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Kultursponsoring im Mittelstand - "CSR" mit Kopf und Konzept

15.11.201214:25 UhrKunst & Kultur

(openPR) Immer mehr Unternehmen engagieren sich im Bereich der Kunst- und Kulturförderung, um ihr Firmenimage zu gestalten und soziale Verantwortung zu übernehmen. Eine nicht immer leichte Aufgabe, weiß der Düsseldorfer Kunstrechtsexperte Dr. Carsten Ludwig Riemer zu berichten.

Ein Beispiel: "Frank Stella in Jena" - so lautet die Erfolgsgeschichte der sächsischen Technologiefirma Jenoptik AG, die seit 1996 eine enge Verbindung zu dem renommierten New Yorker Künstler Frank Stella pflegt. Anlässlich seines 75. Geburtstags stellte Stella im November 2011 bereits zum dritten mal auf Einladung der Jenoptik AG der Öffentlichkeit neue Werke vor.

Die Gründe für das Engagement von Jenoptik und anderer Unternehmen sind nach Aussage des Kunstrechtlers Dr. Riemer historisch wirtschaftlich bedingt. Mit der Strukturkrise der Schwerindustrie in den 70er Jahren fielen weite Bereiche der betrieblichen Fürsorge der Großunternehmen für ihre Arbeitnehmerschaft weg oder wurden mit Abstrichen auf öffentliche Träger verlagert. Mit zunehmenden Immobilien-, Finanz-, Staats- und Eurokrisen kommen nun allerdings auch die kommunalen Kassen in Bedrängnis und streichen ihre Leistungen rigoros zusammen. Ganze Regionen verlieren an Attraktivität. Dies sieht der unternehmerische Mittelstand und besinnt sich schrittweise auf seine soziale Verantwortung. Immer mehr Unternehmen engagieren sich daher bei der Bereitstellung öffentlicher Leistungen, die in Krisenzeiten als erstes dem Rotstift zum Opfer fallen, wie etwa der Kultur.

Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt und der Universität Köln (www.kulturkreis.eu) sehen 92 % der befragten Unternehmen in der Kulturförderung ihren Beitrag zur sozialen Verantwortung ("CSR" - Corporate Social Responsibility) und gleichzeitig eine willkommene Möglichkeit zur Gestaltung ihres Unternehmens-Images (79 %). Der durchschnittliche jährliche Förderbeitrag der engagierten Unternehmen beträgt rund 600.000 Euro.

Nach Ansicht des Kunstrechtlers Dr. Riemer ist dies ein wichtiger substantieller Beitrag. Anders als die öffentliche Förderung, die zu 95 % namenlos in der Verwaltung öffentlicher Kulturbetriebe versickert, kommen diese Gelder unmittelbar den Kunstschaffenden und aktuellen Kunstprojekten zugute. Erforderlich sei aber auch, dass die mittelständischen Unternehmen in ihrem Engagement eine klare und langfristige Linie vertreten, sich eine eigene Kompetenz im Kulturmanagement aufbauten und längerfristige Kooperationen mit Künstlern und Kultureinrichtungen eingingen. Nach den Erfahrungen, die Dr. Riemer gemacht hat, lässt sich eine authentische Übernahme sozialer und kultureller Verantwortung durch die Unternehmen nur durch vertraglich abgesicherte längerfristige Kooperationen mit dem Kultursektor darstellen. Der Aufbau umfangreicher Kunstsammlungen - wie es bei vielen großen Unternehmen und Versicherungen derzeit en vogue ist - reiche hierfür nicht aus, solange diese Sammlungen der Öffentlichkeit nicht dauerhaft zugänglich gemacht werden.

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