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Interview Kai Lehmann, Geschäftsführer IKOM

05.11.201209:17 UhrIT, New Media & Software
Bild: Interview Kai Lehmann, Geschäftsführer IKOM
Geschäftsführer Kai Lehmann
Geschäftsführer Kai Lehmann

(openPR) 1. Herr Lehmann, die ikom hat Expansionspläne. Wie sehen die genau aus?
Nachdem wir in den letzten Jahren auf Konsolidierungskurs waren und uns vorrangig auf die optimierte Rentabilität des bestehenden Portfolios konzentriert haben, haben wir nun gute Voraussetzungen für den Ausbau unseres Portfolios geschaffen. Wir werden unsere Kernkompetenz im Bereich Ideenmanagement ausbauen und breiter anlegen. Das führt uns zu neuen Focusthemen wie Innovation und insbesondere auch Wissensmanagement.


Dies alles konsequent weiterverfolgt bedeutet für uns eine stärkere Ausrichtung auf Enterprise 2.0.
Zum anderen wollen wir das Geschäftsfeld „IT-Services“ stärken und unser Profil schärfen. In Anlehnung an die Entwicklung, die wir im Bereich Ideen- und Innovationsmanagement sehen, werden wir uns verstärkt mit Social Software, aufgrund unserer Historie insbesondere mit Werkzeugen aus dem IBM Softwareportfolio, beschäftigen. Andere Themen wie Web Development, Identity und Access Management und auch Consulting im Bereich der IT-Architektur sollen ausgebaut werden. Das ist sehr interessant für unsere Kunden.
Dazu haben wir haben hervorragende qualifizierte Mitarbeiter dazu genommen.


2. Mit welchem strategisch starken Partner werden Sie in Zukunft zusammenarbeiten? Warum?
Wir haben unseren Wachstumsplänen und auch der Konsolidierungstendenz im IT-Sektor Rechnung getragen und uns unter den Schirm der direkt gruppe begeben. Dies ist für uns ein hervorragend passender Partner mit zu uns passender Geschäftsausrichtung, der von seinen Kunden regelmäßig Bestnoten bekommt und der zudem die strukturellen Voraussetzungen für eine reibungslose und erfolgreiche Integration der ikom bietet.
Zu den Gründungsmitgliedern der Gruppe besteht eine langjährige Geschäftsbeziehung, die bis in die Mitte der neunziger Jahre zurück reicht. Die Philosophie der Geschäftsleitung sowie die Unternehmenskultur innerhalb der Gruppe passen unserer Meinung nach bestens zur ikom und unseren Plänen. Gleiches gilt für das sehr ausgeprägte Dienstleistungsverständnis, welches unserer Einstellung zu Themen wie Kundenbindung und Schaffung von Kundennutzen entspricht. Im Gegenzug tragen wir für die in Hamburg ansässige, in Köln mit einem Büro vertretene Gruppe, mit unserem Leistungsangebot zur Stärkung der Präsenz sowie des Dienstleistungsportfolios bei.


3. Welche Kompetenzen kommen dadurch zu Ihrem Dienstleistungs-Portfolio hinzu?
Die direkt gruppe besteht aktuell aus vier Unternehmen, die sich um Infrastrukturthemen wie IT-Strategie und Organisation (improve direkt), Anwendungsentwicklung, Portale und eBusiness (solutions direkt), IT-Serviceprozesse, Virtualisierung , Automatisierung, IAM (networks direkt) sowie Marketingberatung und Online-Marketing (marketing solutions) kümmern. Das ist ein umfassendes Portfolio, welches wir unseren Kunden mit anbieten können. Darüber hinaus stehen die hochqualifizierten Mitarbeiter aus der Gruppe auch am Standort Köln beziehungsweise in der Region West zur Verfügung. Unter dem Strich können wir unsere Kunden sehr viel umfassender als bisher betreuen. Gerade in interdisziplinären Projekten oder bei Kunden, die eine größeres Dienstleistungsangebot aus einer Hand anstreben, ist dies sehr sinnvoll und vorteilhaft.


