(openPR) +++ Vergangenes Jahr erhielt die Roland und Martina Arnold Paravan-Stiftung große Unterstützung von Spendern aus der Region +++ Über 20 Spenden von für behinderte Kinder +++
PFRONSTETTEN-AICHELAU. Über 20 Spenden aus der Region, dass ist die Spendenbilanz der Roland und Martina Arnold PARAVAN-Stiftung im letzten Jahr. „Es sind erfreulich viele Spenden aus der Umgebung eingegangen“, freut sich Stiftungsdirektor Oliver Raach. Ein Zeichen, dass gut zwei Jahre nach der Gründung der Stiftung die Arbeit, nicht nur bei den hilfsbedürftigen Familien mit Kindern, sondern auch vor Ort immer mehr wahrgenommen wird. „Das macht uns froh.“ Die zahlreichen Spenden kamen von Firmen, Vereinen und von Einzelpersonen wie der Firma Schnizer Hoteleinrichtungen aus Hohenstein, der Modehaus Schoser GmbH aus Trochtelfingen oder dem Marketingclub Neckar Alb.
„Jede Familie – das ist unser Traum, sollte immer gleiche Voraussetzungen erhalten“, erklärt Martin Fink, einer der Spender und Geschäftsführer der Fink GmbH aus Pfullingen. Es sei ihm ein Herzensanliegen, Familien mit behinderten Kindern zu unterstützen, „die schwierigere Voraussetzungen haben um diese zusätzliche Aufgabe besser tragen zu können.“ Dabei spricht der Unternehmer für viele der Unterstützer. Man könne weder in die Natur noch in das Wirken Gottes eingreifen und so müsse man manche Dinge hinnehmen. Um so wichtiger ist es, diese Familien zu unterstützen, so Fink.
Gezielte Hilfe, die bei den Betroffenen direkt ankommt sowie Unterstützung im wissenschaftlichen Bereich – das ist das Hauptaugenmerkt der Stiftung. „Die Unterstützung der Mobilitätsforschung ist neben der ganz praktischen Hilfe ein wichtiger Tätigkeitsbereich der Stiftung“, erklärt Oliver Raach, mit Verweis auf ein aktuelles Forschungsprojekt zur Entwicklung eines Gangtrainers an der TU München. Nur wenn auch auf diesem Gebiet wissenschaftliche Erfolge erzielt würden, könne den Menschen nachhaltig geholfen werden. Zudem gehört die Stiftung zu den Unterstützern der „Special Olympics 2012 und 2013“, einer Organisation, die Menschen mit geistiger Behinderung eine Trainings- und Wettkampfteilnahme in 26 Einzel- und Mannschaftssportarten ermöglicht. Dabei geht es um finanzielle Unterstützung für die Anschaffung von Trainingsanzügen oder Equipment.
Zwölf Familien konnte die Stiftung mittlerweile zu einem unbeschwerteren Leben verhelfen. Einer davon ist Christian Huber aus Walchensee. Er leidet er an einer unheilbaren Bindegewebserkrankung. Seit gut zwei Jahren ist er auf den Rollstuhl angewiesen. Für den mittlerweile 21-jährigen, änderte sich innerhalb kürzester Zeit sein gesamtes Leben. Ohne Unterstützung wäre er an das Haus gefesselt, ohne Kontakt zu Freunden. „Für mich bedeutet das Autofahren grenzenlose Freiheit,“ so Christian, aber vor allem uneingeschränkten Kontakt nach Außen.
Mobilität sei das Wichtigste für die Betroffenen, so Raach. „Viele Menschen, die einmal in diese Situation kommen, ziehen sich zurück.“ Nur wenn sie mobil sind, haben sie die Möglichkeit weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen. Viele Helfer und großzügige Spender haben das 90 000 Euro teure Projekt für Christian Huber unterstützt. Große Teile der Finanzierung übernahmen die PARAVAN-Stiftung, das Ehepaar Oriwol aus Walchensee sowie die Sparda-Bank München. Eine ganze Reihe Umbauten waren nötig, um das Auto anzupassen. Nun kann Chris über die abgesenkte Heckklappe mit seinem Aktiv-Rollstuhl in den Caddy rollen und auf dem verschiebbaren Fahrersitz platznehmen. „Man findet keine Worte“, sagt Chris Mutter, Susanne Huber voller Dankbarkeit. „er kann wieder unabhängig Leben, ist nicht mehr ausgegrenzt.“
„Eigentlich sollte man einem behinderten Menschen überhaupt nicht bemitleiden, besser ist es, man hilft ihm!“ Diese Worte von Maksim Gorki sind für Stiftungsdirektor Oliver Raach, der sich selbst nach einem schweren Unfall ins Leben zurückkämpfte zum Leitmotiv geworden. Behinderten Menschen ein gleichberechtigtes und lebenswertes Leben geben – gemeinsam mit Nichtbehinderten – das hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. Respekt, Liebe und gegenseitige Wertschätzung für jeden, das sei das Ziel. Das gelte besonders für behinderte Kinder. Sie sollen ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft sein, das wünscht sich Raach.











