(openPR) Das erste Teilstück des Sultans Trail in Serbien führt über 250 Kilometer durch die Vojvodina im Nordwesten des Landes. Zur Einweihung und Promotion des neuen Wegabschnitts führt die Stiftung Sultans Trail eine Testwanderung durch.
„Wir sind überzeugt, dass der neue europäische Weitwanderweg den vielen deutschen Wanderenthusiasten ein besonderes Erlebnis bietet“, erklärt Laura Rost, Vertreterin der Stiftung Sultans Trail in Deutschland. „Der Balkan und Länder wie Serbien werden von Wanderern gerade erst entdeckt. Serbien bietet ein reiches historisches und kulturelles Erbe, eine abwechslungsreiche Landschaft und sehr gastfreundliche Menschen.“
Der Sultans Trail im Norden Serbiens verläuft zunächst flach am Nordufer der Donau, verlässt diese dann aber, um das hügeligere Hinterland zu erkunden. Hier bieten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf den zweitgrößten Strom Europas. In Apatin und Backa Palancka führt der Trail dann wieder direkt zur Donau zurück. Danach führt er teilweise durch den Nationalpark der Fruska Gora mit Wein- und Obstplantagen und vorbei an den ältesten Klöstern des Landes. Die historische Altstadt von Novi Sad, Kloster Krušedol, die Stadt Sremski Karlovci und die Festung Petrovaradin sind die kulturellen Highlights. In 12 Tagen wird eine Strecke von 250 Kilometern zurückgelegt. Neben der Markierungsarbeit, soll der Kontakt zur Bevölkerung intensiviert werden und das Projekt bekannt gemacht werden. „Wir wollen das Netz an wanderfreundlichen Unterkünften aufbauen und Mitstreiter vor Ort für unseren Trail begeistern.“ Daneben wird der Spass in einer internationalen Gruppe nicht zu kurz kommen.
Der Sultans Trail ist ein historischer Weitwanderweg von Wien nach Istanbul auf den Fußspuren Sultan Süleymans. Auch wenn die Geschichte des Weges an die erste Wiener Türkenbelagerung von 1529 anknüpft, will der Weg den Dialog der Menschen über Kultur- und Ländergrenzen hinweg fördern.
Nach der Testwanderung im Oktober werden Wegweiser durchgängig angebracht sein und den Wanderer sicher von Morovic an der ungarischen Grenze nach Novi Sad bringen. Es werden Aufkleber, gesprühte Pfeile und größere Hinweistafeln für die Hauptorte verwendet. Ein Unterkunftsverzeichnis ist im Aufbau. „Wir wollen Wanderern auch die Möglichkeit bieten den Sultans Trail mit GPS-Gerät zu wandern und den Kartenbalast zu Hause zu lassen“, erklärt Laura Rost. Daher werden bei den Testwanderungen die Wegepunkte sorgfältig aufgezeichnet.
Der Wandertourismus steckt in Serbien noch in den Kinderschuhen. Daher gehört eine Portion Abenteuergeist mit dazu. Bisher sind die Initiatoren des Trails auf großes Interesse und Hilfsbereitschaft gestossen. Der Sultans Trail wird in enger Zusammenarbeit mit der regionalen Entwicklungsorganisation für die Donauregion, Istar 21, entwickelt. Mit im Boot sind auch die serbische Tourismuszentrale in Belgrad und ein Wanderreiseanbieter in Novi Sad. Genauso wichtig wie die offiziellen Stellen, sind jedoch das freiwillige Engagement aus Holland und Deutschland. Wanderbegeistere investieren ihre Freizeit in die Entwicklung des Trails. Neben privaten Sponsoren gibt es bisher keine öffentliche Förderung.
Bisher ist das Echo der Wanderer auf die neue Weitwander- bzw. Pilgerroute in Europas Mitte und Südosten groß. Im Jahr 2011 waren 100 Wanderer auf dem kurz zuvor eröffneten Teilstück in der Türkei unterwegs. „Dieses Jahr können wir die Zahl jetzt schon verdoppeln“ erklärt Laura Rost.
Eine neue Webseite http://sultanstrail-blog.de enthält Reisebeschreibungen vom Wandern auf dem Sultans Trail und stellt Informationen zur Wegstrecke, Ausrüstung, Unterkunft und Karten zur Verfügung. Damit soll der deutsche Markt erschlossen werden, erklärt Laura Rost, Verteterin der Stiftung Sultans Trail in Deutschland, die den neuen Blog aufbaut.












