(openPR) Seit 2007 gibt der Praxistag den Achtklässlern der Müritzregion ein ganzes Schuljahr lang eine Orientierungsmöglichkeit, um in realen Situationen aus der Arbeitswelt zu testen, ob auf den Händen trocknende Farbe, das metallische Surren von Fräsmaschinen oder eine ständig einsatzbereite Dienstleistungsmentalität das Traumbild vom Wunschberuf zerstört.
Vielen Jugendlichen eröffnete dieser Praxistag sogar zum ersten Mal einen Bezug zur realen Arbeitswelt, der ihnen half, sich im Dschungel der beruflichen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten überhaupt ein Stück weit zu recht zu finden. 350 anerkannte Ausbildungsberufe nebst Aufstiegsfortbildungen und summa summarum 13.600 Studiengänge allein in Deutschland können den richtigen Start für einen jungen Menschen reichlich erschweren. Praktische Erfahrungen konnten da definitiv Orientierung geben.
Im Zuge kommunaler Umstrukturierungen jedoch ist die Realisierung dieses Praxistages nun für zahlreiche Achtklässler der Müritzregion in 2013 ganz klar in Frage gestellt. Es ist ein Teil der Kofinanzierung durch die Stadt- und Gemeindevertreter aus Waren, Röbel, Malchow, Penzlin und Rechlin aufzubringen, um diesen Praxistag für die Jugendlichen der Region zu erhalten. Dabei handelt es sich um eine Summe, die in den kommunalen Haushaltsplänen bisher nicht berücksichtigt werden konnten und somit auch trotz klarem Pro nur zu Teilen zur Verfügung gestellt werden kann. Deshalb haben sich die Bürgermeister entschlossen, gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft nach einer umsetzbaren Lösung zu suchen.
Bereits ein Bruchteil dessen, was in aller Regel bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden für Anzeigenschaltungen etc. investiert wird, kann dazu beitragen, sowohl den Jugendlichen als auch den Unternehmen Perspektiven für eine gemeinsame berufliche Entwicklung zu bieten, die zu einem erfolgreichen Start regional verankerter Erwerbsbiografien beitragen können. Sowohl die Bürgermeister als auch die Schulleiter und das ÜAZ selbst hoffen, dass ausreichend Unternehmen mobilisiert werden können, um gemeinsam darum zu kämpfen, den Jugendlichen hier vor Ort reale berufliche Chancen zu eröffnen. Auskünfte erteilen dazu gern Frau Frau Dunse (Tel. 03991 150222) bzw. Frau Wendland (Tel. 03991 150242).














