(openPR) Interdisziplinäres Konzept für Skoliose Patienten in München
Skoliose – Was ist das?
Als Skoliose bezeichnet man eine Seitverbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper. Da die Skoliose nicht mehr vollständig aufgerichtet werden kann, gehört Sie zu den chronischen Erkrankungen der Wirbelsäule. Dadurch kommt es zum typischen Bild der Skoliose mit dem kosmetisch störenden Rippenbuckel und Lendenwulst sowie deren Veränderungen an Schultern und Becken.
Die eigentliche Ursache der Skoliose ist in etwa 90 Prozent der Fälle weitestgehend unbekannt. Studien und Forschungsarbeiten in diesem Bereich sind rar. Folgende Ursachen, wie z. B. Veränderung der Knochenstruktur, Muskel- und Nervenerkrankungen könnten jedoch der Auslöser sein. Das weibliche Geschlecht ist übrigens deutlich häufiger betroffen, und zwar im Verhältnis 4:1.
Die Skoliose kann nach und nach zu strukturellen Veränderungen der Wirbelkörper mit Verlust der Beweglichkeit führen. Außerdem können Störungen im Bereich der inneren Organe, vor allem des Herzens und der Lunge auftreten. Es kommt zur Verminderung der Atemkapazität und häufig treten muskuläre Schmerzen auf. Wird die Skoliose frühzeitig erkannt und intensiv behandelt, gibt es eine Chance die Verschlechterung der Skoliose aufzuhalten oder sogar zu verbessern.
Die Therapie
Zielsetzung ist die aktive Streckung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger muskulärer Stabilisation und Kräftigung der Muskulatur. Die bewährteste Therapie für Skoliose, ist das Konzept nach Katharina Schroth. Es handelt sich dabei um krankengymnastische Übungen mit aktiver Haltungskorrektur von Wirbelsäule und Brustkorb. Der Patient lernt sich selbst zu korrigieren und sich aus seiner Krümmung herauszuarbeiten, dies gelingt durch aktives entdrehen und strecken der betroffenen Wirbelabschnitte, durch Atmung in die eingefallenen Stellen versucht man diese wieder zu öffnen.
Ergänzend zu dieser Methode bieten sich zur Lösung von Verspannungen und Schmerzen, Manuelle Therapie und osteopatische Techniken an. Bei Kindern im Wachstum wird ab einem bestimmten Schweregrad der Skoliose ein Korsett verordnet und eine Rehamaßnahme in einer Spezialklinik empfohlen. Die Operation ist erst bei schweren Skoliosen in Erwägung zu ziehen.
Interdisziplinäre Arbeit
Da die Diagnose Skoliose meist zufällig und unerwartet vor allem im Wachstum des Kindes kommt, braucht es von Anfang an Spezialisten, die fachübergreifend arbeiten. Dazu hat sich in München ein Netzwerk an Experten zusammengeschlossen, welches aus Orthopäden, Orthopädietechnikern, Physiotherapeuten sowie einer Selbsthilfegruppe besteht.
Seit Januar gibt es einen Arbeitskreis für den fachübergreifenden Austausch. Seit 2 Jahren haben Skoliose-Patienten zusätzlich die Möglichkeit in der Gruppe zu trainieren. Dies ist vor allem für einen Erfahrungsaustausch unter den Betroffenen wichtig, die sich gegenseitig motivieren, regelmäßig etwas für den Rücken zu tun.











