(openPR) In den letzten 10 Jahren hat sich enorm viel im Bereich der ästhetischen Nasenchirurgie getan. Lässt man die Zeit Revue passieren, so ist kein Jahr vergangen, in dem nicht sich deutliche Änderungen durchgesetzt haben.
Was ist der generelle Trend bei Nasenkorrekturen?
Die Nasenchirurgie ist „offen“ geworden. Der früher einzig akzeptable, sogenannte geschlossene Zugang ist heute die Ausnahme und nicht die Regel. Nicht alle Operateure sehen dies so, aber immer mehr. Die Vorteile liegen auf der Hand: unter Sicht kann das Gerüst der Nase bearbeitet und geformt werden. Der Preis dafür- ein kleiner Schnitt am Nasensteg- ist praktisch nie ein Problem, da dieser schon nach wenigen Wochen meist unsichtbar ist. Mit der offenen Technik (die Haut der Nase wird praktisch hochgeklappt, das Nasengerüst ist sichtbar) ergeben sich eine Fülle neuer Möglichkeiten, schonender und präziser ein gestecktes Ziel zu erreichen, die Ergebnisse von Nasenkorrekturen sind besser, vorhersehbarer und dauerhafter.
Was sind das für neue Möglichkeiten bei einer Nasen-OP?
Nehmen wir ein häufiges Beispiel: die Abtragung eines Höckers geschah früher, wie ein Laie sich das auch so vorstellt: mit Skalpell und Meissel wurde eine Scheibe mit allen Schichten, einschliesslich Schleimhaut abgetragen, dann wurde die knöcherne Nase verschmälert und das war es dann im Wesentlichen. Heute sieht dies ganz anders aus: nach Darstellen der Nasenscheidewand im unteren vorderen Anteil wird ganz sorgfältig unter Lupenvergrößerung mühsam die Nasenschleimhaut von dem zu Entfernenden Anteil des Nasenrückens herauspräpariert (herausgelöst) und geschont. Dann werden die Seitenknorpel von der Nasenscheidewand abgetrennt, die Nasenscheidewand erniedrigt. Der knöcherne Anteil des Nasenrückens wird isoliert unter Schonung der Schleimhaut erniedrigt, oft nur gefeilt. Anschliessend werden die Seitenknorpel modelliert und wieder so mit Nähten an der Scheidewand der Nase befestigt, dass der Nasenrücken wieder eine anatomisch korrekte Form hat. Hierdurch vermeidet man die unschöne und funktionell nachteilige umgekehrt V-förmige Entstellung am Übergang zwisch knöchernen und knorpeligen Nasenrücken, die früher nicht so selten auftrat. Durch die konsequente Schonung der Schleimhaut bleibt das OP Gebiet vom Nasenrachenraum getrennt. Wir haben den Eindruck, die Schwellneigung der Nase nach einem Eingriff hat hierdurch deutlich abgenommen, möglicherweise erklärbar dadurch, daß es weniger zu Bakterienbesiedelung im Wundgebiet kommt.
Da die Knorpel bei der offenen Nasenkorrektur alle offen zutage liegen, können sie unter Sicht bearbeitet werden. Die Nasenspitze kann liebevoll „modelliert“ werden. Hier kommen häufig Nahttechniken zum Einsatz. Knorpeltransplantationen sind häufig nötig, um die gewünschte Form zu erreichen und zu halten.
Als Planungshilfe dient heute die Computersimulation. Ist und Soll-Bild werden übereinandergelegt, so dass im OP kein Zweifel am gewünschten Ergebnis besteht. Vor der Op fertigen wir immer eine sterile Schablone an, die uns hilft „Ist“ und „Soll“ am Ende eines Eingriffs miteinander und mit der Simulation zu vergleichen und notfalls solange zu korrigieren, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wurde.
Respekt vor der funktionellen Bedeutung der Nase ist heute eigentlich eine solche Selbstverständlichkeit, daß sie kaum der Erwähnung bedarf. Alle notwendigen Operationen an der Nasenscheidewand und den Nasenmuscheln gehören in das Gesamtkonzept einer ästhetisch ansprechenden Nase getreu dem Grundsatz der Einheit von Form und Funktion.
Dr.Klaus Hebold
Forum Klinik Köln
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