(openPR) - Die KAS BANK N.V. und die Deutsche WertpapierService Bank AG (dwpbank) haben eine langfristige Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft in Europa unterzeichnet. Die Partner gründen ein 50/50-Joint-Venture zum Aufbau einer europäischen Wertpapierabwicklungsplattform für das Retail-Geschäft – mit den Niederlanden als Ausgangspunkt.
- Durch die Schaffung einer spezialisierten Wertpapierabwicklungsplattform bieten die KAS BANK und die dwpbank eine Lösung für die fragmentierte und komplexe europäische Wertpapierinfrastruktur.
- Die dwpbank gründet eine Niederlassung in Amsterdam. Mitarbeiter der KAS BANK werden diese Niederlassung ab 2015 unterstützen, gleichzeitig wird das Abwicklungsvolumen der KAS BANK auf die Plattform der dwpbank verlagert.
- Die KAS BANK und die dwpbank werden ihre Wholesale-Dienstleistungspalette in Deutschland durch gegenseitige Ergänzungen in diesem Bereich ausbauen.
Europäische Partnerschaft
Die KAS BANK und die dwpbank werden eine Wertpapierabwicklungsplattform im Retail-Segment für den europäischen Finanzdienstleistungssektor einrichten. Entsprechende Verträge wurden von beiden Partnern unterzeichnet. Sie sehen die Gründung eines Joint Ventures zur Förderung der gemeinsamen Vertriebstätigkeiten der zu schaffenden paneuropäischen Wertpapierplattform vor. Das neue Unternehmen wird Ende des Jahres seine Geschäftstätigkeit aufnehmen und strebt in der Retail-Wertpapierabwicklung die Marktführerschaft in den Niederlanden bis 2018 an. Darauf aufbauend wird das Joint Venture sein Dienstleistungsangebot rund um die Wertpapierabwicklung in weiteren europäischen Märkten anbieten. Allein das Marktpotenzial für die Niederlande umfasst rund sechs Millionen Wertpapierdepots, die Dank dieser Lösung besser bedient werden können. Dies bedeutet gesteigerte Effizienz, sichergestellte Kontinuität, geringere Risiken sowie Kosteneinsparungen für die teilnehmenden Institute und den gesamten Markt.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird die dwpbank eine eigene Niederlassung in Amsterdam für die Wertpapierabwicklung gründen. Das dazu nötige technische Wissen mit den entsprechenden lokalen Marktkenntnissen in der Niederlassung wird durch den Übergang von ca. 150 Wertpapierspezialisten der KAS BANK erreicht. Die unterzeichneten Verträge sehen vor, dass die KAS BANK ihre Verarbeitungsvolumen und Dienstleistungen rund um die Wertpapierabwicklung in 2015 auf die dwpbank verlagert.
Diese Partnerschaft räumt der KAS BANK zudem die Möglichkeit ein, ihr Wachstum in Deutschland weiter auszubauen. Damit erhält die KAS BANK über die technische und strukturelle Unterstützung der dwpbank Zugang zum deutschen Markt und kann den institutionellen Kunden der dwpbank und den deutschen Finanzinstituten Wertpapierdienstleistungen im Wholesale-Bereich anbieten. Durch die Kombination ihrer jeweiligen Expertise sind beide Unternehmen in der Lage, eine erweiterte Palette an Wholesale- und Mehrwertprodukten anzubieten, die auf die institutionelle Kundenbasis in Deutschland zugeschnitten ist.
Europäische Infrastruktur
Die europäische Finanzwelt befindet sich in einem raschen Wandel und die aufsichtsrechtlichen Anforderungen für die Wertpapierindustrie haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Mit der Einrichtung einer spezialisierten Wertpapierinfrastruktur für die Abwicklung im Retail- und Wholesale-Bereich für die Niederlande und Europa bieten dwpbank und KAS BANK eine Lösung, die der zunehmenden Komplexität und den steigenden Kosten und Risiken des Marktes Rechnung trägt. Außerdem wird die Partnerschaft einen Impuls für die weitere Harmonisierung der Wertpapierabwicklung geben und generell Risiken in der Infrastruktur reduzieren.
Albert Röell, Vorstandsvorsitzender der KAS BANK, sagt hierzu: „Die KAS BANK und die dwpbank sind zwei Spezialisten im Retail- und Wholesale-Bankgeschäft, die beide eine neutrale Marktstellung inne haben und jeweils Infrastrukturen in ihren Inlandsmärkten bereitstellen. Ausschlaggebend für die Partnerschaft sind sich gegenseitig ergänzende Stärken und eine gemeinsame Vision für die europäische Harmonisierung der Wertpapierabwicklung. Vergleichbar zum Zahlungsverkehr wird die neue europäische Retail-Wertpapierplattform alle aktuellen und künftigen europäischen Wertpapiervorschriften umsetzen und dadurch die operativen Risiken und Kosten für Banken in ganz Europa verringern.“
Markus Walch, Vorstandsvorsitzender der dwpbank: „Die Partnerschaft wird die Position der dwpbank und der KAS BANK als zentralen Dreh- und Angelpunkt in der europäischen Wertpapierinfrastruktur festigen. Aufbauend auf der bereits bestehenden erfolgreichen IT-Plattform der dwpbank entsteht so gemeinsam eine europäische Infrastruktur für eine stärkere und effizientere Wertpapierabwicklung.“
Karl-Martin im Brahm, Vertriebsvorstand der dwpbank: „Unser Ziel lautet, das Joint Venture bis Ende 2018 als Marktführer in den Niederlanden zu etablieren. Die teilnehmenden Institute auf dieser neuen Plattform werden von erheblichen Kosteneinsparungen und einem deutlichen Rückgang ihres operativen Risikos profitieren.“
Sikko van Katwijk, Vorstandsmitglied der KAS BANK: „Nicht nur Privatkundenbanken, sondern auch Investmentfonds und die niederländischen Pensionskassen (PPI) sind bei der Wertpapierabwicklung mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Zunehmende staatliche Regulierung, komplexe Strukturen im Bereich der Backoffices sowie der Wunsch der Kunden nach modernen Anwendungen verlangen nach Investitionen. Das Joint Venture bietet allen Instituten in den Niederlanden die Möglichkeit, zukünftig eine Plattform zu nutzen, die bereits heute fast sechs Millionen Konten betreut. Neueste Technologien und aufsichtsrechtliche Anforderungen sind in dieses System der dwpbank integriert. Frankfurt und Amsterdam werden daher das Sprungbrett für diese wachsende europäische Plattform sein.“


