(openPR) B2 Boutique Hotel + Spa Zürich in historischer Brauerei: Neues Design-Hotel verbindet mit puristischer Formensprache und rustikalen Holzdielen Historie und Moderne
Von der Library Lounge bis zum Boardroom mit Lichtskulptur
Schlafen im Kühlschiff, Baden auf dem Dach des Sudhauses: Das B2 Boutique Hotel + Spa auf dem Züricher Hürlimann Areal lebt seine Gegensätze offen aus. Das im März 2012 eröffnete Haus ist ein Bestandteil der Umnutzungspläne für das fast 64.000 Quadratmeter große Gelände der ehemaligen Hürlimann Brauerei im Zentrum Zürichs. Für die bekannte Innenarchitektin Ushi Tamborriello, die das Hotel zusammen mit Althammer Hochuli Architekten gestaltete, war der Umgang mit dem komplexen, denkmalgeschützten Gebäudebestand eine besondere Herausforderung – eine Expedition mit dem Ziel, aus dem vorgefundenen Historischen respektvoll etwas Neues zu erschaffen. Das beginnt schon bei Details wie den Böden: Statt üblicher Teppiche atmen hier breite Holzdielen in Gold, dunklen Räuchertönen und schimmerndem Grau die Geschichte des Ortes.
Bereits 1836 begann die Erfolgsgeschichte der Hürlimann Brauerei, die bald zur größten der Schweiz wurde. Geblieben ist davon heute nur ein weites Areal mit typischen Industriebauten, die inzwischen Wohnungen, Büros und Geschäfte beherbergen – und ein Hotel. Insgesamt 51 Zimmer und neun Suiten, darunter acht zweigeschossige im Kühlschiff, bietet das B2 Boutique Hotel, dazu zwei Besprechungsräume, eine eindrucksvolle Lounge und eine Verbindung zum Thermalbad Zürich mit Schwimm- und Spa-Bereichen in den Gewölbekellern und auf dem Dach. Die Konzeption folgt den räumlichen und strukturellen Vorgaben des Bestands, bewusst historisch belassene Strukturen und traditionelle Materialien werden dabei mit modernen architektonischen Einschnitten kontrastiert. So sind beispielsweise auch in den minimalistischen Designer-Suiten im Kühlschiff die Lamellenstrukturen der früheren Nutzung noch sichtbar. „Zusammen mit ausgewählten Fundstücken aus der Vergangenheit werden so Anklänge an die alte Brauerei geschaffen“, erklärt die Innenarchitektin und Szenenbildnerin Ushi Tamborriello. Ein Wechselspiel zwischen Tradition und Innovation durchzieht das ganze Haus und lässt eine einzigartige Atmosphäre entstehen.
Rustikales Holz für ein historisches Ambiente
Der authentische Charakter passt zur Philosophie der „Hotels with a Bookmark“, einem Zusammenschluss mehrerer Drei- und Vier-Sterne-Häuser in und um Zürich, zu dem auch das B2 Boutique Hotel gehört. Schon in der weitläufigen Lobby begegnet man hier dem Ungewöhnlichen: Die drei überhöhten Kathedralfenster in der ehemaligen Sudhalle lenken den Blick des Gastes in die Tiefe des Raums hin zur Library Lounge. Diese ist – noch ein Bruch mit den Erwartungen – als elegante Bibliothek gestaltet. Rund 33.000 Bücher eines aufgelösten Antiquariats reihen sich hier an den Wänden des Raumes bis in schwindelnde Höhen auf. Jedes davon kann ausgeliehen werden, vor allem aber verweist auch diese Gestaltungsidee wieder auf die Geschichte des Ortes. „Die Bücherinstallation bildet die Verbindung zur Blütezeit der Brauerei mit ihren bürgerlichen Werten wie der humanistischen Bildung ab“, so Tamborriello. Drei gewaltige Flaschenlüster sowie Regale und Wandfutter aus dunkler Räuchereiche lassen den Saal wirken, als sei er einem Schloss entsprungen.
Holz in besonderen Farben zieht sich generell wie ein roter Faden durch das gesamte Hotel. „In der altehrwürdigen Hürlimann Brauerei verbietet sich der Gedanke an Teppichböden im herkömmlichen Sinn“, erläutert die Innenarchitektin den Hintergrund. „Holzböden schienen uns von Beginn an sehr viel geeigneter, um eine Brücke zur Geschichte des Hauses zu schlagen.“ Verwendet wurden dafür Eichendielen des Holzbodenspezialisten Wimmer, die mit ihrem lebhaften Maserungsbild einen rustikalen Charme verströmen. „Dank großen Breiten von bis zu 33 Zentimetern und Längen bis drei Metern zeigt sich diese gewachsene Zeichnung dabei in ihrer ganzen Schönheit“, so Thomas Wimmer, einer der Geschäftsführer des Unternehmens. Gleichzeitig wird durch den geschichteten Aufbau der Bretter in drei Lagen, von denen eine quer verläuft, eine hohe Formstabilität auch über Jahre hinweg erreicht. Um die Natürlichkeit des Materials bis hin zur spürbaren Holzstruktur zu erhalten, wird es nur gebürstet und anschließend in einer Öl-Wachs-Behandlung mit einer strapazierfähigen Schutzschicht versehen.
Farb- und Raumkonzepte von altehrwürdig bis futuristisch
„Die Oberflächen, Dimensionen und Strukturen dieser Dielen haben eine hohe Qualität und ermöglichen es uns, mit den Hölzern sensibel auf Feinheiten des Gebäudes oder der Nutzung zu reagieren“, führt Tamborriello aus. Selbst die Farbe wurde in Zusammenarbeit mit der bayerischen Dielenmanufaktur individuell auf die verschiedenen Raumkonzepte abgestimmt. So wurde in der Library Lounge passend zu den Regalen und der gediegenen Atmosphäre eine sehr dunkle Räuchereiche verlegt. Für die hellen, lichtdurchfluteten Gästezimmer und für die Umrahmung der Teppiche auf den Fluren wurde stattdessen eine champagnerfarbene Nuance entwickelt.
„Für den Boardroom im ersten Obergeschoss haben wir schließlich zum zentralen Lichtkörper aus Beton und den dominanten roten Textilien einen Eichenboden mit einem leichten Grauschimmer gesucht und gefunden“, erzählt die Gestalterin. Dieser größere der beiden Besprechungsräume des B2 Boutique Hotels ist Teil eines Kunstwerks, das sich durch das ganze Gebäude zieht: Über dem unregelmäßigen Vieleck des Konferenztisches erhebt sich ein kantig-gewundener Schacht aus Sichtbeton bis zum Dach. Präzise gesetzte Fenster auf den Zimmergeschossen geben den Blick in das Innere der Lichtskulptur frei. Oben wird der verglaste Abschluss vom Wasser des Schwimmbads umspült, Sonnenlicht projiziert das Wellenspiel in den Betonkörper und verbindet auf diese Weise Hotel und Bad, wie Tamborriello erklärt: „Der Lichtkörper bildet so den modernen Kern innerhalb der gewachsenen Struktur des Sudhauses.“ Im Boardroom selbst schaffen schwere Wandbehänge aus rotem Samt zusammen mit dem braun-grauen Dielenboden und einem tief hängenden Flaschenlüster ein warmes Ambiente. Fenster öffnen den Blick in die Library Lounge und auf den dahinter liegenden Hochkamin des Industrieareals. So ist sogar in dieser eher futuristischen Konzeption auch immer die Historie der Brauerei präsent.













