openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Der deutsche Mittelstand im Fokus chinesischer Investitionsstrategen

Bild: Der deutsche Mittelstand im Fokus chinesischer Investitionsstrategen
v.li.: Norbert Scheuch, Cangron Ma, Gastgeber Martin Haas, Prof. Dr. Helmut Haussmann
v.li.: Norbert Scheuch, Cangron Ma, Gastgeber Martin Haas, Prof. Dr. Helmut Haussmann

(openPR) Chinaexperten Ma, Haussmann und Scheuch im Fachdialog bei der Staufen AG

Der deutsche Mittelstand ist für chinesische Unternehmen und Investoren äußerst attraktiv. Darin sind sich Cangron Ma, ehemaliger chinesischer Botschafter, Prof. Dr. Helmut Haussmann, Wirtschaftsminister a.D., und Norbert Scheuch, CEO von Putzmeister und Vorstand der Sany Group, einig. Die drei Chinaexperten trafen sich Mitte September zum Fachdialog bei der Staufen AG in Köngen/Stuttgart. Das Credo des Abends: Die KMU in der Bundesrepublik werden nicht darum herumkommen, sich mit dem Reich der Mitte auseinanderzusetzen. Denn, so Scheuch, „dass sich Unternehmen nicht mit China beschäftigen, verhindert nicht, dass die chinesische Konkurrenz ein Auge auf einen wirft.“ Besonders das deutsche Image und Know-how sollen chinesischen Unternehmen zum Durchbruch in der Globalisierung verhelfen. Im Fokus stehen also besonders häufig Hidden Champions und Technologieführer. Doch entgegen der weit verbreiteten Skepsis können sowohl eine Kooperation als auch ein chinesischer Investor deutschen Unternehmen viele Vorteile eröffnen. Laut Haussmann sind sie sogar häufig ideale Wirtschaftspartner.



1972 nahmen China und Deutschland erstmals diplomatische Beziehungen zueinander auf. 40 Jahre später beträgt das bilaterale jährliche Handelsvolumen 144,25 Milliarden Euro (Stand Ende 2011) – Tendenz steigend. Knapp 45 Prozent davon entfallen auf deutsche Exporte nach China. Die beiden Länder sind inzwischen der wichtigste Handelspartner des anderen auf dem jeweiligen Kontinent. Deutschland ist zudem der größte europäische Investor in China, laut Cangron Ma beträgt das Volumen insgesamt 220 Milliarden Euro. Allein 7.500 deutsche Unternehmen sind in China tätig. Dagegen agieren nur rund 900 chinesische Firmen innerhalb der Bundesrepublik, das Investitionsvolumen lag 2010 bei 0,9 Milliarden Euro. Entgegen dem Eindruck, der in der Öffentlichkeit entstanden ist, engagiert sich die deutsche Wirtschaft also deutlich stärker in China als umgekehrt, was vor allem dem unterschiedlichen Entwicklungsstand der beiden Volkswirtschaften zuzurechnen ist. Dennoch steigt die M&A-Tätigkeit der Chinesen an, wobei Europa als Zielregion vor allem seit der Krise 2009 immer attraktiver wird, allen voran Deutschland.

