(openPR) Prozesse und Management Virtueller Techniken, Engineering mit Virtuellen Techniken und mobile 3D: das waren die spannen-den Themen des 4. Virtual Efficiency Congress (VEC) in diesem Jahr. Der VEC rund um Anwendungen und Technologien aus dem 3D-Engineering Umfeld hat sich als einzigartige Wissensplattform in der industriellen Anwendung von 3D-Technologien etabliert. Der Branchenschwerpunkt lag dieses Jahr auf dem Automobil- und Fahrzeugbau.
12 Vorträge und eine begleitende Ausstellung mit Unternehmen aus dem Fachbereich Virtual Engineering formten das Programm des vom Virtual Dimension Center Fellbach und dem Fraunhofer IAO organisierten Virtual Efficiency Congress 2012.
Während das interessierte Publikum in der Ausstellung umfassende Informationen zu neuesten Produkten und Projektionstechniken bekam, wurden in den Vorträgen füh-render Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft die Einsatzbereiche von 3D-Visualisierungs- und Simulationstechnologien in der Praxis vorgestellt.
Frau Prof. Jivka Ovtcharova eröffnete am Donnerstag mit einem mitreißenden Keynote-Vortrag das vielfältige und überaus informative Programm. Sie machte die Herausforderungen, das Handlungspotential und Lösungsansätze transparent, die in der Unternehmenspraxis von morgen mit dem Einsatz von Virtual Engineering-Methoden eine Rolle spielen. Friedrich Schley von der MTU Friedrichshafen zeigte dem Publikum den durchgängigen Einsatz von VR im Lebenszyklus von Dieselmotoren auf. Dr. Manfred Dangelmaier vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) befasste sich in seinem Vortrag mit dem Thema Accessibility Engineering und hier im Speziellen mit Tätigkeiten, Dienstleistungen, Prozessen und Methoden, die darauf abzielen, Produkte für Menschen mit Behinderungen barrierefrei zu gestalten. Dr. Josip Stjepandic von der PROSTEP AG aus Darmstadt präsentierte Herausforderungen, Lösungsansätze und langfristige Auswirkungen von CAD-Systemwechseln. Dass es heute bereits möglich ist, Materialfluss-Simulationen auf Knopfdruck von 2D in 3D zu visualisieren machte Dr. Marco Schumann vom Fraunhofer IFF aus Magdeburg in seinem Vortrag transparent. Um die Motivation, den CO2-Ausstoß langfristig zu senken ging es Mirko Bromberger von Altair Engineering in seinem Vortrag, der vor allem das Ziel aufzeigte, Leichtbauziele mit Simulationstechniken zu erreichen und diese Aufgabe in verschiedensten Branchen zu lösen. Horst Heinzmann, Geschäftsführer bei der Akos GmbH Stuttgart, befasste sich in seiner Präsentation mit der Simulation von Fehlern bei Wartungsarbeiten für den Einsatz bei Schulungen ohne dass den Schulungsteilnehmern reale Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Virtuelle Techniken in der Konstruktion waren der Schwerpunkt des Vortrags von Frank Haselberger vom Fraunhofer IAO.
Am Freitag eröffnete Dr. Christian Sandor, Senior Lecturer an der University of South Australia und Director des Magic Vision Lab den zweiten Veranstaltungstag mit seiner Keynote „Taking Augmented Reality out of the Laboratory and into the Real World“. Erfahrungen und Eindrücke, Stand der Technik, Hürden und Lösungen sowie ein Zu-kunftsblick auf AR – geht es um mobile Anwendungen z.B. auf Smartphones oder um Industrieanwendungen: AR-Anwendungen gewinnen an Bedeutung und Akzeptanz – so das Fazit dieses Vortrags. Peter Domschitz von Alcatel-Lucent Bell Labs beschäftigte sich mit Cloud-Infrastrukturen, über die der Netzgesellschaft von heute möglichst ohne Zeitverzögerung an jedem Ort und zu jeder Zeit auch große – und vor allem relevante - Multimediadaten zur Verfügung gestellt werden können und müssen. Die großen Herausforderungen, die das an die technische Infrastruktur stellt wurden eindrucksvoll erläutert und es wurde deutlich, dass die heutigen Clouds zwar sehr gut sind, für Multimedia-Anwendungen aber unbedingt neue Cloud-Infrastrukturen benötigt werden. Christian Effert von der metaio GmbH München setzte das Thema mobile AR fort und stellte einige in Arbeit befindliche Projekte vor, die alle ein Ziel gemeinsam haben: echte AR-Applikationen auf mobilen Endgeräten zu implementieren und für die Allgemeinheit verwendbar zu machen. Florian Knoll, Geschäftsführer der davit GmbH und Thomas Kienzl, Geschäftsführer der Kommerz KEG Graz, zeigten praktische Mixed-Reality-Beispiele mittels des selbst entwickelten 3D-Werkzeugs „MRI Feeder“ – eine auf bestehender Software aufsetzende Technologie für interaktives Agieren und intuitives Bedienen ohne besondere Vorkenntnisse und ohne komplizierte Technik. Davit ist in Deutschland Vertriebspartner der Kommerz und darüber hinaus Mitglied im Netzwerk des VDC Fellbach.
Das komplette Vortragsprogramm sowie einige zum Download zur Verfügung gestellte Beiträge können in Kürze unter www.virtual-efficiency.de eingesehen werden.
Natürlich lässt sich die 3D-Technologie besonders im Mittelstand ohne Hardwarelösungen zur Darstellung und Bedienung von 3D-Inhalten kaum realisieren. Davon konnten sich die Kongressbesucher in der begleitenden Ausstellung selbst ein Bild machen denn die Fachaussteller hatten den aktuellen Stand der Technik mitgebracht. Als Austeller waren dabei: Altair Engineering, Barco, bwcon, davit, Deutsche Messe AG, EST Engineering Systems Technologies, Fraunhofer IAO, Haption, InMediasP, das Projekt Imoshion und das Virtual Dimension Center (VDC).
Der Geschäftsführer des VDC-Fellbach, Dr. Christoph Runde, zeigte sich nach dem Schlusswort zum 4. VEC zufrieden. „Wir konnten uns erneut über mehr als 100 Teil-nehmer aus allen Anwenderbereichen freuen. Wieder hat sich gezeigt, dass unser Ansatz, den Kongress Jahr für Jahr thematisch weiter zu entwickeln, der richtige Weg ist. Und ich denke auch, dass wir im Jubiläumsjahr des Landes Baden-Württemberg einen würdigen Beitrag für den Wirtschafts- und Technologiestandort Stuttgart leisten konnten.“ Der Virtual Efficiency Kongress 2013 wird voraussichtlich wieder in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO stattfinden. Weitere VDC-Veranstaltungen zum Jahresende befassen sich unter anderem noch mit den Themen Digital Content Creation und der 3D-Visualisierung in der Produktkonfiguration und im Variantenmanagement.









