(openPR) Thomas Schmidt, Sprecher der Zeichnerinitiative ZzZ (Zeichner zeigen Zähne) teilt mit, daß sich die Zeichner der „Rundum-Sorglos-Fonds“ noch weiter gedulden müssen, bis das versprochene Abfindungsangebot bei ihnen im Briefkasten liegt. Ganz plötzlich st ein neues Hindernis aufgetaucht: Nachdem die obersten Finanzbehörden das Abfindungsmodell als steuerlich unbedenklich eingestuft hatten, soll nun die steuerliche Spekulationsfrist für Immobilien von 10 Jahren aufgehoben werden. Damit droht den Zeichnern ein weiterer herber Schlag.
Unberührt von diesen Schreckensnachrichten, bei zuvor schon angekündigten völlig ungenügenden Abfindungsquoten, lud IBV die ehemaligen Fondsvertriebe zu Info-Veranstaltungen über das Abfindungsangebot ab 14.11.2005 ein. Offensichtlich werden die ehemaligen Vertriebe eher informiert, als die Verwaltungsräte und die Zeichner. Nachdem IBV den Vertrieben für die Vermittlung von Zeichnern teilweise mehr als 12% Vermittlungsprovision bezahlt hatte, wird heute die Frage gestellt, wieviel Provision den Vertrieben für zurückvermittelte Anteile, also die Annahme des ungenügenden Abfindungsangebotes, bezahlt wird.
Im Ergebnis hat sich durch die drohende Gesetzesänderung die Vorteilhaftigkeit einer Annahme des angekündigten Abfindungsangebotes für die Zeichner, gegenüber der Erhebung einer Prospekthaftungsklage oder einem Verbleib in den Fonds, dramatisch verschlechtert. Bei einer erfolgreichen Prospekthaftungsklage muß nämlich auch die entstehende Spekulationssteuer ersetzt werden. Bei Abwarten des Anteilsandienungsrechtes nach 22 oder 25 Jahren andererseits gibt es Steuervermeidungsstrategien, die eine Zahlung von Spekulationsteuer unwahrscheinlich machen.
ZzZ muß deshalb die sich jetzt abzeichnenden Angebote weiterhin zurückweisen. Wichtige inhaltliche Forderungen für die Zeichner hat der Konzern nicht berücksichtigt. Die Abfindungsquoten selbst sind im übrigen materiell völlig unbefriedigend. Wir werden nunmehr versuchen, mit dem Bundesministerium der Finanzen einen Berechnungsmodus für die Ermittlung des steuerlichen Gewinns aus privatem Veräußerungsgeschäft abzusprechen.
Es ist den Zeichnern weiterhin dringend anzuraten, sich der Zeichnerinitiative ZzZ (Zeichner zeigen Zähne) anzuschließen und mit gebündelter Stimmrechtsvertretung gemeinsam Widerstand zu leisten.
Auf der Homepage www.zzzlbb.de wird regelmäßig informiert.



