haupthoff, in seiner Funktion als Präsident des Rotary Clubs Schleswig Gottorf.
Darüber hinaus gab es eine Vielzahl kleinerer Spenden von Privatpersonen. „Wir danken allen Spendern für diese großartige Hilfe. Sie helfen uns damit sehr, das Leben von Verunglückten und Rettern zu schützen“, bringt es Wehrführer Strahl auf den Punkt.






