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DGVP begrüßt Entwurf für nationales Krebsregister

14.09.201210:54 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Der Vorstand der DGVP e.V. für Gesundheit begrüßt die Einführung und Umsetzung des nationalen Krebsplanes.

Die Erkenntnisse in der Diagnostik und Therapie der unterschiedlichen Krebserkrankungen haben in den letzten Jahren wesentliche Fortschritte gemacht. Dennoch können noch nicht alle Patienten in gleichem Umfang davon profitieren, da die Versorgungsstrukturen in der Krebsbehandlung noch nicht hinreichend flächendeckend qualifiziert vorhanden sind.



Hier leistet der Nationale Krebsplan einen wesentlichen Beitrag.

Vertraut man dem umfassenden Plan und den daraus abgeleiteten ambitionierten Zielen der einzelnen Handlungsfelder, so wird sich in den nächsten Jahren die Krebsbehandlung in Deutschland wesentlich verändern und auch verbessern.

Der DGVP - Vorstand, vertreten durch Präsident Wolfram-Arnim Candidus, sieht bei den ersten Umsetzungsschritten positive Effekte: "Durch die Einführung einer verbesserten strukturierten Prävention wird der Nutzen sowohl bei der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs und von Darmkrebs für die Versicherten und Patienten deutlich steigen. Es ist aber notwendig, die Einbindung der Krankenkassen einzufordern und die Versicherten einzuladen."

Die Einführung eines einheitlichen nationalen Krebsregisters ist längst überfällig und muss dringend umgesetzt werden. Nur durch die anonymisierte und vollständige Erfassung der Daten über das Auftreten, die Behandlung und den Verlauf onkologischer Erkrankungen lassen sich wichtige Erkenntnisse gewinnen. Anhand der Daten wird dann auch deutlich werden, in welchem Umfang, mit welchen Methoden und mit welchem Erfolg im ambulanten und stationären Bereich die Krebsbehandlung erfolgt. Es ist zu wünschen, dass die Erkenntnisse aus dem Krebsregister - analog zu anderen Therapiebereiche - zu einer Mindestmengenregelung führen und die Leitlinien zügig an die Erkenntnisse aus dem Krebsregister angepasst werden.

"Für die behandelnden Ärzte müssen die Leilinien verbindlich sein, ohne auf die individuellen Bedürfnisse und Erfordernisse des einzelnen Patienten zu verzichten", fügt Candidus hinzu.

"Über die ersten Schritte hinaus muss stringent an der erfolgreichen Umsetzung der weiteren Handlungsfelder gearbeitet werden. Insbesondere die Qualitätssicherung und -förderung ist für die Patienten wichtig. Für die Patienten ist der Dschungel der "Zertifizierungen der Behandlungseinrichtungen" nicht mehr zu übersehen. Hier bedarf es schnell einer Klarstellung", so der DGVP-Vorstand weiter.

Besondere Bedeutung hat die integrierte Versorgung, in der alle notwendigen Therapeuten, unter besonderer Beachtung der psycho-onkologischen Aspekte, eingebunden werden. Auch hier muss der Nationale Krebsplan seine Erwartungen erfüllen.

Für die Versicherten und Patienten wird aber auch deutlich werden, dass eine auf Leitlinien basierende, strukturierte und über die Versorgungsgrenzen hinausgehende integrierte Behandlung und Betreuung von Krebspatienten nicht kostenlos zu erreichen ist. Nichtqualifizierte Behandlungsstrukturen gilt es aufzulösen und neue wirtschaftliche qualifizierte Versorgungstrukturen zu schaffen.

"Trotz der unbestrittenen Wirtschaftlichkeitsreserven wird die Krebsbehandlung zusätzliche Ressourcen brauchen. Die Bundesregierung muss hier die Weichen stellen, so dass die Versicherten nicht im Kampf um den richtigen Beitragssatz auf der Stecke bleiben.
Wir müssen uns auch klar sein: die Gefahr besteht, dass mit dem Hinweis auf die Umsetzung des Nationalen Krebsplans erfolgreiche Projekte der Prävention und Behandlung von Krebspatienten aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Dieses wäre ethisch nicht vertretbar!", so Candidus.

Der Vorstand der DGVP wird den Prozess der Umsetzung des Nationalen Krebsplans kritisch begleiten und auf Erfolge und Misserfolge hinweisen.

Zusätzlich regt die DGVP aber auch an, für die wesentlichen Krankheiten ein gemeinsames Gesamtregister zu erstellen, anstelle von Einzelregistern zu verschiedenen Krankheiten. "Somit wären wir in der Lage, die strukturellen Entwicklungen in den einzelnen Regionen im Verhältnis der Krankheiten und der Bevölkerungsstruktur festzustellen. Daraus könnten konsequente Maßnahmen abgeleitet werden, die zur Förderung von Prävention führen und damit zur Reduzierung von Krankheiten bzw. auch zu einer optimierten und nicht standardisierten Behandlung der Patienten auf der Grundlage der ermittelten Daten und Fakten. Das würde wiederum das Datendilemma im Gesundheitswesen beseitigen. Die vorhandenen Möglichkeiten der medizinisch-therapeutisch-pflegerischen Versorgung könnten effektiver genutzt werden."

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