Was den deutschen Mittelstand so attraktiv macht
Abgesehen davon, dass Deutschland immer noch der stabilste Standort innerhalb der krisenbehafteten Eurozone ist, bietet der heimische Mittelstand potenziellen Investoren vielversprechende Besonderheiten. Zum einen verfügt er über erstklassiges technologisches Know-how. „Das ist für chinesische Unternehmen natürlich sehr interessant“, so Scheuch. „Aber das allein ist noch nicht ausschlaggebend.“ Das Image und die Bekanntheit des Unternehmens innerhalb der Branche seien mindestens genauso wichtig. „Viele chinesische Unternehmen hoffen auf eine Rückkopplung auf den heimischen Markt sowie einen Imagetransfer im globalen Geschäft“, meint Scheuch. Ziel sei immer auch eine Qualitäts- und Funktionsverbesserung der eigenen Produkte. „Oft scheitern Firmen aus China an der Globalisierung ihrer Geschäfte, da die Marke außerhalb des eigenen Landes nicht bekannt ist. Vor allem hier im Westen stehen wir einem Käufermarkt gegenüber, auf dem die Kunden stark selektieren. In China ist das noch nicht so, da fällt verkaufen noch leichter.“ Gemeinsam mit einem qualitäts- und servicestarken deutschen Partner seien chinesische Unternehmen für das weltweite Geschäft besser gewappnet – ohne sich gegenseitig zu kannibalisieren.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kooperation
Überlegen deutsche Mittelständler, so wie es Putzmeister getan hat, sich mit chinesischen Investoren oder Partnern zusammenzutun, sollten sie laut Prof. Haussmann folgende Kriterien im Vorfeld prüfen:
- Ist das Unternehmen offen genug, die chinesischen Eigenarten zu akzeptieren?
- Gibt es schon nachhaltige Erfahrungen mit China?
- Geht das eigene Interesse an China über das wirtschaftliche hinaus, sprich will man sich tatsächlich mit dem Land und seiner Kultur auseinandersetzen?
- Bietet man dem Partner langfristige Reize wie gute Netzwerke, hervorragende Mitarbeiter etc.?

Können alle Fragen mit Ja beantwortet werden, sei das Unternehmen durchaus geeignet, um erfolgreich mit chinesischen Partnern agieren zu können – und sich so auch den chinesischen Markt und sein enormes Potenzial zu erschließen. „Die Vorteile sind in der Regel größer als eine ‚Abhängigkeit’ vom chinesischen Partner“, ergänzt Haussmann. Auch Scheuch kann das bestätigen: „Zwar gibt es große kulturelle Unterschiede, die sich aber überbrücken lassen. Chinesische Investoren neigen meiner Erfahrung nach eher dazu, das deutsche Unternehmen wie bisher arbeiten zu lassen, da sie höchsten Respekt vor deren Können und den Geschäftsprozessen haben – ganz im Gegensatz zu vielen anderen Nationalitäten.“ Cangron Ma versichert, dass sich auch die Regierung Chinas bemühen wird, deutschen Unternehmen das Leben zu erleichtern: „Wir werden uns weiter öffnen und suboptimale Punkte wie den Schutz geistigen Eigentums weiter vorantreiben.“ Der deutsche Mittelstand sollte sich also auf jeden Fall mit China auseinandersetzen. Auch die Entscheidung, sich nicht im Land zu engagieren, solle laut Haussmann bewusst getroffen werden. Dennoch dürften andere fernöstliche Staaten nicht außer Acht gelassen werden: „Eine Asien-Strategie sollte sich nicht nur auf China beschränken – andere Länder sind ebenso im Kommen. Beispielsweise wird Indonesien stark unterschätzt.“ Auf keinen Fall dürfe man aber Angst vor der asiatischen Konkurrenz haben. „Deutschland ist ein idealer Partner für Schwellenländer – eine Kooperation nützt beiden Seiten.“

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 664951
 1190

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Der deutsche Mittelstand im Fokus chinesischer Investitionsstrategen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von STAUFEN.AG Beratung.Akademie.Beteiligung

