(openPR) Am 08. September 2012 fand im Internationalen Congress Center Dresden die feierliche Zeugnisübergabe der Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen zum Abschluss der Ausbildung zum Steuerfachangestellten Sommer 2012 statt. An dieser Veranstaltung nahmen erstmalig auch Absolventen des Berufsförderungswerkes Leipzig (BFW Leipzig) teil.
Die Ausbildung zum Steuerfachangestellten wurde erstmals im Juni 2010 durch das BFW Leipzig angeboten. Drei Frauen und ein Mann hatten aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen damals die Berufschance, Steuerfachangestellte zu werden, ergriffen und ihren Abschluss in diesem Jahr geschafft. Zudem, so berichten die Ausbilderinnen vom BFW Leipzig, Ines Hartmann und Anja Stolpe, haben alle vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Ende der Ausbildung einen Arbeitsvertrag von Steuerberaterkanzleien erhalten.
Dies bestätige die Aussage der Präsidentin der Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen, Steuerberaterin Steffi Müller den 287 Absolventen aus ganz Sachsen im Internationalen Congress Center, wonach durchschnittlich 90 Prozent aller neuen Steuerfachangestellten nach ihrer Ausbildung übernommen werden. „Der Rest entscheide sich häufig für ein Studium“, so Präsidentin Müller. „Gerade für Menschen, die sich verändern wollen oder eine Karriere ohne Hochschulabschluss anstreben, ist die Ausbildung zum Steuerfachangestellten eine attraktive Option. Vor allem, weil die Branche zukunfts- und krisensichere Arbeitsplätze bietet. Man kann derzeit schon von Vollbeschäftigung sprechen, Arbeitslose sind jedenfalls eine Seltenheit. Daran wird sich auf lange Zeit nichts ändern."
Sowohl Steuerberaterin Steffi Müller, als auch die Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Steuerberaterkammer, Steuerberaterin Silke Lachmann wiesen in ihren Reden nochmals auf die hohen Anforderungen und die umfangreichen Ausbildungsinhalte hin. Gleichzeitig wurde betont, dass die Prüfungsergebnisse nunmehr auch deutschlandweit vergleichbar sind, da in der Sommerprüfung 2012 die Abschlussprüfungen erstmalig im Klausurenverbund geschrieben wurden, dem derzeit 13 Steuerberaterkammern angehören. Der Beruf böte nach Meinung von Silke Lachmann ausreichende Karrierechancen sowohl in Kanzleien, als auch in der Wirtschaft. Steuerfachangestellte hätten dazu eine Vielzahl beruflicher Weiterentwicklungsmöglichkeiten. So könne man sich nach drei Jahren zum Steuerfachwirt qualifizieren und nach weiteren vier Jahren die Prüfung zum Steuerberater ablegen. Danach stünde der beruflichen Selbstständigkeit als Steuerberater nichts mehr im Wege. „Menschen mit Erfahrung in anderen Berufen oder Arbeitssuchende könnten über eine Umschulung Steuerfachangestellter werden“, so Steuerberaterin Lachmann abschließend in ihrer Begrüßungsrede.
Diese Aussage unterstützt besonders die Qualifikationsformen, wie sie das BFW Leipzig und andere Träger anbieten. Gerade auch die Gruppe aus dem BFW Leipzig zählt zu diesen Berufsumsteigern, weil sie durch Krankheit oder Unfall in ihren vorhergehenden Berufen nicht mehr tätig sein konnten. Mittlerweile wird die Ausbildung zum Steuerfachangestellten im dritten Jahr angeboten. Ausbilderin Ines Hartmann ist hier auch optimistisch, dass „trotz der gestiegenen Prüfungsanforderungen wir noch mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausbilden und zu einem guten Abschluss führen werden.“