4. Welche Kunden sprechen Sie mit dem neuen Geschäftsmodell an?
Grundsätzlich sprechen wir mit unserem nun umfangreicher gewordenen Portfolio alle Kunden in der Region West an. Aber auch die Kunden in Norddeutschland, also am Stammsitz der Gruppe, können von unseren Erfahrungen und Kompetenz beispielsweise in den Bereichen Ideen- und Innovationsmanagement oder auch IBM Collaboration Software, profitieren.


5. Werden Ideen – und Innovationsmanagement zukünftig mit den neuen IT-Themen wie beispielsweise Enterprise 2.0 (noch mehr) verzahnt?
Themen wie Enterprise 2.0 Plattformen, Open Innovation, Integrationsaspekte und Serviceorientierung an werden an Bedeutung gewinnen. Dies gilt nicht nur für den Enterprise Level sondern auch für den Mittelstand. Wie vorhin schon aufgezeigt, beobachten wir die Entwicklung des Ideen- und Innovationsmanagements besonders hin zu kollaborativen Strukturen. Die anbieterseitige Spezialisierung auf Ideen- und Innovationsmanagement verliert an Bedeutung, da dieser Bereich verstärkt übergreifend betrachtend werden wird. Trotzdem wollen wir unsere smartidee-Lösungen weiter unterstützen. Allerdings werden wir das Ideenmanagement zukünftig nicht als einzelnes Produkt, sondern als eine umfassende Lösung für die Kunden anbieten. Bestehenden Kunden bieten wir Investitionssicherheit über langfristige Wartungsverträge, aber auch über Kooperationen, sofern die Kunden dies wünschen.


6. Wie genau werden diese Prozesse dann aussehen?
Ideen- und Innovationsmanagement werden natürlich vielfach als eigenständige Disziplinen oder Fachbereiche weiterbestehen. Allerdings erwarten wir auch einen Trend zur Nutzung als Werkzeuge oder Querschnittsfunktion für andere Fachbereiche. Traditionelle Themen wie „Mitbestimmung“ und „Gold in den Köpfen“ verlieren dadurch an Gewicht oder werden anders interpretiert. Auch große Unternehmen werden Organisation und Prozesse von rein weisungsgebundenen Strukturen hin zu kollaborativen dezentraleren Strukturen mit größerer Betonung von flexiblen, themenbezogenen Gruppen mit flachen Hierarchien, neudeutsch „Communities“, verändern.


7. Welche Synergien werden/können sich daraus ergeben?
Ideenmanagement ist auch eine gezielte Wissensarbeit. Es braucht Communities, die als Schnittstelle zwischen dem impliziten Wissen von einzelnen Personen und der Organisation fungieren und dadurch einen großen Beitrag zur Erschließung dieses Wissens leisten. Die Stärke von Communities und damit der Prinzipien des Web 2.0 besteht darin, dass Ideen gemeinsam entwickelt, präsentiert, veröffentlicht und bewertet werden. Das Werden von Ideen lässt sich jederzeit verfolgen, so dass alle Mitglieder der Community aktuell und transparent über den Status einer Idee informiert sind. Dadurch wird ein einfaches und dennoch professionelles Ideenmanagement ermöglicht.


8. Gibt es eine neue Unternehmensvision/Philosophie die aus der geplanten Partnerschaft der ikom GmbH & networks direkt GmbH, einem Unternehmen der direkt gruppe, hervorgeht?
Nein, wir haben uns mit der Integration in die direkt gruppe bewusst für einen Partner entschieden, der deckungsgleiche Grundwerte wie die ikom hat. Natürlich können wir von vielen Errungenschaften in der Gruppe profitieren, die sich aufgrund der Mitarbeiteranzahl bereits seit längerer Zeit herausgebildet haben. Ich denke da beispielsweise an Aspekte wie Mitarbeiterbindung und –qualifizierung, aber auch an das Thema Kundenbindung.

Natürlich steht auch das weitere Wachstum auf der Agenda, immer jedoch möglichst generisch und wirtschaftlich vernünftig. Denn neben den Regionen, Nord und West gibt es noch weiteres Potential, welches es zu erschließen gilt! Wir, und hier spreche ich für alle Mitarbeiter der ikom, freuen uns außerordentlich auf die Zusammenarbeit und gehen die kommenden Aufgaben mit großer Begeisterung und Tatendrang an.

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