(openPR) Mit Sekt, Orangensaft und „Smalltalk“ begrüßten wir unsere Gäste am 06.11.2012 zum Schnupper- Rhetorikabend. Die Veranstaltung glänzte durch eine volle Tagesordnung. Toastmasterin Anne-Rose Funk führte mit Bravour durch das Programm.
Wir begannen mit der Rede von Klaus Benthin, der seine 10. Rede hielt. Damit schloss er das 1. Handbuch, der Kompetente Redner, mit Erfolg ab. Sein Vortrag über den „Hunger“ ließ keinen von uns unberührt. Bildhaft schilderte er die Tragödie auf unserer Erde, in der 1 Milliarde Menschen Tag für Tag nicht satt werden. Wir konnten alle die genannten Gründe für den Welthunger gut nachvollziehen, so die Spekulationen mit Nahrungsmittel, dem steigenden Verbrauch von Bio-Sprit und dem Essen von Fleisch. Er appellierte an uns, unser Verhalten auf den Prüfstand zu stellen und zu ändern. Also weniger Fleisch essen, weniger Auto fahren und kritisch schauen, wie wir unser Geld anlegen. Es war eine großartige Rede und Anne-Rose überreichte ihm als Belohnung ein neues Namensschild und eine Toastmaster-Anstecknadel. Die eigentliche Urkunde wird ihm aus Amerika geschickt.
Meike Wallner-Kandt startete im Anschluss mit ihrer 2. Rede aus dem Handbuch „Sprechen, um zu informieren“. Wir erfuhren allerhand zu dem Thema Farben, Symbolik und Sprichwörter. Die Farben blau, rot und grün wurden näher erläutert und wir kannten nach der Rede auch die Entstehung der Ausdrücke: blau machen, blaue Briefe bekommen, roten Faden verlieren und grün hinter den Ohren. Hilfsmittel wie Clip Chart und Abbildungen wurden professionell eingesetzt.
Inge Friedrich hatte es besonders schwer. Ihre 30. (!) Rede mit dem Titel „Familiengeschichten“ wurde aus 5 möglichen Themen gezogen. Sie erzählte mit Herzblut, wie sie vor fast 7 Jahren unseren Rhetorik-Club in Bensheim gegründet hatte und wie ihr die Mitglieder als zweite Familie ans Herz wuchsen. Durch Inges Geschichte erfuhren unsere Gäste, aber auch wir Mitglieder viel über die Entstehung unseres Clubs. Und sie hatte mit dem Halten dieser 30. Rede insgesamt 5 Handbücher durchgearbeitet. Wir trauten dann unseren Ohren kaum, als sie verkündete, sich ab Januar 2013 aus dem aktiven Clublebend zurückziehen zu wollen, weil andere Aufgaben auf sie warten würden. So leicht wird man seine Familie aber nicht los und wir sind uns sicher, dass sie uns doch die Treue hält. Auf jeden Fall wartete die Auszeichnung „advanced Communicator silver“, in Deutsch: „der fortgeschrittene Redner Silber“ auf sie.
Doch stopp, diesen Teil übernahm Horst Müller mit der vierten Rede des Abends. Sein Titel „alle zwei Jahre“ legte dar, dass Inge in dieser Zeitspanne jeweils 10 Reden gehalten hatte. Wie es sich für solch ein aktives Gründungsmitglied des Clubs gehörte, zeichneteHorst die rhetorische Entwicklung von Inge nach und beglückwünschte sie zu dem erreichten Ziel. Auch er fand Worte der Wehmut für ihren Entschluss den Club zu verlassen, respektierte aber natürlich ihre Entscheidung. Mit tosendem Applaus überreichte er Inge ihr neues Namensschild, das sie hoffentlich doch oft nutzen kann.
Im Anschluss wurden die gehaltenen Reden bewertet. Horst sprach mit Begeisterung von der exemplarischen 10. Rede von Klaus, die rundum gelungen war. Auch Roger Schulz fand für Meikes Thema die passenden Worte und war voll des Lobes. Aber auch 1-2 Verbesserungsvorschläge hatte er zur Hand. Henriette Botha war von Inge beeindruckt, die vorher nicht wusste, über was sie heute sprechen musste und dann eine runde Rede authentisch und mit klaren Worten hielt. Chris bewertete die Gratulationsrede von Horst und lobte seinen schönen und warmen Worte, passend zum Anlass.
Schnell wechselten wir zum 2. Teil des Abends, den Stegreifreden. Hier führte Michaela Adler durch das Programm. Nicht mit Meike abgesprochen, hatte auch sie das Thema Farben gewählt. Vom bunten Herbstwald über den Farbfernseher und dem Klang von Autolackierungen kam sie zu Fragen über Farben. Meike beschrieb ihr flamingorotes Haus im Modautal, das bestimmt Aufsehen erregte. Chris erklärte überzeugend und unter viel Gelächter, warum er in einem lilafarbenen Käfer mit weißen Punkten herumfuhr, Anne-Rose beschrieb mit einem Zwinkern in den Augen das „Gassi gehen“ mit zwei rosa Holzpudel und Marie Jansen verteidigte ihre grünen Haare, die ebenfalls auffielen. Danach berichtete der Gast Thomas aus Weinheim, wie er den Weg zum Rhetorikclub fand.
Maria war die Füllwortzählerin des Abends, die über unnötige ähs und mhs informierte, Marion Hein nahm die Zeiten der einzelnen Reden und der Gast und Präsident des englischsprachigen Rhetorik-Clubs in Mannheim, René Fritsch, gab die Abendbewertung ab. Hier erhielten vor allem die Mitglieder ein Feedback, die keine Redebewertung erfuhren. Seine Tipps waren auf jeden Fall hilfreich und informativ.
Mit etwas Verspätung, aber in sehr guter Stimmung, endete dieser schöne Rhetorikabend. Unsere Gäste waren einhellig der Meinung: wir schauen wieder vorbei.
Der Rhetorik-Club Bergstraße e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, in dem Sie in fördernder und freundlicher Atmosphäre Ihre Rhetorik-, Team- und Führungsfähigkeiten entwickeln können.





