(openPR) Der sächsische Schleifmaschinenhersteller WEMA Glauchau GmbH ist bekannt für seine Flexibilität im Bereich der Innen- und Universalrundschleifbearbeitung und rüstet in diesem Sektor alle großen Werkzeugmaschinen- und Komponentenhersteller aus. Dieser Bereich der Einzel- und Hochpräzisionsbearbeitung im Teilesegment für mittelgroße bis große Werkstücke wird nun durch ein Update der bekannten Universalrundschleifmaschine „WEMA S 6“ auf den neuesten Anforderungsstand der weltweiten Kundschaft gebracht.
Bisher hoben sich die Maschinen der Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau besonders durch Ihre strikte Trennung der Innen- und Außenbearbeitung der Werkstücke von denen des Wettbewerbs ab. Während auf standardisierten Universalrundschleifmaschinen stets beide Bearbeitungen von einem Schwenktisch aus realisiert wurden, konnten die Baugruppen der Schleifmaschinen der WEMA Glauchau jederzeit auf die Bedürfnisse des Kunden und des Schleifprozesses abgestimmt werden. Nun wird diese Flexibilität durch neue und verbesserte Baugruppen und Maschinenerweiterungen weiter erhöht. Am augenscheinlichsten an der neuen Produktionsmaschine ist die Vergrößerung des Arbeitsbereiches für das Außenschleifen. Hier konnte die mögliche Bearbeitungslänge zwischen Spitzen von 1.000 mm um 100% auf 2.000 mm erweitert werden, ohne die Aufstellfläche der Maschine zu vergrößern. Eine weitere Vergrößerung konnte auch bei der Innenbearbeitung erreicht werden. Durch die Achsverlängerung der hochgenauen eingeschabten V-Flach-Führung werden nun optional bis zu 1.200 mm Schleiftiefe erreicht, wobei aktuell auch an einer kundenspezifischen Sonderlösung für Schleiftiefen bis 1.800 mm gearbeitet wird. Die bisherigen bearbeitbaren Umlaufdurchmesser von bis zu 820 mm und Werkstückgewichte von bis zu 650 kg wurden nicht vergrößert, da diese bereits die obere Grenze der Effektivität für die horizontale Bearbeitung darstellen.
Ein weiterer Pluspunkt zur Erhöhung der Flexibilität ist die Ergänzung der möglichen Werkzeugausstattungen und –anordnungen in der Maschine. So wurden für die Außenbearbeitung verschiedene Optionen geschaffen, die einen noch flexibleren Aufbau der Außenschleifeinheit ermöglichen. Neben den standardisierten Schleifspindeln für die Außenrund- und Planseitenbearbeitung wurde mit einem langjährigen Lieferanten eine neue Doppelkopfspindel entwickelt, die es ermöglicht einen Werkzeugplatz auf dem Außenschleifrundtisch einzusparen. Dadurch können anderweitige Werkzeuge wie Messgeräte, Abrichter oder Sonderlösungen wesentlich stabiler auf den Schleifachsen positioniert werden. Ebenso ermöglicht diese Neuentwicklung eine Erweiterung der ohne Werkzeugwechsel einsetzbaren Schleifspindeln auf der Maschine auf bis zu 8 Stück. Somit können ab sofort bis zu 4 Schleifspindeln zur Außenbearbeitung und ebenso viele zur Innenbearbeitung eingesetzt werden, wohingegen eine Standardrundschleifmaschine des Wettbewerbs oft nur 4 Schleifspindeln zur parallelen Bearbeitung ohne Werkzeugwechsel bereitstellt.
Des Weiteren wurde für die gehäufte Nachfrage zum Schleifen von Gewinden und Sonderprofilen eine Gewindeschleifeinheit konzipiert, die sowohl als klassische Außenrundschleifscheibe, als auch als „Nutenschleifscheibe“ eingesetzt werden kann. Mit dieser Schleifeinheit ist jede mögliche, mathematisch beschreibbare Gewindeform durch Einschwenken in den Steigungswinkel realisierbar.
Als weitere Neuerung wurde der klassische 3D-Messtaster durch einen analogen 3D-Messtaster ersetzt. Dadurch besteht zum Beispiel die Möglichkeit verschiedene Lauftoleranzen in der Maschine direkt nach dem Schleifen nachzuvollziehen.
Ziel der Maschinenweiterentwicklung ist es, den Kunden die Möglichkeiten einer komplexen Teilebearbeitung auf einer Maschine in einer Aufspannung vor Augen zu führen. Dabei ist es nicht zielführend, eine Universalschleifmaschine zu erschaffen, die alle spezialisierten Rundschleifmaschinen ersetzt. Zielführend ist es, den Kunden eine Möglichkeit zu geben, die vorgegebenen Toleranzen am Werkstück in einer kürzeren Zeit durch die Reduzierung von Rüstzeiten und in einer besseren Qualität durch die Reduzierung von Umspannarbeiten zu erreichen.
Die neue Universalrundschleifmaschine WEMA S 6 wird aufgrund Ihrer Ausmaße und Komplexität auf der INTEC in Leipzig leider nicht in voller Größe zu sehen sein. Interessenten können aber jederzeit gern einen Termin im Werk in Glauchau für eine Vorführung vereinbaren – dieser Termin lässt sich z.B. in den Zeitraum der INTEC legen, wo sich sicher ein kleiner Abstecher von Leipzig nach Glauchau einrichten lässt. In diesem Zusammenhang freut sich die WEMA Glauchau am 28.02. und 01.03.2013 auf interessierte INTEC-Besucher zum „Open House“ (nach vorheriger Anmeldung) in Glauchau.
Auf der INTEC selbst finden Sie die WEMA Glauchau in Halle 3 am Stand G50.
















