(openPR) Die üblichen Verträge zwischen einem Label und dem Künstler/Band und den Ausschüttungen der Einnahmen sind bestens bekannt. Mittlerweile kehren immer mehr Künstler/Bands den Labels den Rücken und versuchen ihre Veröffentlichungen direkt über einen geeigneten Vertrieb abzuwickeln. Beim ersten Vergleich liegt der Vorteil klar auf der Hand. Während die Labels bisher für einen Künstlervertrag einen Anteil von 8-15 Prozent oder bei einem Bandübernahmevertrag zwischen 20 und 25 Prozent auszahlen, kann der Gewinn beim Direktvertieb ohne Label bei 50-90 Prozent liegen (Grundlage beim bereinigten HAP (Händlerabgabepreis)).
Der Nachteil dabei kann jedoch sein, dass der Künstler nur mäßige bis gar keine Verkäufe erzielt, da auch für die Promotion, der Künstler verantwortlich ist. Oft fehlen dem Künstler hier die Erfahrungen und Kontakte und das nötige Kleingeld, um seine Songs zur Veröffentlichung auch effektiv zu promoten. Dies bleibt meist nur den Labels vorbehalten, die jedoch einen recht großen Anteil der Einnahmen einbehalten. Was man natürlich nicht vergessen darf, gute Promotion hat seinen Preis, der schnell die Preise einer CD-Pressung oder Album-Produktion im Tonstudio übersteigen kann. So versucht ein Label, die entstandenen Kosten durch eine niedrigere Ausschüttung an den Künstler wieder einzufahren.
Da die Kosten bei Download-Veröffentlichungen wesentlich niedriger ausfallen, als bei CD-Pressungen sollte gerechter Weise auch der Anteil an den Künstler entsprechend angepasst sein.
Oft werden hierbei keine Unterschiede gemacht, wodurch viele Künstler/Bands den Direktvertrieb wählen. Selbst mit dem Bewusstsein, dass eine gute Promotion nur mäßig oder fast gar nicht stattfinden wird, wählt der Künstler lieber den Direktvertrieb. Was jedoch oft passieren kann, außer Spesen nichts gewesen.
Bei diesem Zustand sollte sich etwas verändern, um den Gang zu einem Label wieder attraktiver zu machen. Zum Beispiel verfügt das Label „ammpmusic“ hierbei über ein neues Konzept, bei dem der Anteil bis zu 50 Prozent für die Künstler liegen soll. Vor allem für Bands könnten solche Konditionen sehr interessant sein, da die einzelnen Bandmitglieder die anteiligen Einnahmen unter sich aufteilen müssen. So bliebe mehr für die Künstler übrig, ohne auf die Vorzüge eines Labels verzichten zu müssen. Im Sinne der Künstler darf man hoffen, dass weitere Labels nachrücken werden.









