(openPR) Täglich entwickeln die Menschen immer neue Arten von Maschinen, um dem komplexen Zusammenspiel der globalen Wirtschaft gerecht zu werden. Studien zu Folge werden bereits in den nächsten fünf bis zehn Jahren die Maschinen die weltweite Bevölkerung zahlenmäßig um das 30-Fache übertreffen. Die Kontrolle dieser Technikflut, kann kaum noch eine einzelne Gesellschaft beherrschen, was die Bedeutung der Vernetzung zwischen den Maschinen in den nächsten Jahren in den Vordergrund stellen muss.
Unter dem Begriff Machine-to-Machine Kommunikation (M2) werden bereits heute leistungsfähige Technologien entwickelt, welche unsere Wirtschaft revolutionieren werden. Nicht nur die Vernetzung der verschiedensten Maschinen, sogar weltumfassende Stromnetze müssen miteinander verbunden werden. Die Herausforderungen hierfür sind gewaltig, da nicht nur technisch hohe Ansprüche gestellt werden sondern auch gesellschaftliche Widerstände zu überwinden sind, denn M2M-Kommunikation ruft bei Skeptikern nicht nur Begeisterung hervor. Befürchtungen über Eingriffe in die Privatsphäre, ökonomischer Nachteile sowie Datenmissbrauch werden laut. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die neue Art der Kummunikation bestehende Marktmechanismen außer Kraft setzen wird. So setzen bisher weniger als 20% der Firmen auf die Vernetzung der Maschinen, obwohl bereits heute die Vorteile in Produktion und Logistik nachweisbar und Profitabilitätsverbesserungen belegbar sind.
M2M-Kommunikation
Die Vernetzung von Maschinen ermöglicht den automatisierten Datenaustausch von klassischen Produktionsmaschinen oder ganzen Produktionsstraßen ebenso wie von Alltagsgeräten und virtuellen Maschinen (Software) überall auf der Welt. Hierfür wird Informations- und Telekommunikationstechnik (IT) vermehrt, z.B. durch spezielle Chips, in Maschinen integriert. Auf diese Weise kann zum Beispiel das Licht oder die Heizung in der eigenen Wohnung per Smartphone oder Tablet gesteuert, können Fehlerzustände aus Fahrzeugen oder Maschinen direkt an den technischen Service übermittelt oder Pay-Per-Use Geschäftsmodelle im Bereich Car-Sharing umgesetzt werden. Damit diese Prozesse reibungslos ablaufen können erfordert M2M nicht nur leistungsfähige Computersysteme sondern auch zuverlässige Datenübertragungsnetze.
Anwendungsmöglichkeiten
Die wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten sind:
Smart Grids sind intelligente Netzwerke, die gleichzeitig Energie und Daten übertragen können. Auf diese Weise ist es möglich z.B. die Stromgewinnung dem aktuellen Verbrauch in Echtzeit anzupassen. So kann etwa bei Windstille von erneuerbaren Energien auf herkömmliche Stromerzeuger umgeschaltet werden. Der Speicher von Elektrofahrzeugen kann mit Hilfe von Smart Grids optimal genutzt werden.
Smart Metering dient der intelligenten Datenerfassung. Eingesetzt wird dieses Verfahren bereits zum ablesen von Stromzählern, die Rückmeldungen zum aktuellen Stromverbrauch geben können.
Intelligentes Gebäudemanagement ermöglicht Smart Homes. Denkbar ist hier die automatische Steuerung aller Maschinen angepasst an den jeweiligen Stromtarif, die aktuelle Wetterlage oder die eigenen, persönlichen Gewohnheiten.
Gerade für das Energiemanagement sind die drei genannten Anwendungen interessant und eröffnen insbesondere bei zukünftig steigenden Energiekosten eine lukrative Einsatzmöglichkeit und leisten einen wesentlichen Beitrag zum globalen Umweltschutz und zu einer Transparenz in der Nutzung begrenzter Ressourcen. Weitere Anwendungen sind die Verkehrssteuerung, mobile Bezahlverfahren und Zugangssysteme bis hin zu Transport, Handel und Elektromobilität.
Herausforderungen
Produkte und Dienstleistungen müssen sich für die M2M-Welt tiefgreifend ändern. Entscheidend für deren Wert ist nicht mehr länger nur die Qualität sondern künftig auch der Grad der Vernetzung sowie der aus dieser Vernetzung entstehende Nutzen. Wichtig hierfür sind die Einführung von entsprechenden Standards sowie der Anpassung der Geschäftsprozesse in Unternehmen. Unternehmen müssen Kooperationen eingehen, um die Verbreitung der Technologien gemeinsam voranzutreiben was im Management zu erhöhten Koordinationsanstrengungen führt. Kooperationspartner kommen aus allen Bereichen der Wirtschaft angefangen bei den Kunden, Zulieferern aber auch Wettbewerbern sowie staatliche Institutionen.