Bild: Höhere Löhne in China: mehr Absatzmöglichkeiten für deutsche UnternehmenBild: Höhere Löhne in China: mehr Absatzmöglichkeiten für deutsche Unternehmen
Höhere Löhne in China: mehr Absatzmöglichkeiten für deutsche Unternehmen
Mindestlohnsteigerung bis 2015 stärkt Binnenkonsum, steigert aber auch Kosten Die neue chinesische Regierung will bis 2015 die Mindestlöhne in den Städten und dem Großteil der ländlichen Regionen auf mindestens 40 Prozent des Durchschnittslohnes erhöhen. So soll die Zahl der Armen um 80 Millionen verringert werden. China will damit primär sozialen Unruhen vorbeugen – aber auch gezielt den heimischen Konsum als Stütze für das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Davon profitieren nach Einschätzung der Staufen AG auch deutsche Unternehmen, die in Ch…
Bild: Von der verlängerten Werkbank zum Entwicklungszentrum der Welt: China auf dem Weg zur InnovationsmachtBild: Von der verlängerten Werkbank zum Entwicklungszentrum der Welt: China auf dem Weg zur Innovationsmacht
Von der verlängerten Werkbank zum Entwicklungszentrum der Welt: China auf dem Weg zur Innovationsmacht
Patentanmeldungen seit 2007 verdreifacht Einfache Produkte in großen Mengen herzustellen und diese billig auf der ganzen Welt zu verkaufen – damit gibt sich China nicht mehr zufrieden. Die zweitgrößte globale Wirtschaftsmacht ist auf dem besten Weg, auch bei Neuentwicklungen und Innovation ganz vorn mitzuspielen. Bestes Beispiel dafür ist die Solar- und Windenergiebranche. Nach Einschätzung der Staufen AG wird es zwar noch dauern, bis sich im Land eine umfassende Innovationskultur durchgesetzt hat, allerdings sollten sich westliche Unternehm…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Gute Nachrichten: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards geht ab August in die zweite RundeBild: Gute Nachrichten: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards geht ab August in die zweite Runde
Gute Nachrichten: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards geht ab August in die zweite Runde
… hybride und interaktive Transfer- sowie Veranstaltungsformate geplant ? Kommunikationsmaßnahmen erweitert mit Podcasts, Videos oder interaktiven Website-Tools Gute Nachrichten für den Mittelstand: Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards begleitet kleine und mittelständische Unternehmen ab August noch weitere zwei Jahre bei ihren Digitalisierungsvorhaben …
PROBIS Expert auf der Plattform des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen
PROBIS Expert auf der Plattform des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen
- PROBIS präsentiert sich mit einem Online-Seminar auf der Plattform des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Planen und Bauen - Potenziale des digitalen Monitorings - Baumonitoring in Zeiten neuer ESG-Richtlinien Starnberg, 8. Oktober 2020. Am 24. September fand die erste Folge der Online-Seminarreihe „Digitalisierung und Projektentwicklung“ des Mittelstand …
Datenschutz und IT-Sicherheit im Mittelstand
Datenschutz und IT-Sicherheit im Mittelstand
Datenschutz und IT-Sicherheit im Mittelstand Kleine und mittelständische Unternehmen stehen selten im Rampenlicht der Öffentlichkeit, obwohl sie eine tragende Säule der Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland darstellen. Gerade bei Mittelständlern, die als Innovationsmotor im Fokus professioneller Angreifer und westlicher wie östlicher Geheimdienste …
Bild: ERP-Software 'IBeeS.ERP' zum 4. Mal in Folge von IT-Experten prämiertBild: ERP-Software 'IBeeS.ERP' zum 4. Mal in Folge von IT-Experten prämiert
