(openPR) In der Fassadengestaltung spielt der Baustoff Beton heutzutage eine immer größere Rolle. Ob vorgehängte hinterlüftete Fassaden, tragende Sandwichfassaden oder Fassaden mit besonderen Geometrien. Der Baustoff Beton bietet vielfältige Möglichkeiten bei der Gestaltung der Gebäudehülle.
Die Firma Hering Bau beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit hochwertigen Architekturbetonfassaden. Das besondere Know How liegt in der Veredelung der Betonoberfläche. Die typischen Oberflächenbehandlungen sind das Säuern, Strahlen, Schleifen und das feine Waschen. Aber auch Oberflächen in glattem Sichtbeton, mit Abbildungen in Fotobeton oder mit Schriftzügen in Reliefbeton kommen zur Ausführung. Besonders wichtig bei der Herstellung sind dabei die Entwicklung von optimalen Betonrezepturen und ein hohes Maß an Erfahrung. Bei Hering werden daher täglich im eigenen Labor die Rezepturen geprüft und ständig optimiert und weiterentwickelt.
Eine besondere Entwicklung von Hering ist beispielsweise die Integration von gebrochenem Glas als Zuschlagsstoff in der Betonrezeptur. Gemeinsam mit der Universität Siegen hat das Unternehmen im Rahmen eines umfangreichen wissenschaftlichen Projekts mehrere Monate lang an einer Möglichkeit zur Herstellung von dauerhaften und stabilen Betonrezepturen mit Zusatz von Echtglas geforscht. Was sich als besondere Herausforderung herausstellte, denn: Bei der Verbindung von Beton und Glas entsteht – je nach Zusammensetzung des Glases – bekannterweise die „gefürchtete“ Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR). Durch die chemische Reaktion des Glases mit den alkalischen Bestandteilen im Beton bildet sich dabei ein zähflüssiges Alkali-Silikat-Gel. Da die Reaktion mit einer Volumenzunahme verbunden ist, also eine Ausdehnung des Gels erfolgt, wird der Beton regelrecht „gesprengt“. Resultat sind schließlich Risse im Beton, die sowohl die Ästhetik als auch die Gebrauchsfähigkeit und Dauerhaftigkeit stark beinträchtigen können.
Im Verlauf der Versuchsreihe fand das Wissenschaftler-Team von der Uni Siegen das optimale Mischverhältnis – was bedeutet, dass acht getestete Gläser sich für den Praxiseinsatz eignen und die Anforderungen der DAfStb Alkalirichtlinie (Teil 2) erfüllen. Auch den in der DIN 1045 definierten Kriterien für tragende Beton-Bauteile kommt die von Hering Bau entwickelte, spezielle „Gals-Beton-Rezeptur“ nach.
Dies eröffnet Architekten und Planern völlig neue ästhetische Möglichkeiten. Je nach Sonneneinfall und Perspektive des Betrachters bringen diese Glaszuschläge die Fassade zum Glitzern bzw. Leuchten und stellen so einen absoluten Blickfang dar. Auch das zur Verfügung stehende Farbspektrum ist sehr breit. So haben die Hering Experten zum Beispiel mittlerweile normgerechte Beton-Rezepturen für den Zusatz von gelbem, grünem und blauem Recyclingglas entwickelt. Nicht zuletzt ist die Innovation vergleichsweise sehr umweltfreundlich. Durch die Verwendung von Recyclingglas werden wertvolle Ressourcen eingespart.
Das erste große Projekt für die Verwendung von Fassadenelementen wird Mitte 2013 in den Niederlanden gebaut. Es handelt sich dabei um den Neubau der Bildungsfakultät FED HAN in Nijmegen in den Niederlanden.











