(openPR) Spätestens bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen stoßen alle Eltern auf die verschiedenen Phasen in der Kindesentwicklung:
? Wie weit ist das Kind im kognitiven Bereich: Was hat es bereits gelernt, was sollte es bereits alles wissen?
? Wie steht es um die Psychomotorik: Kann das Kind mit geschlossenen Augen auf einem Bein stehen und ist es realistisch, dies bereits zu erwarten?
? Und nicht zuletzt stellt sich auch die Frage nach dem affektiven Lernverhalten: Entwickelt das Kind Empathie, kann es sich in andere hineinversetzen?
Natürlich muss jedes Kind als Individuum betrachtet werden, möglicherweise erfüllt es noch nicht alle “Anforderungen”. Die folgende Aufstellung ist insofern als kleine Orientierungshilfe anzusehen. Wenn Ihr Kind nicht alle Punkte erlernt hat, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Schauen Sie einfach weiter, vielleicht kann es schon Dinge, für die es eigentlich noch “zu jung” ist.
Kinder ab drei Jahren:
Kognitiv:
• Befolgen einfacher Anweisungen
• Benennung erster Farbunterscheidungen
• mindestens Zahlen bis fünf
Psychomotorisch:
• Hüpfen auf einem Bein
• Balance
• Gehen auf Zehenspitzen
Affektiv:
• gemeinsames Spiel mit anderen Kindern
• aufmerksames Zuhören bis zu drei Minuten
Empathie hat es in diesem Alter noch nicht entwickeln können, es kann sich nicht in gleichaltrige Freunde hineinversetzen und somit nicht erfassen, dass auch der andere Gefühle hat.
Kinder ab vier Jahren:
Kognitiv:
• Schreiben erster Buchstaben
• Verständnis für Zahlen und Mengen, z.B. mehr oder weniger
• Verständnis für räumliche Anordnungen, z.B. innen, außen, darüber, darunter
Psychomotorisch:
• sicheres und schnelleres Rennen
• auf Kommando loslaufen, stoppen und wenden
• Stand auf einem Bein
Affektiv:
• verbesserte Wahrnehmung der eigenen Sinne
• längeres Zuhören
Kinder können mit vier Jahren gar nicht ausreichend gelobt werden. Verschiedene Übungen stellen Kinder vor altersgerechte Aufgaben, die sie mit Spaß erfüllen und für die sie jede Menge Lob ernten werden.
Kinder mit fünf Jahren
Kognitiv:
• Unterscheidung zwischen links und rechts
Psychomotorisch:
• Rennen
• Stärkung der Koordination
• Balance auf einem Bein mit geschlossenen Augen
• Laufen auf Zehenspitzen
• hohe Sprünge
Affektiv:
• Verständnis dafür, dass auch andere Gefühle haben
Kinder mit sechs Jahren
Psychomotorisch:
• Training im Rhythmus einer Musik
Affektiv:
• Entwicklung eines unbedingten Siegeswillen
• Verständnis für Kritik
Kinder mit sieben Jahren
Kognitiv:
• Lesen der Uhr
• Benennen der Tage, Monate und Jahreszeiten
Psychomotorisch:
• gute Augen-Hand-Koordination
• gute Balance
• gymnastische Übungen
Affektiv:
• Zuhören über eine längere Dauer
• Schamgefühl
• Gerechtigkeitssinn
Kinder mit acht Jahren
Kognitiv:
• Verständnis für den Wert des Geldes
Psychomotorisch:
• Verbesserung der Feinmotorik
Affektiv:
• Argumente nachvollziehen
• Entwicklung von Lebenskompetenzen
• Empfänglichkeit für Gruppendruck
Kinder mit neun Jahren
Psychomotorisch:
• gute Muskelkraft
Affektiv:
• Selbstreflektion
• Entwicklung eigener Ideen
• aktiver Einsatz für Gerechtigkeit
• Empathie für andere
Kinder mit zehn Jahren
Psychomotorisch:
• Kontrolle der eigenen Kraft
Affektiv:
• hohes Sozialempfinden
• gutes Selbstbewusstsein
• Einhaltung von Regeln
• verantwortliches Handeln












