(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Hoppla, was ist denn hier passiert? Gestern Nachmittag noch vermeldeten etliche Marktbeobachter – wir eingeschlossen – eine abwartende Haltung vor den US-Wahlen, eher mäßiges Handelsinteresse und somit ein ruhiges Fahrwasser für die Ölnotierungen. Gegen 18 Uhr machten die Ölpreise jäh einen unerwarteten Satz nach oben. Nordseeöl ist seitdem 2 Dollar teurer: Der aktuelle Barrelpreis für Brent liegt nun bei fast 108 Dollar. US-Leichtöl (WTI) hat diesen Schritt nur in kleinem Maße vollzogen, notiert bei 85,50 Dollar je Barrel. Freilich wollen für solche Wendungen gute Begründungen gefunden werden, schließlich konterkariert der Anstieg die zuvor berichtete Langeweile. Zwei Nachrichten aus Nahost (Al Kaida tötet zwei saudische Soldaten, Iran mit neuerlichem Unwillen zur Atom-Kooperation) sind eigentlich zu schwach, würden aber erklären, warum Brent stärker betroffen ist als WTI. Übrig bleibt, die Lösung im Computerhandel zu vermuten: Magische Grenze durchbrochen, dadurch technische Anschlusskäufe ausgelöst. Wider den Markt.
Der Euro bleibt auf dem schwachen Niveau (1,278 Dollar), auf das er sich gestern hinab begeben hat. Das sind schlechte Vorzeichen für den Heizölpreis, der sich daraufhin heute merklich nach oben orientieren sollte.
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