ERP-Software 'IBeeS.ERP' zum 4. Mal in Folge von IT-Experten prämiert
Dresden/Karlsruhe. Die Experten-Jury der Initiative Mittelstand bestätigt das Erfolgsgeheimnis des Dresdner Softwareanbieters IBeeS deutlich: Die ERP-Software „IBeeS.ERP“ gehört auch im Jahr 2015 zu den innovativsten und leistungsstärksten ERP-Lösungen für den Mittelstand und sichert sich damit erneut das vertrauensvolle Gütesiegel sowie einen sicheren …
BitDefender-Vortrag auf der it-sa: „Der Mittelstand im Fokus von Cyberkriminellen“
BitDefender-Vortrag auf der it-sa: „Der Mittelstand im Fokus von Cyberkriminellen“
… Datendiebstahl und Spionage schützen können, demonstriert Virenschutzexperte BitDefender (bitdefender.de) auf der it-sa. Beispielsweise erläutert Security-Spezialist Stephan Scholz in seinem Vortrag „Der Mittelstand im Fokus von Cyberkriminellen“, am 21.10.2010 um 15.15 Uhr im „Forum Rot“, die aktuelle Bedrohungssituation und zeigt geeignete Gegenmaßnahmen auf. …
Die Anforderungen an eine zeitgemäße IT-Infrastruktur
Die Anforderungen an eine zeitgemäße IT-Infrastruktur
E-Magazin SAP SPECTRUM: Aktuelle Ausgabe mit Fokus Mittelstand Welche IT will und braucht der Mittelstand? Zuallererst muss IT muss bezahlbar sein. Dann muss sie sich schnell amortisieren – und natürlich das Kerngeschäft unterstützen. Die Ansprüche mittelständischer Unternehmen an Software und Hardware sind nicht nur anspruchsvoll – sie bergen vor allem …
Systems 2005 – ContentServ GmbH mit dabei
Systems 2005 – ContentServ GmbH mit dabei
Wolnzach 05.08.2005 – Wieder einmal heißt es "Innovationen für den Mittelstand" auf der SYSTEMS, dieses Jahr vom 24. bis 28. Oktober. Auch die ContentServ GmbH ist wieder auf der führenden Business-to-Business-Messe für IT, Media und Communications in München vertreten. Im vergangenen Jahr bescherte die Messe dem Unternehmen noch einen großen Umsatzanstieg …
Bild: Fasihi Top-Arbeitgeber im Mittelstand 2020Bild: Fasihi Top-Arbeitgeber im Mittelstand 2020
Fasihi Top-Arbeitgeber im Mittelstand 2020
Ludwigshafener Software-Unternehmen erhält Auszeichnung von Mittelstands-Jobportal Yourfirm Das Ludwigshafener Software-Unternehmen Fasihi Gmbh wurde von Yourfirm, der führenden Online-Jobbörse für den Mittelstand im deutschsprachigen Raum, als „Top-Arbeitgeber im Mittelstand 2020“ ausgezeichnet. Yourfirm.de vergibt seit 2015 das Siegel „Top-Arbeitgeber …
Bild: Business Partnerschaft zwischen IBM und SOPLEXBild: Business Partnerschaft zwischen IBM und SOPLEX
Business Partnerschaft zwischen IBM und SOPLEX
… im SAP-Umfeld zusammen, unsere ausgereiften SAP-Softwarelösungen für das Kredit- und Forderungsmanagement ergänzen das Produktportfolio von IBM.“, informiert SOPLEX-Geschäftsführer Wolfgang Donko.Mittelstand im Fokus Praxisorientierte und bezahlbare SAP-Lösungen für den Mittelstand stehen im Fokus des ersten gemeinsamen Projektes von IBM und SOPLEX. …
Bild: Siegener Software steadyPRINT mit BEST OF 2014 Zertifikat ausgezeichnetBild: Siegener Software steadyPRINT mit BEST OF 2014 Zertifikat ausgezeichnet
Siegener Software steadyPRINT mit BEST OF 2014 Zertifikat ausgezeichnet
… K-iS Systemhaus GmbH & Co. KG entwickelte Software steadyPRINT ist kürzlich zum zweiten Mal in Folge mit dem Prädikat „BEST OF“ beim Innovationspreis-IT der Initiative Mittelstand ausgezeichnet worden. Nachdem die innovative IT-Lösung zur Verwaltung von Druckumgebungen bereits im vergangenen Jahr zum BEST OF 2013 Produkt gewählt wurde, haben es die …
Sie lesen gerade: Der deutsche Mittelstand im Fokus chinesischer Investitionsstrategen