(openPR) Die GFB fordert die Kassen erneut auf, in den Verhandlungen mit der KBV einzulenken und die berechtigten Ansprüche der Vertragsärzte zu erfüllen. Die GFB, die sowohl die ambulanten, als auch die im Krankenhaus tätigen Fachärzte vertritt, beobachtet mit Sorge, dass in beiden Sektoren das Diktat der Ökonomie die Leistung der Fachärzte für ihre Patienten erheblich behindert. Sinnvolle Versorgungsabläufe werden dem Diktat des Sparknebels untergeordnet.
„Im Krankenhaus wie in der Niederlassung sehen sich unsere Fachärzte dem ökonomischen Druck und der Diffamierung der Kostenträger ausgesetzt. Eine verantwortungsbewusste Gemeinsame Selbstverwaltung sieht anders aus“, so Dr. med. Siegfried Götte, Vorsitzender der GFB. Und er fügt hinzu, die Leistungsfähigkeit von Krankenhäusern und Praxen müsse erhalten bleiben. Darin sieht er die eigentliche Verantwortung der Kassen für ihre Versicherten und die Patienten. „Wir Ärzte müssen die berechtigten Ansprüchen der Patienten verteidigen und uns gegen die Honorarknute der Kassen wehren, die in keinem Verhältnis zu den wachsenden Überschüssen der Kassen steht“, fordert der GFB-Chef. Die babylonische Gefangenschaft der niedergelassenen Vertragsärzte müsse ein Ende haben.
Ein besonderer Bedarf und die Gewichtung fachärztlicher Kompetenz besteht insbesondere bei der Versorgung chronischer Erkrankungen, die 80% der Ausgaben im Gesundheitswesen verbrauchen. Konzepte und Anreize für interdisziplinäre Versorgungsabläufe sind der Schlüssel zu einer besseren, umfänglicheren und Kosten reduzierenden Versorgung. Götte fordert Fairness auf Augenhöhe sowie den Willen, die Herausforderung der Versorgung gemeinsam zu lösen. Es gelte, gerade auch für junge Fachärzte solide Arbeitsperspektiven zu schaffen, um die Attraktivität des Arztberufes zu stärken und die landesweite Versorgungsqualität auch in der Zukunft sicherzustellen.













