(openPR) Die Dortmunder proLogistik feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Aus kleinen Anfängen heraus hat sich das Unternehmen zu einem Logistik-Systemhaus entwickelt, das umfassende Hard- und Softwarelösungen für die Logistik anbietet und sich auch international einen Namen gemacht hat.
Am Anfang stand eine Vision. Ein Handvoll engagierter junger Ingenieure wollte Informationen im Bereich der Logistik drahtlos per Infrarot und nicht länger auf Papier übermitteln. Diese Vision reifte im Jahr 1983 zu einem Geschäftskonzept: „Drahtlose Datenübertragungs-Systeme und mobile Terminals für die optimierte Steuerung von Flurförderzeugen“. Damit legte das damals aus vier Köpfen bestehende Team den Grundstein für eine Firmenhistorie, die untrennbar mit der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie verbunden ist.
Angesichts der Geschäftsidee war es nur konsequent, dass es sich beim dem ersten Produkt, das die Tüftler von proLogistik zur Marktreife brachten, um eine Infrarot-Datenübertragungslösung für die Steuerung von Gabelstaplern handelte. Zu den Kunden der ersten Stunde zählten Unternehmen wie die Bergische Achsen-Fabrik, Gebrüder Lenz GmbH und Prym Consumer GmbH. Bis Ende der 80er Jahre folgte die Einführung eines ersten beleglosen Kommissioniersystems und es wurde die Basisversion des heutigen „pL-Store“ vorgestellt, eine modular konzipierte Softwarelösung für die Lager- und Materialflusssteuerung.
Auf der Schwelle zum neuen Jahrzehnt bündelten die Dortmunder ihre bis dato gewonnenen Erfahrungen zu einem erweiterten Leistungsangebot. Damit erfolgte der Wandel vom reinen Komponentenhersteller zu einem Systemanbieter mit Hard- und Softwarelösungen aus einer Hand. Diese Neupositionierung zahlte sich aus. Die Nachfrage wuchs und mit ihr der Kundenstamm, die Zahl der Mitarbeiter war zwischenzeitlich auf 25 gestiegen. 1994 wurde die erste Niederlassung in Hamburg eröffnet. Erstmals kamen nun auch mobile Datenerfassungsgeräte aus Eigenentwicklung zum Einsatz, die ihren Dienst verlässlich auch in der Tiefkälte bei Umgebungstemperaturen von –30 Grad Celsius verrichteten.
Vom Komponenten- zum Systemanbieter
Getreu dem definierten Anspruch auf Innovation und Leistungsfähigkeit haben die Ingenieure von proLogistik seit den Anfängen nicht aufgehört, ihre Systemlösungen permanent weiter zu entwickeln. In rascher Reihe folgten u.a. erste Bordcomputer bzw. mobile Terminals mit Touch-Technologie und Lagerlogistiklösungen auf Basis von Breitbandfunk. Mit Eröffnung des Fachbereichs „proScan“ im Jahr 1998 fanden sich neben Barcodescannern nun auch ganze Identifikationssysteme für die mobile Datenverarbeitung im Angebot von proLogistik.
2001 waren die Büroräume im Dortmunder Technologie-Park längst zu klein geworden für das kontinuierliche Wachstum. Es folgte der Umzug in ein neu errichtetes, dreigeschossiges Firmengebäude im Westen der Ruhrmetropole. Gleichzeitig nahm ein Tochterunternehmen seine Arbeit auf: die pL coteam mit den Kompetenzfeldern Sicherheits- und Datennetzwerktechnik sowie hochverfügbare Serversysteme.
In der neuen, von Relikten aus der Industrievergangenheit geprägten Umgebung nahm die Entwicklungsarbeit weiter Fahrt auf. Es entstanden erste sprachgestützte Kommissionieranwendungen und es wurde die Möglichkeit geschaffen, mobile Teilnehmer über Browsertechnologien anzubinden. Bereits 2006 stand die dritte Generation des Schnittstellen und Sprecher unabhängigen „pL-Voice“-Systems mit Bluetoothanbindung der Peripheriegeräte bereit.
Kontinuierlich gefeilt wurde natürlich auch an dem eigens entwickelten Lagerverwaltungssystem „pL-Store®“, aus dem erst jüngst zwei Branchenlösungen entstanden sind: „pL-Store® Foodline“ für die Lebensmittelindustrie und „pL-Store® Techline“ für die Sanitär- und Baustoffbranche sowie den technischen Großhandel. Aber auch auf Hardwareebene tat sich einiges. 2011 folgte das „pro-V-pad“, ein Bordcomputer mit Multi-Touch-Funktion, der nach Schutzklasse IP65 arbeitet. Der erst kürzlich auf der SPS IPC DRIVES vorgestellte Edelstahl-Bordcomputer in IP67 (optional bis IP69k) zur Kommissionierung, Datenerfassung, SPS-Ansteuerung und Prozessvisualisierung erweitert das Portfolio.
550 Installationen weltweit
Als Folge dieser gezielt vorangetriebenen Entwicklung bietet proLogistik heute neben standardisierten Softwareprodukten mit kundenspezifischen Add-On-Modulen hochwertige, speziell für den industriellen Einsatz entwickelte Hardwarekomponenten an. Das Leistungsspektrum umfasst schlüsselfertige Systeme mit Analysen und Planungen, Pflichtenhefterstellung und Umsetzung, Installation, Inbetriebnahme, Schulung und Wartung. Aktuell beschäftigt das Logistik-Systemhaus 120 Mitarbeiter und verweist auf eine stolze (Zwischen-)Bilanz von mehr als 550 Installationen weltweit – auch für große Namen und Marken. Darunter befinden sich Unternehmen wie z.B. die Rewe Group, Bäko Genossenschaften, Kik, Eurobaustoff und hagebau.
Schon sehr früh, als die proLogistiker noch in den sprichwörtlichen Kinderschuhen steckten, zeichnete sich ein Schwerpunkt der heutigen Arbeit ab: das sogenannte „Retrofitting“. „Hierbei handelt es sich um eine Lösung zur Optimierung von Prozess- und Kostenstrukturen in der Intralogistik, die sich mit vergleichsweise geringem Zeit- und Investitionsaufwand realisieren lässt“, so Heidi Kühnert, Geschäftsführerin von proLogitik. „Die damit verbundenen Chancen und Potenziale gehen wir seit drei Jahrzehnten intensiv an. Wir können und wollen nicht Marktstandards folgen, sondern nutzen Retrofitting, um neue Standards zu setzen“, betont sie weiter.
Neue Standards wollen die Dortmunder auch weiterhin im Bereich Hardware und LVS-Software setzen. In Arbeit sind weitere Softwaremodule zum Thema Personal-Leitstand, Prämienlohnsystem und Anlieferungsmanagement. Zusätzlich wird ab 2013 auf der erst jüngst modernisierten Homepage das Onlineportal „pL-App-Store“ für Softwareerweiterung zu finden sein.













