(openPR) Warum viele Berliner auf Lehmfarben bei der Wandgestaltung setzen
Berlin - Sie gehört zu den gefragtesten Experten in Berlin, wenn es um wohngesundes Bauen und Renovieren geht: Elke Wulf, Inhaberin des ökologischen Baustoffhandels „Natur am Bau“ in der neuen Mitte der Hauptstadt, vertraut bei der Produktpalette der Lehmfarben seit 20 Jahren auf die Firma Ecotec. Mit Ecotec-Gründer Willi Babka verbindet sie eine enge Geschäftspartnerschaft und Freundschaft. „Ich habe viel von ihm gelernt, denn er hat stets nicht nur seine Produkte verkauft, sondern auch immer intensiv beraten, mich als Fachhandelspartnerin an seinem Know-how teilhaben lassen. Noch heute basiert mein Wissensschatz rund um das ökologische Bauen auf vielen Insiderinfos aus dem Hause Volvox, die mich nicht nur fachlich von ökologischen Baustoffen wie Lehmfarben überzeugt haben, sondern auch emotional“, betont Elke Wulf. Im Interview erklärt sie, wann eine Öko-Farbe auch wirklich ökologisch ist, welche Farbtrends die Zukunft bereithält – und natürlich auch, wie ihre eigene Lieblingsfarbe ausschaut.
Frau Wulf, interessiert eine Stadtbevölkerung wie die Berliner das Thema ökologisches und gesundes Wohnen überhaupt?
Natürlich. Gesundes Wohnen geht heute alle Menschen an – egal, in welcher Region sie wohnen, ob in der Stadt oder auf dem Land. In Berlin ist das Interesse sogar besonders groß. Hier leben viele junge Leute, die sich mit ökologischen Fragen beschäftigen – auch im Umfeld der Universitäten.
Wie sieht Ihre typische Berliner Klientel aus?
Meine Kunden gehören in der Regel zur Mittelschicht. Es sind oft junge Familien, bei denen beide Elternteile berufstätig sind. Nach einem anstrengenden Arbeitstag suchen sie in ihren eigenen vier Wänden Erholung. Die Eltern wünschen für ihre Kinder außerdem ein gesundes Wohnumfeld und eine reine Raumluft, die keine Allergien auslöst. Natürliche Baustoffe sind sehr gefragt – nicht nur, weil sie gesund sind, sondern auch als Ausgleich zu einem städtischen Leben, das hektisch und laut ist, wenig Grünflächen für Naturerlebnisse bietet. Die fehlende Natur in einer Großstadt wie Berlin wird oft über Baumaterialien, Möbel oder Wandanstriche ins Haus geholt.
Apropos Wandfarbe. Wann können wir wirklich von einer Biofarbe sprechen?
Grundsätzlich müssen wir uns immer folgende fünf Fragen stellen: Wo kommen die Rohstoffe her? Wie werden sie gewonnen? Wie wirkt sich die Verarbeitung aus – etwa auf den Handwerker? Wie beeinflusst die Farbe auf der Wand das Raumklima? Was geschieht, wenn sie wieder abgeschliffen wird? Wenn ich alle fünf Fragen positiv beantworten kann, das heißt: Ich stelle keine Belastungen für Rohstoffgewinner, Hersteller, Verarbeiter oder Bewohner fest, sprechen wir von einem ökologischen Produkt. Bei Volvox-Produkten können wir dies mit gutem Gewissen tun.
Außerdem punkten Farben auf der Basis von Lehm mit vielen weiteren Vorzügen: Der älteste Baustoff der Welt ist atmungsaktiv, gewährleistet einen hohen Feuchtigkeitsausgleich und kann sogar unangenehme Gerüche absorbieren, weshalb viele unserer Kunden Lehmfarben auch in Feuchträumen wie dem Bad und in der Küche einsetzen.
Trotzdem hängt Naturfarben immer noch der Ruf nach, sie gäbe es vor allem in zurückhaltenden und langweilig geltenden Beigetönen. Wie kommt die Naturfarbe aus der Ökonische heraus?
