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Dem Belegarztsystem droht Kollaps

08.11.200516:02 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) München. Die Einkommensverluste der Belegärzte für ihre im Krankenhaus erbrachten Leistungen sind für einzelne Facharztgruppen im ersten Quartal unter den Abrechnungsbedingungen der neuen vertragsärztlichen Gebührenordnung, dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM 2000 plus), noch viel größer als befürchtet.
Die weitere Existenz des historisch gewachsenen und kostengünstigen Belegarztsystems steht nun endgültig zur Disposition. Es drohen Abbau von Arbeitsplätzen in Belegarztpraxen und Krankenhäusern, meint Dr. Klaus Schalkhäuser, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Belegärzte, da mit einer nachhaltigen und kurzfristigen Korrektur der handwerklichen Fehler im Aufbau des EBM und der regionalen Honorarverteilung nicht zu rechnen ist.
"Nun ist Schluss mit lustig", so Schalkhäuser, "es besteht ein gesetzlich verordneter Förderungstatbestand für das Belegarztsystem, der aber weder von den Krankenkassen und der Politik, noch von Teilen der ärztlichen Selbstverwaltung ernst genommen wird. Verluste bis zu 40 Prozent sind ein Skandal und können nicht ohne Konsequenzen hingenommen werden."
Auch wenn Dr. Bernhard Rochell, Leiter der Honorarabteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), kürzlich auf der emotionsgeladenen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Belegärzte in München einmal mehr notwendige und sachlich begründete Korrekturen des EBM für belegärztliche Leistungen mit herausgehobenem Handlungsbedarf zusicherte, wird ein Verhandlungserfolg von der Einsicht der Krankenkassen abhängig sein. Unter der derzeitigen Entwicklung ist der Kollaps der belegärztlichen Versorgung zu befürchten.
Da in den Organfächern, z.B. Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Frauenheilkunde, Urologie und Orthopädie, bis zu 40 Prozent aller Krankenhausbetten durch Belegärzte betreut werden, drohen insbesondere in Flächenstaaten und ländlichen Regionen erhebliche Versorgungsdefizite für kranke Menschen, wenn nicht schnell grundlegenden Verbesserungen für die Belegärzte beschlossen werden. Für den Fall, dass die anstehenden Verhandlungen erneut scheitern, haben die Belegärzte in München entschieden, öffentlichkeitswirksame Aktionen zu starten, die darauf aufmerksam machen, dass mit einem Zusammenbruch des Belegarztsystems auch die bürgernahe, freie Facharztwahl bei einer notwendigen Krankenhausbehandlung verloren ist.

Dr. Klaus Schalkhäuser

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