(openPR) Die London Air Ambulance (LAA) erprobt als erster Rettungsdienst in Großbritannien das nicht-invasive, transnasale Hypothermiegerät RhinoChill im Rahmen einer Studie. Die neue Technik, mit der es möglich ist das Gehirn direkt zu kühlen, kommt bei Patienten mit Herzkreislauf-Stillstand zum Einsatz und ist auf dem sogenannten „Cool Car“ untergebracht, das dem deutschen Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) entspricht. Das Fahrzeug wird nachts beziehungsweise bei schlechtem Wetter anstelle des Rettungshubschraubers der London Air Ambulance eingesetzt. Die Studie wird durch das College of Emergency Medicine finanziert.
Durch die transnasale Vernebelung eines biochemischen Kühlmittels kann die Einleitung der therapeutischen Hypothermie mit RhinoChill bereits während eines Herzkreislauf-Stillstandes erfolgen. Zudem ermöglicht das Verfahren erstmals eine gezielte, direkte Kühlung des Gehirns – wodurch Folgeschäden minimiert beziehungsweise verhindert werden können.
Die Studienzeit für die präklinische Anwendung von RhinoChill bei der LAA beträgt ein Jahr. Primär kommt das neue Hypothermiegerät bei Patienten mit Herzkreislauf-Stillstand zum Einsatz, weitere Anwendungsbereiche, wie etwa bei Schädel-Hirn-Traumata oder Schlaganfall, sind ebenfalls möglich.
Die LAA arbeitet bei der Versorgung von polytraumatisierten Patienten, beispielsweise nach einem Verkehrsunfall, auf einem hohen Niveau. Nachts oder bei schlechtem Wetter, wenn der Rettungshubschrauber nicht fliegen darf beziehungsweise kann, stellt die LAA eine sogenannte Physician Response Unit (PRU), die zu medizinischen Notfällen, wie beispielsweise Herzkreislauf-Stillständen, gerufen wird und mit einem Notarzt sowie einem Paramedic besetzt ist. Seit das Hypothermiegerät RhinoChill „mit an Bord“ ist, erhielt die PRU den Spitznamen „Cool Car“ durch die LAA-Mitarbeiter. Sie sind die ersten in Großbritannien, die die therapeutische Hypothermie bereits während eines Herzkreislauf-Stillstandes und unter einer laufenden Reanimation beginnen können. Die PRU ist rund um das Royal London Hospital sowie in der Londoner City und East London im Einsatz.
Weitere Informationen unter www.benechill.com.