Durch Farbvielfalt. Volvox Lehmfarben gibt es schließlich in 136 Tönen. Da ist für jeden Geschmack – selbst für außergewöhnliche Vorlieben oder extravagante Wünsche – etwas dabei. Der Gestaltungsfreiheit werden kaum Grenzen gesetzt.
Trauen sich die Kunden denn auch einmal einen Wandanstrich in knalligem Ozeanblau oder Feuerrot?
Immer häufiger. Ich stelle derzeit sogar fest: Verrückt sein ist angesagt. Viele meiner Kunden wünschen den etwas anderen Anstrich, wollen, dass sich ihre Räume bewusst optisch von der Masse abgrenzen. Sogar die Nichtfarbe Schwarz ist derzeit eine Option. Übrigens mit Recht: Kombiniert mit abgesetzten weißen Türen und Fenstern sieht Schwarz klasse aus. Kürzlich hat sich eine Familie, die sich auf keine Farbe im Wohnzimmer einigen konnte, für eine solche Wandgestaltung entschieden. Alle sind happy mit dem Ergebnis. Aufgrund der Rohstoffe ist das Schwarz von Volvox, das aus Asche besteht, ein natürlich wirkender Ton. Er kommt nicht hart oder duster rüber, sondern weich.
Die neuen Farbtrends werden ja von Trendbüros aus Paris, New York und Australien entwickelt. Diese legen fest, was wir in drei, vier Jahren schön finden sollen. Funktioniert dieser Verkaufsanreiz für den Bau- und Einrichtungsbereich wirklich immer?
Ja und nein. Natürlich ist es reizvoll, neue Trends aufzunehmen. Das Auge möchte schließlich nicht gelangweilt werden. Die Farbkarten von Ecotec gehen auf diese Zukunftstrends immer schon der Zeit ein Stück voraus ein. Ich kreiere außerdem auf der Basis von natürlichen Inhaltsstoffen die aktuellen Modefarben nach. Doch es gibt Grenzen, an die ich stoße.
Zum Beispiel?
Für Gold- oder Neontönen gibt es keine natürlichen Pigmente. Eine Alternative sind hier Knallfarben wie zum Beispiel Corn oder Puerto – hier sind Kristallpigmente enthalten.
Verraten Sie uns die neuen Farbtrends?
28 neue Farben wird es bis 2014/2015 geben. Die wichtigsten Entwicklungen: Grün feiert eine Renaissance – auch als richtiges sattes Waldgrün. Ebenfalls angesagt: noch klarere Blautöne, aber auch Senfgoldtöne. Es wird spannend.
Lacke für Möbel und Holzfußböden in konventionellen Farben entstehen alle auf Wasserbasis, mit Unterstützung vieler Weichmacher. Über die Haut nehmen wir diese Weichmacher auf, sie gehen in den Organismus über – eine bedenkliche Entwicklung?
In der Tat. Doch bei Volvox gehen die Kunden auf Nummer sicher. Die Lacke entstehen ohne Weichmacher. Aber es gibt noch weitere Entwicklungen im Farbenbereich, die mir Sorgen bereiten. Beispiel: Nanopartikel. Mit ihnen können tolle Oberflächen hergestellt werden. Ich halte die Anwendung der Nanotechnologie in Farben jedoch für problematisch, denn bisher wurde noch nicht untersucht, was geschieht, wenn Nanopartikel über die Raumluft oder Haut in den Körper aufgenommen werden. Volvox verzichtet zu meiner Freude komplett auf Nanopartikel.
Haben Sie noch ein paar Geheimtipps parat für die Raumgestaltung?
Ich finde ein Schlafzimmer in einem dunklen, satten Rot bis hin zu Pink sehr angenehm. Die Farbe umhüllt die Schlafenden wie eine warme Decke. Im Kinderzimmer gefallen mir klassische Blautöne sehr gut, sie wirken so beruhigend. Kinder können sich in solchen Räumen nachweislich besser konzentrieren und entspannen. Meine derzeitige Lieblingsfarbe ist Vert – als kräftiges Blau-Grün für energiegeladene Räume aller Art. Die Farbe Vert eignet sich allerdings nicht zum Schlafen.
Vielen Dank für das Gespräch













