(openPR) Hamburg: In Zusammenarbeit zwischen APL, Hyundai Heavy Industries und DNV entstand eine Rumpfform, die bei 10 neuen ULCS von APL die Kraftstoffeffizienz um rund 20 Prozent pro TEU steigern kann.
Konzipiert für die Route zwischen Fernost und Europa, wurde die Rumpfform der Neubauten für APL für ein Fahrtprofil optimiert, das aus neun verschiedenen Kombinationen von Geschwindigkeit und Tiefgang besteht. Die Leistung der Hauptmaschine konnte im Vergleich zur ursprünglichen Rumpfform, die nur für Konstruktionsstiefgang und -geschwindigkeit ausgelegt war, um circa 16 Prozent reduziert werden.
Das erste der neuen 13.800 TEU Schiffe wird aktuell bei Hyundai Heavy Industries (HHI) gebaut und soll in 2013 ausgeliefert werden.
Die Einsparung bei den Brennstoffkosten für die Reederei APL wird bei rund drei Millionen US-Dollar pro Schiff und Jahr liegen. „In dem herausfordernden derzeitigen Marktumfeld sind effiziente und flexible Containerschiffe, mit denen die Kosten pro Stellplatz minimiert werden können, von großer Bedeutung für APL. Diese Schiffe werden die kraftstoffeffizientesten Schiffe sein, die jemals für die Asien-Europa-Route gebaut wurden“, sagt Cedric Foo, Group Deputy President und CFO von APLs Mutterkonzern NOL. „APL hat sich entschieden, die Auslieferung der Neubauten, die 2011 bestellt wurden, zu beschleunigen, um durch die Ausnutzung ihrer hohen Effizienz die Brennstoffkosten und den Emissionsausstoß so schnell wie möglich zu reduzieren.“
Aufgrund der sich ändernden Marktbedingungen fahren existierende Containerschiffe heute einen Großteil ihrer Betriebszeit nicht unter den Einsatzbedingungen, für die ihr Rumpf ursprünglich entwickelt und optimiert wurde. Dadurch ergibt sich ein erhöhter Rumpfwiderstand und Propeller und Hauptmaschine arbeiten nicht unter optimalen Bedingungen. Die neuen APL-Schiffe wurden für einen Geschwindigkeitsbereich zwischen 15 und 19,5 Knoten optimiert und erreichen maximal 23 Knoten. Mit Hilfe modernster Softwarewerkzeuge wurden virtuelle Modellversuche auf einer Vielzahl von Geschwindigkeits-Tiefgangs-Bedingungen durchgeführt. Die Analyse der Anforderungen an die Schiffe auf der geplanten Route und die Optimierung der Rumpfform wurden von den drei beteiligten Unternehmen gemeinschaftlich durchgeführt.
„Dies ist eine neue Art der Zusammenarbeit zwischen den Partnern eines Schiffsneubau-Projektes“, erklärt Gyung-Jin Ha, Executive Vice President des Basic Design Offices in der Schiffbausparte von HHI. „Dank des konzentrierten und professionellen Einsatzes aller drei Unternehmen innerhalb ihrer jeweiligen Aufgabenbereiche konnten wir nicht nur den engen Terminplan einhalten, sondern auch erstaunliche Potenziale in der Kraftstoffersparnis erschließen.“
„Für die Optimierung der Rumpfform wurde eine innovative Methodik verwendet. Dabei wurde auf Ideen und Neuerungen zurückgegriffen, wie DNV sie im Zusammenhang mit dem Quantum Konzept im Jahre 2010 vorstellte. Wir freuen uns, dass diese Ideen nun in einem realen Neubauprojekt zur Anwendung gekommen sind“, sagt Tor Svensen, President DNV Maritime and Oil & Gas. „Das ist der Weg der Zukunft. Eine hervorragende ökonomische und ökologische Funktion kann nur erreicht werden, wenn alle Erfahrungen in das Projekt eingebracht werden. DNV kann mit seiner Technologie, seinen Mitarbeitern und seinem Enthusiasmus dazu beitragen, dass unsere Kunden die bestmöglichen Ergebnisse erzielen.“











