(openPR) Experten diskutieren beim Forum LogEstate Days rund um die drei K’s der Logistikimmobilienbranche: Knappheit, Kommunikation und Kosten
München (lv) - Die Logistikimmobilienbranche sieht sich trotz oder gerade wegen des anhaltenden Hochs mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, allen voran der Flächenknappheit, des oft schlechten Images von Logistik bei Kommunen und Bürgern und der Problematik der Nebenkosten. Wie man diesen begegnen kann, darüber diskutierten Experten bei den LogEstate Days 2012, einem vom Fraunhofer Institut für Supply Chain Services und dem Münchner Logistikimmobilienspezialisten Logivest initiierten Branchentreffen, das in diesem Herbst erstmals in Nürnberg stattfand.
Die Nachfrage nach passenden Grundstücken für den Neubau von Logistikimmobilien ist groß. Immer mehr Platz wird benötigt, aber immer weniger Fläche ist in den nachgefragten Regionen verfügbar und auch bebaubar. Das Problem bestehe jedoch nicht nur darin, wirklich geeignete Grundstücke zu finden. Häufig würden Neubauprojekte von Kommunen abgelehnt, da für diese die Logistik nicht die erste Wahl sei. Denn die Logistik hat ein Imageproblem, obwohl sie meist besser ist als ihr Ruf. Dabei könnte mit gezieltem Marketing und aktiver Kommunikation viel erreicht werden, gilt es doch, passende Argumente für die Kommunen zu liefern, die für eine Logistikansiedlung sprechen. Das bestätigt auch die durchgeführte Live-Umfrage unter den Teilnehmern der LogEstate Days: Die häufigsten Fehler bei der Ansiedlung von Logistikimmobilien liegen laut den Branchenexperten in der mangelnden oder falschen Bürgerinformation (34%), bei zu wenig professionellen Maßnahmen für Marketing und Kommunikation gegenüber Bürgern und Kommunen (30%) und bei Fehlern während des Planungs- und Genehmigungsverfahrens (27%) rund um den jeweiligen Logistik-Standort.
Weitere vielversprechende und zukunftsfähige Strategien, um der Flächenknappheit zu begegnen und der wachsenden Anfrage gerecht zu werden, sehen die Experten in der Umnutzung von Brach- bzw. Konversionsflächen (41%), dem Refurbishment von Bestandsobjekten (30%) sowie Multi-User-Konzepten (24%).
Kuno Neumeier, Geschäftsführer der Logivest GmbH, fasst zusammen: "Die Logistik ist einer der bedeutendsten Arbeitgeber in Deutschland. Dennoch hat die Branche ein großes Akzeptanzproblem in der Bevölkerung. Dies wirkt sich auf die Flächenknappheit aus: Sowohl in den Ballungsgebieten als auch im Umland stoßen geplante Logistikansiedlungen immer wieder auf den Widerstand von Bürgern und Kommunen, für die Logistik gleichbedeutend ist mit Lärm, hohem Verkehrsaufkommen und Flächenverbrauch. Hier kann aber bereits im Planungsprozess angesetzt werden: Durch gezielte Kommunikation und im Dialog mit den Bürgern und Kommunen können die Vorteile der Logistik für die jeweiligen Kommunen herausgestellt werden. Gemeinsam werden so die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass schließlich alle davon profitieren: Arbeitnehmer und Investoren, Kommunen und Nutzer. Unsere Strategie ist es, zuverlässiger Partner für solche Prozesse zu sein und im besten Fall aus Logistikstandorten Marken mit positivem Image zu machen."











