(openPR) In Patent- und Markenabteilungen der Industrie, in Patentkanzleien und in Rechtsanwaltskanzleien, die im Patent- und Markenrecht tätig sind, sind speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Anmeldung von Schutzrechten, die Überwachung der Verfahren und Fristen und die Zahlung der anfallenden Jahresgebühren zuständig. Diese Tätigkeit erfordert ein fundiertes Grundverständnis der Schutzrechtsarten des Gewerblichen Rechtsschutzes und ihres Verhältnisses zueinander. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen die Grundstrukturen und Fachbegriffe des Patent- und Markenrechts kennen, müssen mit den Verfahrensabläufen der verschiedenen Patent- und Markenämter vertraut sein und müssen auf deren amtliche Mitteilungen und Beanstandungen angemessen reagieren.
Bei solchen Aufgaben, die sich turnusmäßig wiederholen, ist die Gefahr besonders groß, dass sich bei den damit befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Flüchtigkeitsfehler einschleichen. Das ist gar nicht so erstaunlich, denn die menschliche Psyche ist nun einmal so "gestrickt", dass die Aufmerksamkeit nachlässt, sobald bestimmte Arbeitsabläufe immer wiederkehren. Dann signalisiert das Gehirn nämlich irgendwann: "Entwarnung ... kennen wir schon ... alles halb so wild!". Die besondere Herausforderung im Bereich der Patent- und Markensachbearbeitung besteht darin, auch solche Routinetätigkeiten immer wieder mit der gleichen Aufmerksamkeit und Sorgfalt zu erledigen.
Diese Aufmerksamkeit lässt sich bewusst steigern: Je mehr Hintergrundwissen die mit diesen Aufgaben befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, je genauer sie wissen, warum bestimmte Abläufe so und nicht anders erledigt werden müssen und welche negativen Folgen Fehler haben, desto aufmerksamer werden sie diese Aufgaben erledigen. Deshalb stellen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der Patent- und Markenformalsachbearbeitung ein wichtiges Mittel dar, um die Arbeitsmotivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Aufgaben eigenständig und fehlerfrei wahrzunehmen.
Das Lehrgang „Basiswissen Gewerblicher Rechtsschutz“ am 27. und 28. Juni 2013 in München bietet eine praxisnahe Einführung in die Patent- und Markenarbeit für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für Quereinsteiger, die sich innerhalb kurzer Zeit einen Überblick über die Arbeitsabläufe in einer Patent- oder Markenabteilung verschaffen müssen. Der Lehrgang gibt außerdem Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmen und Kanzleien auszutauschen: Wo liegen die "Stolperfallen" in der Praxis? Welche Tipps und Tricks haben Kolleginnen und Kollegen? Wie kann man von den Erfahrungen anderer profitieren? Die beiden Lehrgangstage zum Patentrecht und zum Markenrecht sind getrennt buchbar.
Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Homepage unter: www.akademie-heidelberg.de/seminar/13-06-ga700/basiswissen-gewerblicher-rechtsschutzpatente-gebrauchs-und-geschmacksmuster













