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Arzneimittelausgaben in Deutschland gesunken

(openPR) Der Report 2012 belegt erstmalig seit 2004 Kostenrückgang

(ddp direct) Anlässlich der Pressekonferenz, die jährlich zum Erscheinen des Arzneiverordnungs-Reports in Berlin stattfindet, belegen die beiden Herausgeber Ulrich Schwabe und Dieter Paffrath einen erstmaligen Kostenrückgang der Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherungen | Beherrschendes Thema des AVR 2012 sind die ersten Ergebnisse der frühen Nutzenbe-wertung neuer Arzneimittel im Rahmen des Arzneimittel-Neuordnungsgesetztes (AMNOG)



Berlin | Heidelberg, 27. September 2012. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2004 sind die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankversicherung (GKV) rückläufig. Nach Zahlen des Bundesministeriums für Gesundheit reduzierten sich die Zahlen für das Jahr 2011 um 1,17 Mrd. auf 30,87 Mrd. Dieser Entwicklung geschuldet verzeichnet der jährlich bei Springer Medizin erscheinende Arzneiverordnungs-Report für 2011 einen moderateren Anstieg der Gesamtausgaben der GKV um 2,3 Prozent; diese belaufen sich 2011 auf 184,86 Mrd. Euro einschließlich der Versichertenzuzahlungen. Der größte Anteil an den GKV-Kosten geht auf die Krankenhausbehandlung mit 60,83 Mrd. Euro, das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. An Platz zwei des Rankings stehen die Ausgaben für ärztliche Behandlungen in Höhe von 33,69 Mrd. Euro, gefolgt von zahnärztlichen Behandlungen über 12,05 Mrd. Euro, was einem Plus über 2,1 Prozent entspricht. Damit hat sich der Vorjahrestrend fortgesetzt: der Anteil der Arzneimittel an den Leistungsausgaben der GKV hat sich erneut vermindert auf 17 Prozent (Vorjahr 18 Prozent).

Trotz gesunkener Arzneimittelausgaben bestehen laut Arzneiverordnungs-Report weiterhin hohe Einsparmöglichkeiten von 3,1 Mrd. Euro bei Generika, Analogpräparaten und umstrittenen Arzneimitteln. Auf Basis eines exemplarischen Preisvergleichs mit den Niederlanden errechnen sich Einsparpotenziale von insgesamt 7,8 Mrd. Euro. Damit werden Ergebnisse früherer Preisvergleiche mit Schweden und Großbritannien bestätigt. Das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) hat erstmals reale Möglichkeiten geschaffen, die das hohe Niveau der deutschen Arzneimittelpreise im patentgeschützten Marktsegment zu senken.

Seit 1985 werden im Arzneiverordnungs-Report die Entwicklungen der vertragsärztlichen ambulanten Verordnungen analysiert. Datenbasis für den aktuellen Report sind die Vorjahreszahlen: insgesamt 141.515 Vertragsärzte haben im letzten Jahr 784 Millionen Verordnungen ausgestellt. Der Report dient Ärzten als Entscheidungshilfe für eine Verordnung nach therapeutischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Als Standardwerk genießt er außerdem hohe Anerkennung in Gesundheitsökonomie und Politik. Bis heute gibt es in Europa keine vergleichbare Publikation.

Ulrich Schwabe; Dieter Paffrath (Hrsg.)
Arzneiverordnungs-Report 2012
Aktuelle Daten, Kosten, Trends und Kommentare
2012. 1156 S. 80 Abb.,
ISBN: 978-3-642-29241-5
Broschiert. 49,95 EUR; 62,50 CHF

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http://www.themenportal.de/gesundheit/arzneimittelausgaben-in-deutschland-gesunken-52397

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