(openPR) Am 1. November fiel der Startschuss für Bewerbungen für das Modellprojekt „BesT – Bürgerengangement sichert Teilhabe“. Gesucht werden 15 Ideen für Freiwilligen-Initiativen, die Menschen mit Einschränkungen in ihrem Alltag und bei der Einbeziehung ins soziale Leben unterstützen wollen.
Was nur wenige wissen:schon seit 2008 wird ehrenamtliches Engagement für Pflege zu Hause durch die öffentliche Hand und die Pfelgekassen gefördert. Damit sich das ändert, wurde das Modellprojekt „BesT“ ins Leben gerufen: „BesT“ bietet einen einfachen Einstieg, viel Unterstützung – finanziell und auch mit Rat und Tat – und vor allem eine breite Öffentlichkeit, durch die das Thema publik gemacht wird.
Oftmals ergeben sich im Alter Einschränkungen im Alltag, durch die, manchmal schleichend, manchmal ganz plötzlich, die gewohnten Abläufe und Rituale gestört sind oder sogar ganz eingestellt werden müssen. Bewegungseinschränkung verhindert nicht nur Spaziergänge oder Einkäufe, sondern führt oft auch zum Eingesperrtsein in den eigenen vier Wänden. Die durch Aktivität mögliche Lebensqualität wird vermindert. Früher oder später kann das jeden treffen – Grund genug, sich damit auseinanderzusetzen und die Initiative zur Verbesserung zu ergreifen. Doch wo anfangen, wie unterstützen und an wen wenden? Das Sozialministerium und die Pflegekassen legen mit dem Modellprojekt „BesT“ den Grundstein für einen einfachen Einstieg ins soziale Engagement mit attraktiver finanzieller Förderung und Begleitung in der Öffentlichkeitsarbeit.
Mit BesT wird das klassische Ehrenamt um einen wichtigen Bereich erweitert und damit auch auf die Lebensituation pflegebedürftiger Menschen aufmerksam gemacht. Denn es klafft eine Lücke zwischen pflegerischer Versorgung einerseits und Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe andererseits. Oftmals bestehen Berühungsängste oder es fehlt einfach nur die gute Idee, wie ein solches Engagement aussehen und mit Leben gefüllt werden könnte. Getragen wird das Projekt von der Überzeugung, dass beide Seiten von der gesellschaftlichen Teilhabe Älterer, vom Austausch und der Interaktion profitieren: Die einen durch Integration und Stabilität für ihren Alltag, die anderen durch Werte, neue Einsichten und Perspektiven für die nachfolgende Generation.
BesT unterstützt ehrenamtliche Arbeit in dieser Lücke unter der Devise: Jetzt engagieren und im Alter selbst profitieren! Engagieren Sie sich und motivieren Sie andere, damit das Leben lebenswert bleibt! Spannender Erfahrungsaustausch ist dabei garantiert!
Einzelpersonen oder Initiativen mit guten Ideen wenden sich am Besten an ihre Kommune oder an örtliche Träger wie z.B. Pflegestützpunkte, Nachbarschaftshilfe oder Sozialzentren, die sich für das Modellprojekt bewerben können. Dort bekommen sie Informationen, können sich teilweise aus bestehenden Projekten Anregungen holen oder sich mit anderen Interessierten vor Ort verbünden. Für das Modellprojekt werden zunächst 15 Standorte mit guten Ideen gesucht. Diese haben die Chance auf 30 Monate Förderung. Anfang März 2012 entscheidet ein Beirat, welche Projekte gefördert werden.
Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.pflege-engagiert.de/best. Dort gibt es alle Unterlagen zum Download sowie Kontaktdaten zu allen Ansprechpartnern, die bei Fragen gerne behilflich sind.












